party
land

house & techno
NEWS

Techno.de
 NEWS
  Szenenews
Interviews
DJ-Charts
Technik Reviews
Vinyl Reviews
Gewinnspiele
 
 PARTY
  Party-Termine

Deejays
Suche
Party-Eintragen
Deutschland-Karte
Flyer
Reviews
Hilfe
 
 COMMUNITY
  Chat (NEU)
Forum (NEU)
Registrieren
Benutzerliste
Suchen
Hilfe
Mailinglist
Poll Ergebnisse
 
 PICTURES
  Bilder 2007
Bilder 2006
Bilder 2005
Bilder 2004
Bilder 2003
Bilder 2002
Zufalls-Bilder
 
AUKTION
  Techno CDs
Techno Vinyl
Techno DVDs
Techno Bücher
DJ-Equipment



 
 LOVEPARADE
  News
Bilder-Geschichte
Geschichte als Text
Web-Geschichte
 
 LINKS
 
Neue Links
Alle Links
Zufallslink
Link eintragen
Regeln
Tipps
Suche
Länder:

Kategorie

 GAMES
  Reviews
Spieledatenbank
Magazine
 
 DATA
  Deejays
Booking
Bücher
Flyer
Frontpage
Labels
Magazines
Playlist 98-97
Record Stores
CD Reviews
Technokultur
 
 GENERAL
  AGBs
Impressum
Mitarbeiter
 
Andrew Elliot Interview
Ältere Interviews von April - September 2001 September 2001 - Juli 2002 August - Juli 2003 Juli - Dezember 2003 Januar - Juni 2004

pict

Der 27 jährige Andrew Elliot ist vorallem im Osten Deutschlands, speziell in Sachsen und Thüringen schon lange kein unbeschriebenes Blatt mehr. Als Mitinitiater diverser Partys und Clubs in Chemnitz und Umgebung war er entscheident am Aufbau der Chemnitzer Technoszene beteiligt. Mit Freunden wie DJ Enny One, Fauli und DJ Soapespierre, hat er maßgeblich dazu beigetragen Leute aus der Region für Techno-Musik zu begeistern und darüber hinaus eine Basis zu schaffen, auf die eine immer größerwerdende Anhängerschaft folgte. Von dieser Anhängerschaft profitieren heute unter anderem Clubs wie der Club "Achtermai", der deutschlandweit zu einem der angesagtesten Clubs anvanciert und von dem sich weltberühmte Künstler und DJ's, immer wieder sehr angetan zeigen. Resident dieses Clubs ist unter anderem Andrew Elliot, der uns zu ein paar Fragen Rede und Antwort stand.

Techno Online: 1. Wie bist Du zur Musik gekommen?
Andrew Elliot: Musik hat in meiner Familie schon immer eine große Rolle gespielt, mein Dad spielte früher in einer dieser klassischen 2-Mann-Tanzkapellen für alle Anlässe, Betriebs- und Familienfeiern und so, und weil die Leute in der "Zone" eher zu den Sachen abgingen, die im verbotenen "Westradio" gespielt wurden, wurden bei uns natürlich eben jene Sender gehört, die eigentlich nichts in einem "linientreuen" Radio zu suchen hatten, um immer auf dem neuesten Stand zu sein. Ich durfte auch meine eigenen "ORWO"- Kassetten aufnehmen. So entstand ein nicht zu unterschätzender Fundus an "kapitalistischem Liedgut". Und als es darum ging, die Schuldisko zu beschallen, war ich in meinem Element. Na gut, machen wir uns nichts vor, es hatte niemand anderes Lust, den Job zu machen. Da ich und mein Kumpel aber eher maulfaul waren, versuchten wir mit zwei Tape- Decks und einem "Vermona- Disko-Mixer" das Ganze in einen gewissen Flow zu versetzen, auch wenn uns immer angekreidet wurde, das wir ja "gar nichts sagen oder moderieren".

Irgendwann schleppte mein jüngerer Bruder einige Technohouse-Tapes an, die er bei DT- 64 aufgenommen hatte. Und damit hatten wir irgendwie genau das gefunden, worauf wir die ganzen Jahre gewartet hatten. Wir waren eiserne Depeche Mode Fans, hatten uns auch schon auf Front 242 einigen können, hielten aber KLF für das Härteste, was es geben konnte. Dann kam Samstags Marushas "RaveSatellite" und dann Marcos Lopez´s "Dance Charts" und der anschließende "Nightflight". Tja, und was wir da zu hören bekamen, war die absolute Offenbarung! Ich hör mir noch heute super gerne die Tapes der "Save DT 64"- Parties an. Die Energie dieser Zeit um ´94 war einfach atemberaubend. Die Zahl der Techno- Parties in der Umgebung nahm kontinuierlich zu, und während meiner Lehre verbrachte ich nahezu jede Mittagspause im nahegelegenen Chemnitzer "Delirium" Recordstore, der zu dieser Zeit von Enny One, Xela und Fauli betrieben wurde. Ich fing an mein Geld in Vinyl zu investieren, und irgendwann meinte Fauli, das den Leuten meine Musik auch gefallen könnte und nahm mich auf diverse Parties mit und ich durfte dann das Warm Up oder das Ende bestreiten. Als sich dann die Möglichkeit bot, einen Club zu eröffnen, wurde nicht lange gefackelt und aus dem Nichts entstand das "Lait Solaire" das von Ronny aka Soapespierre, Daniel aka Fauli, meinem Bruder Torsten aka SPUT und mir betrieben wurde. Das ganze Projekt überlebte 2 Jahre, dann kam eine Pause, bis der Club "Achtermai" eröffnete, wo ich seit 2000 einer der Residents bin.

