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Ältere Interviews von April - September 2001 September 2001 - Juli 2002 August - Juli 2003 Juli - Dezember 2003 Januar - Juni 2004

Chris Liebing

pict Interview mit Chris Liebing im Juni 2003:

Chris Liebing, einer der erfolgreichsten DJ's weltweit, bringt dieser Tage sein erstes Album auf den Markt. Kritiker, wie auch auch Fans seiner energetischen Techno-Tracks warten auf den "Tag X", genauer gesagt auf den 10.06.03, an dem das Werk mit dem Namen "Evolution" offiziell erscheinen wird. Was Chris im Vorraus über sein Debüt-Album zu berichten hat und was es noch so zu erzählen gibt, lest ihr im folgendem Interview, dass Techno-Online mit dem Frankfurter Techno-Protagonisten führte.

TO (Techno Online): Nach etlichen Releases steht nun dein erstes, lang ersehntes Album "Evolution" an. Was hat dich bewegt ein Album zu produzieren?

Chris Liebing: Für mich waren in erster Linie immer nur 12 Inches wichtig, bis ich vor ca. 2 Jahren langsam anfing, das Gefühl zu haben, mehr mit meiner Musik aussagen zu wollen, als das mit einer 12" möglich ist. Quasi Dinge, die mich selber sehr interessieren und beschäftigen. Ab diesem Moment habe ich einen Sinn darin gesehen ein Album zu machen. Das Umsetzten war dann noch mal ein ganz anderer spannender Prozess.

TO: Geht mit dem ersten eigenen Album ein Traum für dich in Erfüllung und bist du stolz darauf?

Chris Liebing: Ja, auch wenn es über 1 Jahr gedauert hat. War schon extrem klasse, die erste fertige CD in der Hand zu halten. Vinyl habe ich zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht gesehen, das wird dann aber der nächste spannende Moment. Wenn ich es so sehe waren alle Produktionsphasen aufregende Schritte.

TO: "Evolution" der Name deines neuen Albums, steht er für musikalische oder menschliche Weiterentwicklung?

Chris Liebing: Für Beides! Was wie sehr gewichtet ist hängt auch vom Hörer ab. Während des Produzierens war jedenfalls das Augenmerk auf die menschliche Evolution gerichtet. Dass da meine eigene musikalische Entwicklung mitspielt ist klar, aber dies wurde mir auch erst im Nachhinein so richtig bewusst.

TO: Die Evolution beinhaltet ja auch den Satz "...von niederen zu höheren Formen". Wie verbindest du diesen Satz mit deinem Album oder auch mit deinem Leben? Spiegelst du damit evtl. deinen Werdegang wieder - vom "kleinen" DJ zum weltweit gefragten Künstler oder ist es mehr eine Entwicklung der Sounds und Tracks?

Chris Liebing: Den Satz würde ich eher physisch beschreiben, also geht es eher um den kleinen Sound zum großen Ton. Es geht auch darum, zu Lernen ein besserer Mensch zu werden, im Kleinen, wie im Großen. Also um die Menschheit ansich, in welchem Stadium wir uns befinden, wohin es geht und was die höheren Formen sein werden. Um meinen eigenen Werdegang geht es da nicht, der ist für andere in dieser Hinsicht eher unerheblich.

TO: Hast du bestimmte Einflüsse, Emotionen und Erfahrungen aus DJ-Buisness, Medienrummel oder Privatleben in "Evolution" verarbeitet? Wenn ja, welche?

Chris Liebing: Ja, grade bei Paradox Behaviour wird dies sichtbar! Den enthaltenen Text verstehe aber nur ich, da ich ihn so konstruiert habe, dass ihn andere (noch) nicht verstehen. Ich bin grundsätzlich ein sehr positiv denkender Mensch und versuche respektvoll gegenüber Anderen zu sein und lachend durchs Leben zu gehen. Aber einige Erfahrungen, grade im Musik Business, haben meine Grundeinstellung bestimmten Dingen gegenüber, schon stark beeinflusst. Ich habe schon so einige schwer negative Gefühle (freundlich ausgedrückt) gegenüber diversen Menschen gespürt, deren einzige Lebensziele es sind, nach Macht und Geld zu streben und die darüber hinaus einfach nur respektlos und stupide handeln. Inzwischen habe ich aber gelernt, wesentlich cooler mit solchen Dingen umzugehen. Die eigene Entwicklung halt! Außerdem habe ich viele Eindrücke meiner DJ Touren im In- und Ausland verarbeitet, da ich auf diesen genügend Zeit habe, andere Menschen zu beobachten.

