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news 2001: januar | februar | märz | april | mai | juni | juli | august | sept | okt | nov | dez

23.12.1999
moby Musik: Why Does My Heart Feel So Gold

Goldene Zeiten für MOBY: 350.000 verkaufte Singles von Why Does My Heart Feel So Bad lassen bei der Stuttgarter Tonträgerfirma Intercord noch einmal die Sektkorken knallen. Nach den Achtungserfolgen von Go, Everytime You Touch Me, James Bond Theme und Honey ist dies MOBYs erste Goldsingle in Deutschland. Der Künstler wird die Auszeichnung auf seiner für den Februar angekündigten Mini-Deutschlandtournee in Empfang nehmen. Die nächste Single aus seinem aktuellen Album Play wird Natural Blues sein und ab März 2000 in die Läden kommen.
Nächsten Tour Dates: 18.02. 2000, Düsseldorf Tor 3; 19.02. 2000, München, Babylon

Link: www.intercord.de
Link: www.mute.de


22.12.1999
UR Musik: Copy kills Music - Sony veröffentlicht skandalöses Underground Resistance-Plagiat (doch nicht)

Was wäre das Ende des Jahres 1999 ohne einen letzten handfesten Skandal im eh schon krisengeschüttelten Musikbusiness. Kurz vor Weihnachten gab es in den letzten zwei Wochen promt nochmal richtig hitzige Diskussionen und erhitzte Gemüter und das alles global umspannend worldwide.
Was war passiert? Über das Detroiter Kultlabel Underground Resistance und seine immense Bedeutung für den Techno der 90er Jahre muß an dieser Stelle nichts weiter Erklärendes geschrieben werden, lediglich erwähnt werden sollte die Politik des Labels, keine wie auch immer gearteten Zugeständnisse an Major Labels, die alle lediglich gewinnorientiert und im seltensten Falle auch im Sinne der Artists agieren, zu machen. (Leider will mir derzeit partout nicht einfallen, ob die "Bestof Underground Resistance" CD, die es um 1992 herum einmal kurz gab, nicht doch in Kooperation mit einem der verhassten Majors entstand...).
Egal, zurück nach 1999: DJ Rolando veröffentlicht vor etwa sieben Monaten auf der Knights Of The Underground EP den Track "Knights Of The Jaguar", auf den sich insbesondere in Deutschland mal wieder jeder einigen kann - ein kleiner Clubhit ist geboren. Natürlich dauert es nicht lange und die Majors stehen auf dem Parkett, denn Geld lockt. Sony glaubt sich dem Indie aus Detroit unerkannt nähern zu können, indem man erst einmal Discomania (die für den Vertrieb der Sony Clungeschichten auf Vinyl verantwortlich zeichnen) anweist, eine mögliche Lizensierung zu klären. Underground Resistance reagiert erwartungsgemäß NICHT, für jeden halbwegs Eingeweihten eine verständliche Reaktion und eigentlich auch für jeden anderen Menschen deutlich als Absage zu interpretieren. Nicht so für Sony. Munter nimmt man dies als Anstoß, einen eigenen RipOff des Tracks zu produzieren und so an den Autoren des Originaltracks vorbei, den zu erwartenden Gewinn noch weiter zu maximieren. Die absolut lächerliche Begründung für diesen Ideenklau, der sonst von der Musikindustrie selber, wo es nur geht, als Bootlegging verdammt und dämonisiert wird, liefert der Sony A&R Dirk Dreyer mit dem folgenden Satz: "As we don't want to be seen as guys who rip off or bootleg a well known track, we have chosen the way of rerecording the track tone by tone.". Schön die Ideen und gleich noch den halben Namen dazu klauen, das Ganze dann auf niederem Niveau nachspielen. Ist doch nicht Schlimmes bei. Warum also der Ganze Wirbel? schien sich der Mann tatsächlich zu fragen! Antworten hat er dann alerdings mehr bekommen, als ihm lieb gewesen sein kann. Semiprofessionelle Musikenthusiasten mußten dem begriffstutzigen A&R, der eigentlich von Berufs wegen am besten zwischen Recht und Unrecht unterscheiden sollen könnte, mit Aufklärung zu Moral, Urheberechten und gutem Ton zur Seite stehen, bis dieser sich gönnerhaft zu einer Reaktion herabließ, die nachwievor die Sony als jedem Zweifel erhaben dastehen läßt. Mad Mike und Underground Resistance hätten schließlich nicht reagiert und überhaupt wären Sony- und UR-Käufer ja generell zwei ganz verschiedene Völkchen. Man sieht sich nachwievor im Recht, zeigt sich auch überzeugt, daß nun ein anderer Major den Wirbel für ähnlich unhehre Zwecke nutzen werde, man selber aber den guten Kontakt zum Underground, den man ja auch unterstütze, nicht verlieren wolle. Die Gutmenschen! Haben doch glatt vergessen, eine Erklärung nachzuliefern, warum man erst einen Bootleg als Vinylpromo auf den Markt wirft und sich dann erst mit einem Lizensierungs- (nicht Nachspiel-)wunsch an den Künstler und dessen Label wendet, wenn man doch eigentlich nur freundschaftliche Absichten hegt.
Unter untenstehender URL gibt es den Originaltrack von DJ Rolando als RealAudio, vor billigem Nachspielen wird gewarnt ;-)

