Jungle in Deutschland

In Köln gibt es mehrere neue Soundsystems, die mit diversen Partys im Rhenania oder anderen Undergroundlocations für noch mehr Bewegung sorgen. In Berlin hatten wir leider einige vergessen. Das Elephant Sound System, die mit ihren vier Decks und Effektmischern einen ganz anderen Weg gehen, der nicht so Ragga gerichtet ist wie man vielleicht bei so einem Setup denken mag. Sebel, Apollo und Safari FX sorgen mit ihren Partys im Toaster und anderen Locations für einigen Aufruhr, und ihre Mixtechniken sind in Deutschland ziemlich einzigartig.
Die Hallucinas Crew, eine Gruppe von Sprayern um L Cap 1, Jamie White & Philly Phil tauchen mittlerweile auf sämtlichen Partys als MCs auf und legen manchmal auch auf ihren eigenen Partys auf. CGB 1 organisiert manchmal Parties im Toaster und Mike und Rescue organisieren während der Love Parade, am Samstag eines der drei größeren Jungle Events. "Steppas Convention" in der Inselstr. 9a, mit Swan-E, Dopey Tobi und Jonathan aus Mannheim, Ruffi Storm aus Wuppertal, Funky Drummer Alex aus dem legendären Vibration und MC Spellmaster aus Heidelberg.
Bass Dee, der wohl einzige in ganz Deutschland mit einer steady Jungle Radiosendung (KissFM), organisiert gleich über das ganze Wochenende alle Tage der Parade eine Party im Blumenladen, "Mörderische Liebe", auf der DJs aus ganz Deutschland auflegen werden, um die Stärke der Junglemassive zu zeigen. Dabei unter anderem: Dagmar Da Mördarin, DJ Bleed, Original Aki und X-Plorer aus Köln, Ruff Cuts aus Hamburg, State Of Riot's Empee, Joko, C-Can und tobestar aus München, Maat von NTT, Cattac aus Münster, BassDee, Feed, Boom, Metro, Apollo, Sebel und CGR aus Berlin und noch diverse andere Posses. Und zustzlich machen noch Downbeat, die sich wohl mittlerweile von Juri getrennt haben, am 8ten eine S.O.U.R. meets Downbeat Party mit MC Det, Gunsmoke, Uk Apache, Elisabeth Troy, Shy FX, T Power, DJ Darkfader, DJ Trace und von der Downbeat Posse Säbel, Barney Milla, BassDee, Apollo, Rankin D. Das ganze findet im Yaam statt, Berlins chilligstem Ragga Openair Club, der mittlerweile ab und zu Jungle featured. Jetzt aber zu den restlichen Städten.

Hamburg
Die Szene in Hamburg, die eigentlich zum gößten Teil aus zwei Leuten besteht, den Ruff Cuts, Dominik und Alex, steckt zur Zeit ein bißchen in der Krise. Nachdem sie mit monatlichen Partys im Marquee angefangen hatten, sind sie letzten September in das Powerhouse gezogen, um dort wöchentlich ihre Partys zu feiern. Kurz vor dem drohenden Abriss hat das Powerhouse allerdings jetzt eine Sommerpause eingelegt und bis September wird es wohl nur noch vereinzelte Partys in Hamburg geben. Die beiden werden gerne von Cybermouse und Monoloop aus dem Fischkopf Umfeld unterstützt. Eine reine Drum & Bass Stadt bis auf Christoph De Babalon, der musikalisch eAachenher in Richtung DHR Sound tendiert.

Aachen
In Aachen gibt es seit Jahren die unerschütterliche BKA Crew, die allen Problemen zum Trotz immer wieder sehr gute Partys machen. Holger und Markus kommen wohl auch aus einem Sprayer Umfeld und lassen sich durch nichts erschüttern, legen ab und an auch in Köln und im Ruhrgebiet auf.

Hannover
Eine der größeren Jungleszenen gibt es zur Zeit noch in Hannover, wo in dem `Das Fisch´ jeden Freitag auch schon mal UK Größen wie LTJ Bukem oder DJ Phantasy auflegen. Asem & Aki, die früher, so um 92, die Ravesyndrom Partys organisiert haben, hatten schon damals immer einen UK DJ dabei und konnten dadurch natürlich auf ein wenig Education zurückgreifen. Zur Zeit macht Asem den FischClub, und zur Seite stehen ihm dabei immer noch Aki, Rob Judge, und ein paar emigrierte Engländer: Dicey, Fingaz und Medusa. Im Hanomag organisiert Steffi dann auch noch einmal im Monat einen Hardcoreabend mit wechselnden DJs aus der Umgebung wie Moonshadow und der bezaubernden Cattack.

Münster
Neben dem unermüdlichen Basti, dessen Open Air Partys unglücklicherweise gerne von der Polizei und Nachtwächtern verhindert werden, organisieren hier auch Rankin D und Cattac zuweilen einige Partys, aber bis Münster wirklich einen Club hätte, in dem sich eine Junglemassive austoben kann, dürfte wohl noch einige Zeit vergehen. Ähnliches gilt noch für einige andere Städte, wie Kiel, wo der Fusion Club jetzt leider geschlossen wurde und Trier, Ravensburg, Bingen und wie sie alle heißen. Überall versuchen kleine Gruppen von Leuten, Jungle endlich zu dem Durchbruch zu verhelfen, den es seit Jahren schon verdient hätte, aber noch tun sich einige schwer.

Jeder, der noch Informationen aus seiner Umgebung hat kann diese jederzeit zu 0221-5507791 faxen, damit im nächsten Update dann auch wirklich jeder vertreten ist.


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