TO: Du verwendest auf "Evolution" sehr bedrohliche und dunkle Soundscapes - war das von vornherein so beabsichtigt und wieso diese dunklen Sounds?

Chris Liebing: Nein, ich war selber überrascht, wie düster das am Ende im Ganzen rüberkommt. Aber vielleicht ist das so unbewusst mit eingeflossen. Da ich, wie schon erwähnt, mehr positiver Natur bin, ist das vielleicht eine Art Ausgleich. Aber ich denke auch, dass die Evolution nicht unbedingt was nettes, freundliches an sich hat, da es doch im Grunde auch darum geht, dass der Stärkere den Schwächeren frisst ...

TO: Evolution - ein Album mit sehr viel "Leben" - schnelle und langsame Tracks wechseln sich ab und paaren sich zu sehr noiselastigen Zwischenstücken. Wie definierst du den Aufbau deines Albums?

Chris Liebing: Ich wollte eine interessante Abwechslung erreichen, damit der Hörer von Anfang bis Ende gefesselt ist. Deshalb gibt es keine Pausen zwischen den Tracks und es besteht auch keine Fluchtmöglichkeit. Evolutionstechnisch gesehen, hätte es vielleicht von langsam nach schnell gehen sollen, aber was ist in der Evolution schon vorgeschrieben?

TO: Leute wie Umek, Stanny Fransen oder auch Marco Carola sind ja Garanten für loopreichen Technosound - sie fuhren aber mit ihren letzten Alben einen fast komplett neuen Sound. Jetzt kommt dein Album und man merkt, dass auch du in eine etwas andere Richtung gehst, als man es von deinen vergangenen Releases gewohnt ist! Was ist Anlass für die Neuorientierung und wird jetzt ausselektiert?

Chris Liebing: Kommt auf die Sichtweise an. Bei Marco Carola zum Beispiel war mir klar, dass ein sehr variantenreiches Album kommt, da ich mich durch den persönlichen Kontakt zu ihm mit seiner vergangenen Musik auseinandergesetzt habe. Für mich selber klingt mein Album auch nicht unbedingt anders als ältere Produktionen von mir. Ich war allerdings überrascht, dass viele Bekannte von mir, als ich Ihnen das Album zum ersten Mal vorspielte, sagten, "das klingt ja total anders". Wahrscheinlich spielt wohl doch die eigene persönliche und dadurch auch musikalische Entwicklung eine Rolle, ohne dass es einem bewusst ist. Am Ende ist es fast schon zu einfach, man kann alles mit der Evolution beschreiben!

TO: Mit welchen Geräten hast du hauptsächlich gearbeitet?

Chris Liebing: Ich möchte erstmal erwähnen, dass dieses Album und auch alle anderen Produktion nicht ohne die Hilfe meines Studio Partners André Walter zustande gekommen wären. Acht Jahre sitzen wir jetzt schon in unserem kleinen Studio und gehen uns immer noch nicht auf den Geist. Unser Studio verbindet sowohl die analoge und die digitale Welt. Auf dem Album sind die älteren Tracks mehr analog entstanden, die jüngeren mehr mit Hilfe von Software. Viel Spaß beim herausfinden ...

TO: Mir gefällt persönlich "Paradox Behaviour" auf "Evolution". Gibt es für dich einen persönlichen Favorit?

Chris Liebing: Das ist völlig stimmungsabhängig. Mal tendiere ich zu den härteren Tracks, mal höre ich String Theory ganz gerne. Aber mein heimlicher Favorit ist "Home". Das kann sich aber demnächst auch wieder ändern.

TO: Gibt es eine Tour zum Album, wenn ja, wo wird halt gemacht?

Chris Liebing: Ich bin ja irgendwie immer on Tour. Bei anderen wird das dann als "Welttour" deklariert, was aus Promotion-Sicht wohl auch schlau ist, aber ich sehe da momentan keinen Sinn bei mir. Wenn man möchte kann man alle meine nächsten Gigs als "Universum inklusive Mond Tour" bezeichnen. Ich denke einige Flyer werden auch nach dem Artwork des Albums entworfen, aber am eigentlichen Grund, nämlich dem jeweiligen Abend beizuwohnen und Spaß zu haben, ändert das meiner Ansicht nach nichts.

