
Techno Online: Wie bist Du zur Musik gekommen?
Marc Romboy: Ich habe mir schon mit sechs, sieben Jahren von meinem letzten Taschengeld die coolsten 7 Inch Singles im Kaufhof gekauft. Nebenbei habe ich immer im holländischen Radio die Charthits auf Tape mitgeschnitten. Die waren damals noch mehr am Puls der Zeit als die Deutschen!
Techno Online: Was hörst Du privat?
Marc Romboy: Och, eigentlich alles. Sehr gerne leichte Jazz CDs wie von dem Münchener ECM Label (Jan Garbarek) oder Klassik; ausserdem sehr gerne Ethno, türkische und indische Musik. Es darf aber auch mal Robbie Williams, Tool, Herbert Grönemeyer und Turntable Rockers im Mix sein.
Techno Online: Deine erste Platte?
Marc Romboy: Kraftwerk - Die Roboter.
Techno Online: Wie oft legst Du auf?
Marc Romboy: Ich lege mittlerweile sehr selektiv auf, da ich Privatleben und Studioarbeit nicht zu kurz kommen lassen möchte. Ich habe 2002 noch nie so wenig und gleichzeitig qualitativ gut aufgelegt. So durfte ich z.B. dieses Jahr Ministry of sound London, Kremlin Amsterdam, Room at the top Edinburgh, Passion Coalville, Loveparade Mexiko, Toronto, Miami u.s.w. spielen und war dennoch viel zu Hause:-)
Techno Online: Was sagst Du zur Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der elektronischen Musik?
Marc Romboy: Vergangenheit: Die Vergangenheit war sehr spannend, innovativ, neu, frisch, aufregend. Sie hat vielen Künstlern die Möglichkeit gegeben, sich selbst zu verwirklichen und davon auch zu leben. Viele Titel sind herausgekommen, da uns immer wieder elektrisiert und begeistert haben.
Gegenwart: Speziell in Deutschland ist ein Zustand der Routine eingetreten, der der zuvor genannten Beschreibung nicht mehr in dieser Form entspricht. Nichtsdestotrotz bleibt es dabei: Wenn jemand experimentiert und nicht versucht, auf Nummer sicher zu gehen, kann jeder für sich persönlich diesen Pionier-Zustand erreichen; für die Allgemeinheit der Technobewegung gilt dieses, wie es insbesondere zwischen 1991 und 1996 war, nicht mehr!
Zukunft: Ich bin sehr optimistisch für die Zukunft, weil speziell junge Leute wieder ohne grossen Hintergedanken einfach Musik machen. Platten wie Number Of Names, DJ Spud, Panjabi MC etc. machen Mut und Spass!
Techno Online: Bist Du Deinem Stil treu geblieben oder ziehst Du bei Trends mit?
Marc Romboy: Alles in allem definiert sich mein Stil täglich neu, nur grundsätzlich war und ist es immer Trance, der mein Set ausfüllt. Es werden die Sets allerdings immer auch von andersartigen Titeln garniert!
Techno Online: Dein schönster bzw. außergewöhnlichster Gig?
Marc Romboy: Ohne Frage, und das kann man auch auf www.marcetclaude.com nachlesen, mein Auftritt in Mexiko City in diesem Jahr. Da habe ich vor einer riesigen Masse an Leuten genau das verspürt, was Anfang der 90er Jahre unsere Energie ausgelöst hat, nämlich grenzenlose Begeisterung, es war wie in der Zeitmaschine! Genial!
Techno Online: Ein Klassiker?
Marc Romboy: Die Frage versteh ich nicht.
Techno Online: Engagierst Du Dich für den "Nachwuchs"? Wenn ja, wie?
Marc Romboy: Mein Partner Klaus und ich machen seit mittlerweile zehn Jahren genau das. Hier der öffentliche Aufruf: Wer meint, eine geile Produktion zu haben, wende sich bitte an Alphabet City. Wir sind hungrig nach jungen Leuten, die den unbändigen Willen haben, durchzustarten. Bei uns gibt es gerade viele Junge Leute, die eine Generation bei Alphabet City einläuten. Wir unterstützen diese in jeder Hinsicht gerne.
Techno Online: Was ist Deine derzeitige Inspiration fürs DJing bzw. Produzieren?
Marc Romboy: Die Inspiration ist immer die Vision, wie sich ein Track zukünftig im Club, im Radio, bei Freunden, bei mir selbst, auf einem Rave etc. entfalten wird. Mehr brauche ich persönlich nicht.
Techno Online: Deine All-Time Top 5?
Marc Romboy: 1.) Kraftwerk - Numbers
2.) New Order - Blue monday
3.) Supertramp - School
4.) M - Pop music
5.) Frank Sinatra - New York
Kontakt:
Url: www.alphabetcity.de
Charts:
Marc et Claude Top 10
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