Link: www.submerge.com/real_audio/UR-049.ram


19.12.1999
Internet: Hamstern und Mobbing bei Domains

Das Leute gern Domains andere Leute und Firmen besetzen ist seit 1995 bekannt und Praxis. In der "Techno-Szene" ist die Loveparade immer wieder beliebtes Ziel von Leuten, die von Markenrechten noch nie etwas gehört haben. Nicht anders ist zu erklären, warum die Anmelder es immer wieder versuchen, sich am Namen "Loveparade" zu bereichern. Nicht mit Geld, aber mit Klicks.
Bereits seit vielen Monaten versuchen es folgende Domains:
loveparade-nrw.de, lovepara.de, loveparade2000.de, loveparade-2000.de, loveparade99.de, liebesparade.de

Bei den Domain-Hamstern sind neu hinzugekommen:
loveparade-berlin.de, loveparadeberlin.de, loveparade-live.de, loveparadetv.de, loveparade-tv.de, loveparade-online.de

Allen wird demnächst schnell klar werden, dass sie auf Dauer keine Chance haben. Wir haben hier lediglich Deutschland als Beispiel gewählt, würden wir diese Liste weltweit führen wären die Adressen um einiges zahlreicher.

Link: www.techno.de/arena...


16.12.1999
arte TV: Freitag, 17. Dezember bei "Tracks" auf Arte: Tangerine Dream

Seit über dreißig Jahren sind die Berliner Tangerine Dream (mittlerweile allerdings nur noch in sehr abgespeckter Besetzung: Klaus Schultze & Sohnemann) im Musikbusiness aktiv, erst vor knapp einem halben Jahr ging ihre letzte Welt-Tournee zuEnde. Auf renommierten Techno-Labels wie etwa Fax, der Spielwiese Pete Namlocks, veröffentlichte man bereits und vor drei Jahren erschien eine Album mit Remixes zeitgenössischer Produzenten elektronischer Musik. Vor allem aber die Soundtrack-Arbeiten sind es, die Tangerine Dream für die anspruchsvollen Hörer im dritten Jahrzehnt ihres Bestehens noch immer interessant machen. Die Amerikaner hingegen lieben sowohl die alten, damals noch beinahe revolutionären Werke, wie auch die letzten paar Alben, die eher als Meilensteine der gepflegten Langeweile anzusehen sind. Der "Tracks"-Report wird einen Bogen schlagen von den Anfangszeiten der Band zum heutigen Tingeltangel und sicher dem Techno-Opa Schultze auch die Gretchenfrage zum Thema Innovation stellen.