TO: Am 06.06.03 ist der Club Achtermai in Chemnitz eine deiner ersten Stationen auf denen du dein Album vorstellen wirst - was verbindest du mit dem Club Achtermai, einem deiner Lieblingsclubs?

Chris Liebing: Naja, vorgestellt habe ich mein Album indirekt schon in Auszügen im gesamten Jahr 2002, ohne dass es jemand direkt gemerkt hätte. Der Unterschied ist, jetzt hängt noch ein Banner hinter mir. Schön ist aber in dieser Hinsicht, dass ich nun einige Mails und Gästebucheinträge bekomme, in denen mir die Leute mitteilen, wo sie den ein oder anderen Track aus dem Album schon letztes Jahr gehört haben. Mit dem Club Achtermai verbinde ich: tolle Menschen, die den Club leiten, eine tolle Location, lange Nächte mit langen Sets, Retrytouren mit Speedy, Adam, Steve und Co.! Einfach schöne Erinnerungen, auch für die Zukunft.

TO: Kannst du dich noch an deinen ersten Besuch und dem grandiosen "Acht-Stunden-Set" im Club Achtermai erinnern?

Chris Liebing: Danke fürs "grandios"! Meine "im Keller hinterm DJ Pult stundenlangen Aufenthalte Erinnerungen" im Achtermai vermischen sich ein wenig miteinander. Aber daran kann ich mich schon noch gut erinnern ...

TO: Bleibt harter und straighter Techno-Sound dein Baby oder gibt es auch andere Projekte bzw. Vorhaben in anderen Musikrichtungen oder Genres?

Chris Liebing: Ich denke manchmal schon über andere Dinge nach, was im Album auch rüberkommt. Aber die Zeit wird's zeigen. Vorerst habe ich aber nach wie vor riesigen Spaß an tanztauglichen 12"s!

TO: Was macht dein Label CL-Rec. - was sind weitere Pläne für die Zukunft?

Chris Liebing: Ich möchte in Zukunft auch mehr eine Plattform für befreundete Produzenten bieten. CLR 10 von Steve Rachmad ist da schon mal ein Anfang. Auf CLRetry kommen auch weiterhin die "dazugehörigen" Remixe raus. Nach CLRetry 06 mit Marco Carola und Renato Cohen kommt im Herbst die 7 mit Remixen von The Advent und Henrik B! Stigmata wird ins nächste Kapitel starten und CLAU wird eine etwas experimentierfreudigere Plattform für mich. Aber nix, was ich wieder umplanen könnte!

TO: Als einer der gefragtesten DJ's worldwide ist man ja nun auch ständig auf Achse. Gibt es Momente wo du manchmal keine Lust mehr auf diesen Trouble hast und wie hältst du dich gegen den ständigen "Stress" fit?

Chris Liebing: Ich bin super gerne unterwegs, soviel schon mal vorweg. Mit etwas Sport halte ich mich fit, wobei ich dadurch auch ein ewig schlechtes Gewissen mit mir rumtrage, da ich mehr machen könnte. Seit 5 Jahren esse ich kein Fleisch mehr. Dies hat mir sehr geholfen, nicht mehr jeden "Scheiß" zu essen. Ansonsten, denke ich, dass alles gesund ist, solange man auf seinen Körper hört und es Spaß macht. Eine durchgemachte Nacht ist zwar super anstrengend, aber bringt auch eine Menge neuer und positiver Energie.

TO: Was macht deine Sendung "Pitch-Control" mit Pauli Steinbach auf HR3-XXL? Gibt es da bestimmte Pläne?

Chris Liebing: Nein, wir sind so konzeptlos wie immer, aber solange es beim Sender keiner merkt, machen wir munter jeden Donnerstag weiter. Auch nach fast 3 Jahren freuen wir uns immer noch auf jede Sendung. Die Gäste behandeln wir auch immer nett, so dass die sogar immer wieder kommen wollen.

TO: Wirst du manchmal auf der Strasse angesprochen und wie gehst du mit dem Star-Trouble um?

Chris Liebing: O.k., wenn ich mich lange in Frankfurt vor dem Delirium Plattenladen hinstelle, spricht mich schon mal jemand an. Das ist auch vollkommen in Ordnung und freut mich. Im Club ist es dann schon manchmal etwas stressiger, da gibt es dann hin und wieder etwas übermotivierte Zeitgenossen, die sich während des "in der Kiste nach Platten suchen", mit Dir über Ihr Leben unterhalten wollen. Seit Final Scratch ist das aber auch besser geworden. Im Grunde genommen freut mich aber die Aufmerksamkeit sehr, da es genau die Menschen sind, wegen denen ich mein Leben so gestalten kann, wie ich das im Großen und Ganzen möchte.

