...genetic evolution got brains up to the point where they were complicated enough to start developing language, developing culture, and that enabled a new kind of evolution to start.
Peter Ziegelmeier 42
Octavia Veeder 24
Ariane 29
Goa Gil 43
KODE IV
KODE IV
There has been a kind of take off, and it runs a lot faster than genetic evolution. After a few centuries of this cultural evolution, a few millenia of this cultural evolution, brains started to develope artifacts so complicated, computers I`m talking about, that they themselves were potentially capable of yet another take off point, and that`s maybe what we`re now about to see, there will maybe be yet another kind of cultural evolution which leaves humans out or which ultimately leaves humans out. I suppose this is yet another blow to our vanity if finally we become superfluous to civilization.
Programs that are now beginning to simulate minds. But they may go further than that, some researchers imagine a day when computer programs will create their own successors, the computer, our brainchild, may then head off on yet another evolutionary path. The journey that began with DNA is leading to unexpected destination.
unknown scientist on television 1994
Peter Ziegelmaier ist der musikalische Kopf hinter KODE IV, einer Gruppe, die seit dem Tod von Gründungsmitglied Hans Schiller umstrukturiert werden mußte und jetzt neben Peter und Goa Gil, einer der musikalischen Entdecker Goas, auch eine Trommlerin und eine Tänzerin auf die Bühne bringt. 1994 veröffentlichten Kode IV "Dissolve", eine 12", die Hans Schiller gewidmet war und von Mark Gage (Vapourspace) geremixt wurde. Aus der ursprünglichen Mischung aus Industrial mit cut-up-Sounds ist eine durchgängige, streckenweise auf der Stelle tretende, sehr stark Goa-orientierte Musik geworden, die in ihren besten Momenten wie die statische Aufladung vor einem Gewitter klingt.
- Was fasziniert euch an Elektronik?
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GG: Das ist eine Reflexion der Zeit, in der wir leben. Musik wurde schon immer für die verschiedensten Zwecke genutzt. Und einer davon war immer, einen Kommentar zum Zeitgeschehen zu geben. Und ich glaube, daß das mit "Silicon Civilization" sehr gut funktioniert hat.
PZ: Es ist immer eine Frage, wie Menschen die Technologie einsetzen. Wenn Technologie um ihrer selbst willen bewundert wird, ist das nicht richtig. Eine Auseinandersetzung mit dem Thema ist unbedingt notwendig. Der Einfluß, den die Technologie auf uns hat, ist nichts schlimmes, man darf ihn nur nicht zu nah an sich herankommen lassen. Wie viele andere Leute auch, versuchen wir, ein Gleichgewicht zu finden.
- Durch den Text auf der CD entsteht der Eindruck, daß sich hier eine neue Zivilisation manifestiert.
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PZ: Ich habe den Typ aus dem Fernseher aufgenommen, und als wir ihn dann im Studio gehört haben, waren wir schon ziemlich verstört. Er spricht von "take off points" der Generationen, wie sich seit Tausenden von Jahren Intelligenz entwickelt hat, und wo jetzt der Punkt erreicht ist, an dem Computer intelligent werden. Er macht das alles so überzeugend, daß er damit die ultimative Angst der Menschheit ausdrückt.
GG: Das ist ein mögliches Szenario von vielen. Es ist gut, den Leuten alle Möglichkeiten zu zeigen.
- Und was ist euer Anspruch bei KODE IV?
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GG: Wir können den Leuten Bilder in den Kopf setzen. Mit diesem Album hatten wir das Konzept, ein Folge von Bildern zu malen. Wenn das eine Geschichte ist, dann erzählen wir eine.
- Wie kommt ihr zu euren Tracks? Durch Samples oder beim Auflegen?
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GG: Nein. Wir erarbeiten Melodien, Basslines oder Rhythmen von Anfang an selber und zusammen.
PZ: Bei der letzten Platte, "Insane" war alles auf den Samples aufgebaut, mehr wie ein Hörspiel. Ich war damals eben erst nach Amerika gegangen und so sind die ganzen Eindrücke in Bruchstücken auf mich eingeprasselt. So war das ganze mehr "DADA-Elektronik". Das hat mich nicht so richtig zufrieden gelassen, ich wollte mehr zu einer musikalischen Form zurück. Das ganze reicher und besser ausgearbeitet präsentieren. Denn Sampling kann auf die Dauer in eine Sackgasse führen.
- Wie lange machst Du Musik?
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PZ: Die ersten Aufnahmen hab ich 1982 gemacht.
GG: Ich habe früher Gitarre gespielt in einer Band auf der Junior-Highschool, mit 13.
- Wie wichtig war Euch, daß die Tracks tanzbar sind?
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PZ: Wir haben sehr darauf geachtet, obwohl auch reine Ambienttracks auf der Platte sind. Aber Gil ist eben auch DJ und will die Sachen spielen, damit die Leute tanzen.
GG: Mit einem Album kann man zwischen Ambient und Dance sehr verschiedene Stimmungen ansprechen. Es wäre verschenkt gewesen, wenn die Platte sich angehört hätte wie eine Ansammlung von Maxis.
- Arbeitet ihr mit DATs, um Studio-Material mitzuschneiden & zu resamplen?
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PZ: Wir arrangieren die Sachen, wenn wir live spielen und nehmen auch sehr viel digitales wie analoges Equipment mit. Also können wir uns frei aussuchen, was wir dann mit dem Material machen. Ariane und Gil spielen außerdem noch Drums dazu.
- Was heißt Kode IV?
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GG: Vier ist eine der grundlegenden Nummern im Universum. Es gibt vier Elemente, vier Windrichtungen, vier Jahreszeiten. Und Code als Geheimschrift. Den Rest kannst Du dir selbst zurechtdenken. Der Name entstand, als Hans noch lebte. Da waren wir noch zu viert. Das sind wir jetzt mit Octavia und Ariane auch wieder.
Goa Gil erzählt detailliert die Geschichte eines alten indischen Glaubens, nach dem es vier Erdzeitalter gibt, die periodisch auftreten. In jeder Periode verliert die Menschheit mehr und mehr die Fähigkeit, mit den Göttern zu kommunizieren, aber immer mehr untereinander. Wir befinden uns nach dieser Theorie im vierten Abschnitt, der als "Auflösung" bezeichnet wird. Daran anschließen wird sich die Zeit der "Wahrheit".
GG: Wir versuchen, die Leute übers Tanzen zum Nachdenken zu kriegen, sozusagen
als aktive Meditation.
So wie Hochleistungssportler irgendwann aufhören, zu denken und eins mit ihrem Körper werden, kann man das auch beim Tanzen. Aber das ist nichts neues, die ersten Menschen haben schon getanzt. Das ist eine von meinen vielen Geschichten (lacht).

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