Link: www.arte-tv.com


15.12.1999
lopez Musik: Viel Lärm um Nichts (Trance-DJ Lopez macht mal Pause)

Er hat es ja bereits seit Monaten immer wieder nebulös umschrieben angekündigt und im November mit der "offiziellen" Namensänderung (neue E-Mail-Adresse, mehr ist bei uns nicht angekommen) Ernst/einen Anfang gemacht.
Marcos Lopez, Berliner Ex-Techno-, jetzt Trance- & Goa-DJ, Moderator bei Radio Fritz und jeweils eine Hälfte der Superstition-Projekte Marmion (mit Mijk van Dijk) und The Sun and the Moon, heißt fortan "Darshan". Hört sich eher nach ein paar Löschblättern zuviel an, aber er meint es offensichtlich ernst: Nur noch von Name Darshan M. Lopez kündeten fortan offizielle Kommunikationsschreiben. Im letzten Anschreiben diesr Art dann die große Verkündigung zum Ende des Millenniums: "Bisher war das Leben eine wilde Party, 13 Jahre lang. Nun verlasse ich Berlin und dieses Land um mich einer Kommune in einem anderen Teil der Welt anzuschließen". Als nächsten ist von der Beendigung der DJ-Karriere ("als Marcos Lopez") die Rede und wir ahnen bereits, so endgültig ist das Ganze dann wohl doch nicht. Soll wohl aber so aussehen. Der Rückzug soll in drei Stufen vollzogen werden: Schritt 1: die letzte Radioshow am 17. Dezember im 8-Stunden-Nonstop-Livemix. Schritt 2 & 3: Die jeweiligen Sets bei den Berliner Sylvesterparties der Veranstalter MFS Records "2000 Jahre Berlin" und "Classic Dance Trax" (No UFOs). Mit (Zitat:) "Thank you! Thank You! Thank You!" verabschiedet sich Marcos Lopez überschwenglich und pathtisch ein letztes Mal und entschwindet als Darshan in fremde Sphären. Zurück bleiben trauernde Fans, die nie wieder... Alles Quatsch! Tatsache ist eher: Marcos Lopez macht 6 Monate Urlaub in Costa Rica und ist ab dem Sommer wieder regulär und wie gehabt über MFS Records zu buchen.
Wir fahren ja alle gerne mal in den Urlaub aber so viel Wind darum hat vorher garantiert noch keiner gemacht... Mehr zum Thema Ex-Marcos Lopez auf unserer Site unter untenstehender URL.

Link: www.techno.de/news/artist/artist-lopez1


14.12.1999
20to2000 Musik: Elektronische Kozept-Musikreihe feiert letztes Release mit allen Künstlern

Das Ausnahme-Label Raster-Noton, vor einiger Zeit aus beiden Labels (Rastermusic und Noton) fusioniert und musikalisch, wenn überhaupt, dann noch am ehesten mit den Outputs des finnischen Sähkö vergleichbar, veröffentlicht seit 12 Monaten jeden Monate eine 20-minütige 3"-Maxi-CD in einem wunderschön-futuristischen Plastik-Case, auf der jeweils ein Künstler zeitgenössischer elektronischer Musik seine Vision zu den letzten 20 Minuten des Jahrhunderts musikalisch manifestiert hat. Gespannt sind wir alle schon auf das mysteriöse "Magnet-Modul", das alle 13 Boxen zu einer Einheit verbinden soll, der richtige Hammer allerdings war die Ankündigung, alle Musiker würden sich noch vor dem Jahreswechsel in Berlin einfinden, um Ihre Komposition livehaftig vorzustellen.
Am 14. Dezember nun ist es tatsächlich soweit: in der Berliner Volksbühne hat man die einmalige Möglichkeit hochkarätige Musiker aus beinahe "aller Welt" live zu erleben, die Sensation wäre das tatsächliche Erscheinen von Elph, ein Projekt hinter dem die Musiker Peter Christopherson und John Balance stehen, die in Projekten wie Throbbing Gristle, ZosKia, Psychick TV und Coil den Werdegang der elektronischen Musik der letzten zwanzig Jahre ganz entscheidend mitgeprägt haben. Der letzte Coil-Auftritt (deren Mailing-Liste mehr Verkehr zu verzeichnen hat als etwa die der Rolling Stones und ähnlicher Stadiumbands) liegt schon etwa fünfzehn Jahre zurück und sollte die finale Zusage der beiden tatsächlich erfolgen, haben sich sogar Fans aus den USA und Japan angesagt! Selbst wenn es dazu nicht kommen sollte, sind neben diverser Projekten der Raster/Noton Labelowner solch hochkarätige Artists wie PanSonic, Scanner, Wolfgang Voigt und Thomas Brinkmann und Ryoji Ikeda mehr als ein Grund, sich diese einmalige Spektakel nicht entgehen zu lassen. Das gesamte Event wird übrigens im Web von der Internationalen Stadt live übertragen, die URL findet Ihr untenstehend.
Eine bessere Möglichkeit, sich noch in diesem jahrhundert einen Überblick über den derzeitigen Stand von Techno jenseits von Hardcore, Progressive und Trance zu machen werdet Ihr wohl kaum mehr geboten bekommen, also entweder hingehen oder beim Web Broadcast einloggen!