TO: Apropos Final Scratch! Als einer der ersten bist du ja Verfechter von Final Scratch - was ist das Positive an diesem noch neuem Djing? Denkst du nicht auch, dass der DJ mehr und mehr als Live Act fungieren sollte?

Chris Liebing: Ich denke, dass sich das DJing immer mehr zu einer Form von Entertainment wandelt. Das ist auch gut so. Ich möchte bei jedem Gig so spontan und vielfältig in meinen Aktionen sein können, wie nur möglich. Final Scratch, Sampler und Effekte helfen mir dabei. Mal sehen, was da noch so kommt.

TO: Wird Final-Scratch das Vinyl bald ablösen?

Chris Liebing: Final Scratch funktioniert mit Vinyl, auch wenn's nur zwei sind. Aber im Ernst, ich gehöre noch zu den alten Vinyljunkies und kaufe mehr heute als jemals zuvor. Wie das mit Vinyl weitergeht, weiß ich nicht, aber im Endeffekt, so hart es klingen mag, ist es nur ein "Tonträger" und wenn es neue, bessere gibt, muß Vinyl wohl irgendwann weichen. Ui, da sind wir schon wieder bei der Evolution (ich muß langsam mal damit aufhören).

TO: Siehst du dich als Star?

Chris Liebing: Damit habe ich echte Probleme, auch wenn's blöd klingt. Aber echte Stars sind für mich Menschen mit großen Talenten und Taten. Mich selber kann ich nicht dazu zählen. Soll jetzt nicht übermäßig bescheiden klingen, aber ist so.

TO: Denkst du nicht auch, dass zu viele DJ's sich zu wenig um die Szene gekümmert haben und ihre Vorzeigefunktion nur zum Werben ihrer eigenen Person genutzt haben, anstatt auch etwas Aufklärung zu betreiben oder die Kids auch mal zu informieren?

Chris Liebing: Nicht unbedingt. Ein DJ ist in erster Linie der Mensch, der sich um die musikalische Untermalung der Nacht kümmern soll. Diese Vorzeigefunktion kam ja dann erst mit der Zeit und zum um Großteil von Außen. Auf der anderen Seite, denke ich, dass die "Großen" in der Szene auch schon einiges tun, um zu informieren und auch den Nachwuchs zu fördern. Viel Zeit bleibt aber auf der anderen Seite nicht in diesem Job. Ich versuche auch in diverser Hinsicht meinen Teil beizutragen, so haben Steffen Charles, Prime und ich grade in Deutschland einen neuen Vertrieb gegründet. Da ich unter anderem auch auf dieser relativen fragilen Techno Vertriebslandschaft existiere, möchte ich daran mitarbeiten und es auch zum weitergeben meiner bisherigen Erfahrungen nutzten.

TO: Wie siehst du die derzeitige etwas übersättigte Techno-Szene in Deutschland?

Chris Liebing: Alle Jahre wieder entledigt sich die Natur (da sind wir wieder bei der Evolution) von altem und überflüssigem. Das ist wichtig um Platz für "Neues" zu schaffen. Nur so geht es vorwärts. Ich denke, das ist nichts Anderes als mit der Weltwirtschaft. Warum also Zeiten der Rezension immer nur negativ bewerten!? Die wirklich mit dem Herzen dabei sind, werden auch weiter machen und die nächste Hochphase erleben.

TO: Was gibt es seit den Anfängen unserer Szene Positives bzw. Negatives aus deiner Sichtweise zu berichten?

Chris Liebing: Positiv zu beurteilen ist die Professionalität, mit der etablierte Veranstalter und Booker heute arbeiten. Das macht für uns DJ's vieles einfacher und dadurch bleibt mehr Raum für die eigentliche kreative Arbeit. Auch die Medien werden immer "erwachsener" - letztens hab ich mal 'ne Groove von '93 in der Hand gehabt, war schon lustig damals. Viel Negatives bringen natürlich die Menschen in die Szene, die nur von all dem profitieren wollen, ohne wirklich was für den Erhalt zu tun. Aber mit der Zeit outen die sich und verschwinden von ganz alleine.

TO: Was wurde im Technobereich deiner Meinung nach vernachlässigt und auf was zu viel konzentriert?