2. Was hörst Du privat?
Ich bin immernoch glühender Fan von Depeche Mode, sonst konsumiere ich jede Form von Sound, vor allem Drum´n Bass und die ruhigeren Chill-Scapes, manchmal beschalle ich auch den einen oder anderen Chill Out und in letzter Zeit kann ich mich auch wieder für "richtige Gitarrenmusik" begeistern.

3. Deine erste Platte?
Als ich mir das erste Vinyl kaufte, stand zu Hause schon eine beträchtliche CD-Sammlung, aber "Discover your innerself" von den Arpeggiators war nur als "Schwarzes Gold" erhältlich. Naja, also wurde ein Plattenspieler gekauft und im Chemnitzer "KIOX" zugeschlagen. Und wenn man schon eine Schallplatte besitzt, ist der nächste Kauf nicht weit. Die Zahl der CD- Käufe nahm in dem Maß ab, wie die Vinyl-Käufe zunahmen, und wenn man schon jedes Wochenende sieht, wie die Scheiben aneinandergereiht werden, wird man natürlich neugierig. Also teilten mein Bruder und ich uns finanziell zwei Player und einen Mixer und dann gings los...der "klassische" Werdegang quasi...

4. Wie oft legst Du auf?
Mittlerweile erfreulich regelmäßig, mindestens einmal im Monat im Club "Achtermai" in Chemnitz, sonst eigentlich in ganz Deutschland, vorrangig natürlich Sachsen und Thüringen. Dort macht es einfach am meisten Spaß... Kurz: fast jedes Wochenende.

5. Was sagst Du zur Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der elektronischen Musik?
Ich bin sehr gespannt, ob und wohin sich der Sound entwickeln wird. Die Evolution ist in den letzten Jahren immer langsamer geworden. Es gab Zeiten, so zwischen ´95 und ´97, wo ich fast jede Woche einen neuen Sound entdeckt habe. Mittlerweile glaube ich, das die ganze Sache wiedermal in eine (die wievielte eigentlich?) kritische Phase gekommen ist, in der sich wieder die Spreu vom Weizen trennt, der Mitläufer vom Liebhaber der Musik, der Engagierte vom geldgeilen Trittbrett-Fahrer unterschieden wird. Der Markt spielt eine sehr große Rolle, da nützt auch kein "Underground"- Gebrüll was, jeder muß sehen, das genug zum Leben übrigbleibt. Der spießigste Spruch ist der realistischste:"Nur Qualität setzt sich (langfristig) durch".

6. Bist Du Deinem Stil treu geblieben oder ziehst Du bei Trends mit?
Ich beobachte die Szenerie! Meine redaktionelle Arbeit beim "Elektric"-Magazin gibt mir die Möglichkeit, mich mit den Künstlern auseinanderzusetzen und die neusten Sachen, die natürlich auch rezensiert werden müssen, direkt im Club zu testen. Was mir persönlich gefällt, kommt auf jedenfall ins Recordcase und wird auch gespielt, die Mischung machts halt. Ich hasse 5 stündige 4/4 Stahlgewitter. Ich versuche die Crowd eher auf eine Sinus-Kurve zu nehmen, wo der Energiepegel gleichmäßig pulsiert und nicht die ganze Zeit am Anschlag läuft! Es sollte auf jeden Fall von allem etwas enthalten sein. Electro, Techno, Drum´nBass... mal mit Gefühl, mal schneidend kalt. Emotionen spielen eine sehr große Rolle, natürlich immer abhängig vom Feedback aus der Menge.

7. Dein schönster bzw. außergewöhnlichster Gig?
Auch wenn's schon ein Stückchen her ist aber absolut unglaublich war ein 7h Set anläßlich des "Moonbeach"- Festivals 2000 im "Achtermai" auf einem der kleinen Floors, wo höchstens 20 Leute bis zum bitteren Ende nicht zum Aufhören zu bewegen waren. Oder vor kurzem am 18. Mai in der Dresdner Lohrmann-Straße, wo die "Plastix - Crew" ihr zweijähriges Jubiläum feierte, das Set war zwar auf eine Stunde beschränkt, aber das Feeling, das durch die große Hitze und die absolut frenetische und vor allem open minded Crowd aufkam, war einfach phantastisch. An dieser Stelle noch einmal BIG RESPECT nach Dresden!

8. Welcher Track ist für dich einen Klassiker?
Vainquer-Lyot (Maurizio Mix)... düster, brachial groovend, unerreicht!

Andrew, vielen Dank für deine sehr interessanten Antworten. Wir wünschen weiterhin viel Spaß und Erfolg bei deinen Auftritten

URL: www.achtermai.com
Booking: andrewelliot@genion.de

Ebay:
Andrew Elliot bei Ebay.De

Pitt Grosser/ Techno Online


Ältere Interviews von April - September 2001 September 2001 - Juli 2002 August - Juli 2003 Juli - Dezember 2003 Januar - Juni 2004

Poll
 
Techno - War früher alles besser?
ja
nein




© techno.de [ news@techno.de | contact ]