Link: www.raster-noton.de/liveframe
Link: www.raster-noton.de/catalog/2000/2000
Link: http://orang.orang.de


12.12.1999
bowie Sonstiges: Bowie - Einer der es wissen muß zum Thema Drogen

Als Reaktion auf die fragwürdigen Pro-Heroin-Äußerungen des Rolling Stones-Zombies Keith Richard [siehe news 11/99] vor einigen Wochen, hat sich nun ein weiterer Heroe der Vätergeneration zu Wort gemeldet, der ebenfalls bekanntermaßen für lange Zeit Bewußtseinerweiterung und Zudröhnen bis zum Anschlag nicht abgeneigt war, in den 80er Jahren sogar seinen Wohnsitz nach Berlin verlegte, da man in der Mauerstadt dem Drogenkosum am hemmungslosesten und in bester Gesellschaft anderer Stars & Celebrities fröhnen konnte.
David Bowie gibt freimütig zu, ähnlich Keith Richard, von allem und jedem gerne und oft auch in Übermaßen konsumiert zu haben. Allerdings, so räumt er ein, leide er noch heute an den Nachwirkungen und Langzeitschäden. Vor allem Kokain hätte bei ihm schwere bleibende emotionale Schäden verursacht und sein Gedächtnis ("mein Gehirn ähnelt nach all den Jahren noch am ehesten einem Schweizer Käse") für immer beeinträchtigt. Erst nach jahrelanger Abstinenz sei es mit ihm wieder bergaufgegangen, mittlerweile fühle er sich rundum wohl und glücklich. Was man dem für sein Alter wirklich makellos aussehenden Sänger, der mit seinen Drum'n'Bass-Experiementen auf dem vorletzten Album sogar kurzzeitig auch wieder Thema für die MTV- und Viva-Zielgruppe unter 20 war, auch durchaus ansieht!
 man hingegen von Keith Richard kaum behaupten kann, der sieht heute eher aus wie hundert und noch immer ist es uns ein Rätsel, was das damals gerade einmal 14-jährige One-Hit-Wonder Mandy ("I Can't Wait") dazu bewogen haben mag, zu dem welken Junkie ins Bett zu steigen und sich gar von ihm ehelichen zu lassen (seinerseits um der Klage wegen Verführung Miderjähriger zuvorzukommen!).

Link: www.davidbowie.com


11.12.1999
videodrom Party: Benfiz-Maschinerie für weltbekannten Berliner Videostore angelaufen