Chris Liebing: Es sollte in erster Linie mal um Musik gehen und um den Spaß daran. Vielleicht nehmen sich viele selbst zu ernst und haben dadurch den Spaß etwas verloren. Man sollte nicht in die Situation geraten Dinge nur noch machen zu müssen, um seine Struktur aufrecht zu erhalten und sich dann beschweren, dass alles nicht so läuft, wie man will.

TO: Aber hast du nicht auch manchmal das Gefühl, dass es sich in unserer Szene nur noch um materielle Werte handelt anstatt nach ideellen Werten zu streben, so wie es in den Anfangszeiten zelebriert wurde?

Chris Liebing: Keine Ahnung, ob in der Anfangszeit die ideellen Werte zelebriert wurden, ich glaube es wurde einfach nur gefeiert. Vielleicht kommt das ja auch aufs Gleiche raus!? Klar, der finanzielle Part sollte schon fair geregelt sein. Außerdem habe ich nicht den Eindruck, dass es bei meinen befreundeten Kollegen nur ums "Geldscheffeln" geht. Bei allen anderen habe ich die Hoffnung, dass die Einsicht sich verbreitet, dass man mit Respekt, Spaß und einer positiven Einstellung am schnellsten zum Erfolg kommt und dass dann auch automatisch genug Geld rüberkommt, um sein Leben nett zu gestalten. Ich hoffe jedenfalls auch, dass es so funktioniert.

TO: Zu einem anderen Thema. Was hältst du von freien MP3-Files im Netz und dem massiven CD-Brennen?

Chris Liebing: Musik für jedermann und überall! Das ist das Erste, was mir dazu einfällt. Ein wahrer Musik Fan kauft sich sowieso den von Ihm bevorzugten Tonträger. Ich möchte mir ja was zu Hause hinstellen. Das Artwork spielt dabei auch eine große Rolle (auch bei Evolution !!!). Aber für so ein Scheiß wie zum Beispiel "Zlatko" würde ich auch kein Geld ausgeben. Wenn ich das haben möchte, lade ich es mir runter, so ist das auch fairer. Außerdem, wer die Kohle nicht hat, kann trotzdem die Musik hören. Wenn es Ihm gefällt, wird er über kurz oder lang sowieso das Original kaufen. Hier mein offizieller Aufruf, mein Album direkt aus dem Netz zu laden, aber wenn's Euch gefällt, dann kauft es Euch auch!

TO: Zusatzfrage - kannst du das Wort "Schranz" überhaupt noch erhören?

Chris Liebing: Ja!


Standartfragen

TO: Wie bist Du zur Musik gekommen?

Chris Liebing: Durch meinen Bruder, der hatte in unserer Kindheit, im Zimmer neben mir, den Volumeregler nie unter Kontrolle.

TO: Was hörst Du privat?

Chris Liebing: Alles, was Sinn macht! Limp Bizkid, Linking Park, Massive Attack, Boards of Canada, Altes aus den 80ern....

TO: Deine erste Platte?

Chris Liebing: Survivor - "Eye of the Tiger"

TO: Wie oft legst Du auf?

Chris Liebing: Ich versuche es mindestens zweimal die Woche...

TO: Was sagst Du zur Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der elektronischen Musik?

Chris Liebing: Wir sind noch am Anfang...

TO: Bist Du Deinem Stil treu geblieben oder ziehst Du bei Trends mit?

Chris Liebing: Ich habe gar keine Lust und Zeit mich um irgend einen Trend zu kümmern!

TO: Dein schönster bzw. außergewöhnlichster Gig?

Chris Liebing: Einer der coolsten war im Tresor 1996 von Sonntagnacht bis Montagmittag, während der Love Parade. Ansonsten gibt es da einige schöne Erinnerungen.

TO: Ein Klassiker?

Chris Liebing: Massive Attack - "Unfinished Sympathy"

TO: Engagierst Du Dich für den "Nachwuchs"? Wenn ja, wie?

Chris Liebing: Bei unseren eigenen Nächten im U60, im Vorprogramm und im Radio.

TO: Was ist Deine derzeitige Inspiration fürs DJing bzw. Produzieren?

Chris Liebing: Die Nächte in den Clubs und das Rumrennen auf diesem Planeten.

Url: www.cl-rec.com
Weitere Infos: nächsten Gigs

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Chris Liebing bei Ebay.De

Interviewer: P. Grosser


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