Ende letzten Monates hatten wir bereits über die Schließung der Berliner Special Interest Videothek "Videodrom" berichtet [siehe news 11/99]. Mittlerweile haben die Betreiber von allen Seiten Rückendeckung bekommen: Regisseure, Schauspieler und Musiker aus dem In- und Ausland solidarisierten sich, die Presse steht geschlossen hinter den Betreibern (Specials und Features in der Süddeutschen, Junge Welt, FAZ, Welt sowie allen Berliner Blättern wie Tagesspiegel, Zitty, Morgenpost, Tagesspiegl, TAZ, Tip u.v.a.) und die ersten Benfizparties stehen bereits an diesem Wochenende in Berlin an. Am 13. Dezember gibt sich im WMF-Club die Creme der House-Szene die Nadel in die Hand, darunter Clé, Dixon, Mitja Prinz, Jazzanova, Highfish & Diringer, Mitch und noch einige mehr, optisch unterstützt von den Licht- und Videospezialisten Vanish RGB (Mayday, Love Parade...). Schon am darauffolgenden Tag ist die letzte Bastion, in der die E-Werk-Crew im letzten Jahr Zuflucht gefunden hatte, Schauplatz für den Benefiz-Techno/Hard Edged/LoungeDJ-Marathon. Im Columbiafritz legen dann nicht weniger als fünfzehn (!) DJs auf, darunter Superstars wie Mijk van Dijk und Alec Empire, die gesamte Hard Edged-Crew um De:Bug-Herausgeber DJ Bleed, dazu SteroDeluxe, Bomb20 von Digital Hardcore Recordings undundund. So macht Support Spaß!
Wer noch ein bißchen mehr gegen Zensur und für freies Denken und ganz im speziellen für das moemntan aus vierzehn kurz- oder langfristig Arbeitslosen bestehende Unternehmen "Videodrom" tun möchte: die URL zum Spendenkonto untenstehend als Link!

Link: www.videodrom.com/actions.htm
Link: www.videodrom.com/spenden.htm


10.12.1999
raveonsnow Radio: Rave on Snow @ Sonix at The Net

Für alle Daheimgebliebenen Pistenhasen und Gipfel-Bunnies, denen entweder die Anmeldgebühren zu hoch, die Parties zu heiß oder der Urlaub nicht genehmigt sind, bietet das Internet-Radio Sonix.de zumindest audiovisuell die Möglichkeit aus zweiter Hand an dem Geschehen auf dem Schattberg jenseits der 2000er-Grenze teilzunehmen.

Link: www.sonix.de


10.12.1999
Internet: Morgen letzter Gro§rave des Jahres: Innercity in Amsterdam

Hollands großer Non-Gabber-Rave des Jahres, die Innercity in den Amsterdamer Rai-Hallen, stellen wir Euch ausführlich in unserem Innercity-Special vor, wer nicht dabeisein kann, besucht die Pages von Veranstalter ID&T auf denen die Party vom ersten Ton bis zur letzten Minute live übertragen wird. 3 Kameras sind jeweils in einer der drei Hallen installiert, drei weitere mit mobilen Teams unterwegs, die Euch Bilder von Tänzern auf den Floors und Interviews mit Veranstaltern, DJs und Live Acts auf den Bildschirm schicken. Die Streams liegen am Abend ab 18 Uhr bis neun in der Frühe in drei Übertragungsqualitäten für jeweils Kabel, ISDN und 28k8 auf der Innercity Homepage für Euch bereit. ISDN-Nutzer können sich auf der Site jetzt schon mit einem 7-Minuten-Film von der Innercity des Vorjahres einen Vorgeschmack daruf holen, was die Netz-Übertragung am Abend der Party bereithalten wird. Alles was Ihr jetzt noch braucht, ist die Gratis-Software Real Audio/Video Player und einer unterhaltsamen Nacht mit Jeff Mills, Richie Hawtin, Acid Junkies, Dave Clarke und vielen anderen steht nichts mehr im Wege!

Link: www.innercity.nl
Link: www.techno.de/party/innercity99


09.12.1999
radio1 Radio: Anspruch & Innovation beim Berliner RADIO EINS

Die Crew um Produzentenlegende Thomas Fehlmann (Palais Schaumburg, The Orb) und Gudrun Gut (Malaria, Matador), die beide seit beinahe zwanzig Jahren fest im Berliner Musik-Underground verwurzelt sind, sorgen beim Berliner Radiosender Radio Eins seit nun schon über einem Jahr für die nötige Portion Aufklärung in Sachen Elektronischer Musik. In Ihrer Sendung "Ocean Club Radio" stellen die beiden neue Releases neben Klassikern (Musica Obscura aus den letzten vier Jahrzehnten!) vor, Ex-Bunker Managerin Jaculin erzählt von ihrem aufregenden Leben als Meerjungfrau, Wolfgang Bethkes Hörspiele erfahren in jeder Woche eine Fortsetzung und Sun Electric liefern neben den beiden DJs Chica Paula & MV Megusta (die eine Hälfte von Martini Brös und Artist Unknown) die nötige musikalische Untermalung.
Zuerst noch ein Gast beim Ocean Club Radio, hat nun Daniel Miller, legendärer Chef von London's Mute Records (Depeche Mode, Fortran 5, Erasure, Moby, Richie Hawtin...) seine eigene Show, in der der Mann, der schon 1981 seine erste vollelektronische Single (The Normal "Warm Leatherette") veröffentlichte, der als One-Man-Teenie-Hitband (Silicon Teens) vier Singles und ein Album in den Charts plazieren konnte und dessen Label alle Katastrophen der englischen Musikindustrie Ende der 80er locker umschiffte, uns an seinem umfassenden Wissen teilhaben läßt und immer wieder neue musikalische Perlen und Überraschungen auf Lager hat. Tipp!

Link: www.radioeins.de/sendungen/elektro_beats/miller_hour
Link: www.radioeins.de/sendungen/ocean_club_radio


07.12.1999
hool Musik: Wankers on Joysticks

Einigen schlauen Zeitgenossen wird aufgefallen sein, daß die Werbekampagne für's neue PC/Playstation-Game "GTA 2", sich auffŠllig mit dem Coverartwork der aktuellen Da Hool-Maxi "Wankers On Duty" schmückt. Doch keine Angst, hier liegt kein billiges Abkupfern vor, der Titeltrack der neuen Single ist tatsächlich zum Title Theme des Games auserkoren worden. Und weil gestern Nikolaus war, könnt Ihr auch was gewinnen, und zwar wenn Ihr an untenstehende Adresse eine Mail schreibt (Betreff/Subject: DA HOOL), in der Ihr der spendablen Plattenfirma mitteilt, wie der Maxi-Titel, von Euch ins Deutsche übersetzt lauten würde.
Verlost werden übrigens 1mal das Game für PC, 3 Shirts zu Platte und Game und 3mal die Maxi-CD mit wertvoller Unterschrift zum Angeben!

Contact: gewinnspiel@bmg.de
Link: www.bmg.de/de/artists/stars/03315/


06.12.1999
sex Internet: Musik wichtiger als Sex!

Damit hätte wirklich keiner gerechnet: zwar hatte MP3 als Eingabe bei den Suchmaschinen im Internet an Häufigkeit in den letzten Monaten schon rapide zugenommen und war dem bisherigen Spitzenhalter "Sex" aud die nächstniedrige Position gefolgt, daß der König Sex allerdings einmal abdanken müßte um seinem Vize die Führung zu übergeben, so geschehen in dieser Woche - es geschehen halt doch noch Wunder!
Searchterms.com Publizieren jeden Monate eine Top100-Liste aller eingegebenen Suchkommandos. In die Top Ten war zuvor kein menschliches Wesen vorgedrungen, nun schaffte die 18-jährige Britney Spears es mit Anhieb auf Platz 8. Sicherlich auch deshalb, weil die um nur ein Wort erweiterte Suche nach ihrem Namen ("Britney Spears naked") ebenso in der Liste vertreten ist...

Link: www.searchterms.com


05.12.1999
vandyk Musik: 1999 - Das Paul van Dyk-Jahr

1999 (übrigens auch der Titel seines Lieblingstracks/Binary Finary der letzten Jahre) ist definitiv SEIN Jahr! Nie war Paul van Dyk präsenter, nie populärer und das mittlerweile auf dem gesamten Globus.
Nachdem der Herzensbrecher (der tatsächlich erst vier Freundinnen hatte) seine langjährige Verlobte Natasha Anfang letzten Monats nach fünf Jahren Probezeit in Mexiko ehelichte, blieben gerade einmal ein paar Tage für den Honeymoon, bevor Paul wieder nahtlos begann, seine Verpflichtungen seinen Fans gegenüber einzulösen. Gegenwärtig befindet er sich nun also mal wieder auf US-Tour, die ihn nach Austin, Washington, Fort Lauderdale, Atlanta und New York führen wird, bevor er sich nach einem Abstecher im Technoclub Frankfurt am 17. Dezember wieder seiner Homebase in Berlin widmet. In Sachen PvD-Euphorie kaum mehr zu schlagen sind allerdings die Engländer/innen. Im Sheffielder Gatecrasher Club (dessen Crowd, die selbst so betitelten "Cyberkids" mit Future Gear und Space Hair-/Make Up, ungeschlagen die feierwütigste im gesamten United Kingdom ist) campieren die Kids schon zehn Stunden vorher vor dem Gebäude, das das Corporate Design-Team von Designers Republic in den zumindest von außen angeschaut bestaussehendsten Club der Welt verwandelt hat. Betritt Paul dort erst einmal den Platz an den Reglern, gibt es kein Halten mehr: in gebrochenem Deutsch verfasste Transparente werden entrollt, selbstgemalte T-Shirts präsentiert, stolz im Einklang mit ihrem Lieblings-DJ der Verzicht auf Drogen propagiert und reravet was das Zeug hält. Der Laden dürfte so ziemlich der einzige der Welt sein, in dem sich die Gäste ihren DJ selbst als Resident ins Programm gebettelt und -gefleht haben.
Im tonangebenden Dance-Blatt MixMag ist Paul gerade zum "Man of the Year" und "2nd Best DJ" gekürt worden und sein Track "Another Way" zum "Number 1 Top Tune"; den Titel "International Best DJ" räumte er gleich zweimal in diesem Jahr, nämlich bei den Muzik DJ Awards und dem Jahresentscheid des Ministry of Sound Magazines, ab, und -last not least - stieg die aktuelle Single Another Way auf Platz 13 in die aktuellen englischen Sales-Charts ein!
Bei uns in Deutschland hält sich ebengenanntes Release bereits seit fünf Wochen auf Platz 1 der Dance Charts, bei Raveline belegt die Maxi derzeit den Titel "Trance Single of the Month" und wenn Ihr Paul auch im TV zu noch mehr Airplay als ohnhin schon verhelfen wollt, solltet Ihr Euch auch in dieser Woche wieder bei MTV Klicklist beteiligen, um Paul's dortige Konkurrenten Boyzone, Metallica, Roh und Kung Fu auf die hinteren Plätze zu verweisen.
Unter untenstehender Adresse katapultiert Ihr Paul in die MTV-Rotation, ein Link zum aktuellen Videoclip zu "Avenue" liegt dort ebenfalls bereit.

Link: www.mtv-home.de/klicklist/
Link: www.paul-van-dyk.de/


05.12.1999
TOTP Magazine: Kaum im TV etabliert, will Top Of The Pops nun auch als Magazin an den Kiosk

Mit dem Moderatoren-Rotationsprinzip ist die samstägliche Charts-Show, die die dümmliche Jenny Elvers anfangs recht zielstrebig ins quotentechnische Abseits zu steuern begann, ja noch einmal vom Fleck gekommen und hat sich neben Bravo TV als Weekend Regular bei der angepeilten Zielgruppe etabliert.
Nun ist in der dieswöchigen Sendung mit Moby auch mal ein ernstzunehmender Techno Artist zu Gast, da kann man auch nicht meckern.
Ansonsten ist es mit dem Anspruch der Sendung bekanntermaßen ja nicht so weit her. Die meisten deutschen Teenies merken doch nicht einmal, daß sie mit den internationalen Stargästen ganz gut verarscht werden, denn die treten natürlich nicht hier im popeligen Deutschland auf, die Aufzeichnungen der "Live" Auftritte in der Originalshow in London werden mal eben zwischen Oli P. und Christian Wunderlich reingeschnitten, merkt ja eh keiner.
Demnächst wird sich zeigen, ob die Macher und ihre Vermarkter nicht doch zu früh zu den Sternen greifen, denn schon zu Beginn des neuen Jahres soll eine Top of the Pops-Printausgabe lanciert werden, Untertitel: "Das offizielle Mgazin für 14-19 jährige musikbegeistere Jugendliche". Wir erinnern uns an einen ähnlichen Zeitschriften-Vorstoß vom Musiksender MTV mit ihrem grottenschlechten, sowas-von-uninteressanten Versuch, uns auch noch zu belästigen, wenn wir endlich mal den Ausschaltknopf am Fernseher gefunden haben. Näheres zu all dem, wenn's soweit ist, hier!

Link: www.rtl.de


04.12.1999
moby TV: Moby hits the Charts!

Eben erst hat der hyperaktive Tausendsassa Moby, der sich selbst gerne liebevoll als "kleiner Idiot" tituliert, Deutschland wieder verlassen, wo er im Rahmen seiner aktuellen World-Tour zum Album "Play" in ausgewählten Städten in völlig ausverkauften Häusern die Crowd rockte. Pünktlich zu den Europa-Dates erschien hierzulande dann auch die vierte Auskopplung, das wundervolle "Why Does My Heart Feel So Bad?", das schon auf dem Album eindeutig alle darauf enthaltenen Highlights anführte.
Eine Spitzenposition von Platz 14 in der dritten Woche in den offiziellen deutschen Charts war die Belohnung für die einmalige Arbeit , die der New Yorker auf den Bühnen geleistet hat. Für die dieswöchige Top of the Pops-Sendung legt er auf seiner immer noch andauernden Tour, die ihn derzeit durch Neuseeland und Australien führt, einen Day-Off ein, fliegt gen Europa und präsentiert den Track am Samstag, den 4. Dezember auf der Top of The Pops-Bühne (hoffentlich) "live" bei RTL!
Für die nächste Single ist uns dann allen zu wünschen, daß solch schlimme Ausrutscher wie die beiden Maxi-Remixes (ATB & Ferry Corsten Mix) nicht mehr vorkommen. Der einzig erträgliche Mix (Subsonic Legacy Mix) war lediglich ein CD-Bonus, auf den man somit in den Clubs vergeblich warten wird!

Link: www.moby.org


02.12.1999
dakar Musik: Deutsches Electrosexfunk-Duo Thema Nr. 1 in Englands Musikpresse

Der erste Longplayer des Disko B Acts Dakar & Grinser steht noch nicht in den Läden (V.Ö. Anfang Dezember) da überschlägt sich die englische Musikpresse, die sonst wahrlich nicht dafür bekannt ist, sich auch einmal gerne oder gar positiv anderen musikalischen Themen, als denen im eigenen Land zu widmen, bereits mit Lobhuldigungen in den höchsten Tönen! Im dienstältesten Blatt, dem "New Musical Express", findet die erste Auskopplung "Take Me Naked" (mit Remixes von Gerhard Potuznik und Zombie Nation) sich gar als Single der Woche und auch andere relevante Blätter wie Melody Maker, Flipside und The Face sparen nicht mit Komplimenten und Superlativen, sei es in Reviews des Debütalbums "Are You Really Satisfied" oder in ganzseitigen Features über die beiden Münchner. Vom Erfolg angestachelt, begeben sich die beiden nach der Record Releaseparty in ihrer Homebase Ultraschall nun auch endlich auf Clubtour, deren erster Teil sie unter anderem auch nach München, Barcelona, Hamburg und Berlin führen wird. In letztgenannter Stadt werden sie übrigens ihr Weltdebüt als Live-Act geben. Der dortige Club, das WMF, könnte sich gar nicht besser dafür eignen, schließlich ließen hier in den letzten Monaten schon beinahe sämtliche Labelkollegen, von Chicks on Speed über Artists Unknown bis hin zu Zombie Nation ihre Live Sounds aufs begeisterte Publikum los. Eine Rezension des aktuellen Albums findet Ihr in unserer Review-Rubrik, die kompletten Livedates auf unseren Partyseiten!

Link: www.diskob.com
Link: Album-Review


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