MADE IN HONG KONG
MADE IN HONG KONG
Auf der einen Seite sollte es traditionell,
auf der anderen technisch sein.
>Natürlich: MADE IN HONG KONG
beschreibt genau diesen Zustand,
und auch ihr in verschiedenen Farben gepreßtes Vinyl
- Seit wann gibt es das Label?
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MiHK: Es entstand im Jänner dieses Jahres. Es entstand durch das Zusammentreffen und die Ideen von Robert Livesu und Joe Montana.
- Wie kamt ihr auf den Namen Made in Hongkong, ihr seid doch keine Kopie von irgendwas?
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Wir haben gespürt, daß es an der Zeit war, ein neues, unabhängiges und ein unseren Persönlichkeiten entsprechendes Label zu gründen. Den Namen hat Joe gefunden. Wir suchten ein Image, das auf der eine Seite antik und auf der anderen Seite technisch ist. Doch auf jeder Platte findet sich etwas japanisches, da das Label auf der japanischen Ebene basiert. Ersichtlich ist das vor allem auf den Messages, welche Labelinformationen sind: Telefonnummern, letzte Veröffentlichungen, und wo man die Platte finden kann. Ein kleiner Scherz für die Japaner.
- Wer produziert für Euch und wie ist Eure Veröffentlichungspolitik?
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Als Muzak entstand, hat Robert Livesu die ersten Platten produziert. Somit hat es den Musikstil für Muzak bestimmt. Im Jänner '95 gründete er jedoch sein eigenes Label mit Joe Montana. "Das soll nicht heißen, daß ich nicht mehr für Muzak arbeiten würde. Zur Zeit habe ich jedoch genug mit Made in Hongkong zu tun, da es viel Zeit braucht, ein Label großzuziehen!"
- Wem gehört das Label und wer arbeitet alles dafür?
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Das Label gehört Joe Montana und Robert Livesu. Für Made in Hongkong arbeitet aber auch noch Marco Sartorello, der den Verkauf und die Distribution übernimmt. Eva Häusler, welche die Public Relations macht, und Mami, die Stimme von Made in Hongkong. Eine echte Japanerin aus Osaka, Ex-Sängerin einer Rockband. Sie ist auch zuständig für die PR und den Verkauf in Japan, wie auf den Mami-Messages zu hören ist. Joe Montana ist DJ und Producer. In Italien bekannt durch Underground und Techno.
- Wie würdet ihr den Stil der Made in Hongkong beschreiben?
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Unser ist Stil ist der, den man in den Clubs/ Discos und auf den Raves hört. Die Wurzeln liegen im Detroit-Sound und der Basis von House-Music-Chicago. Immer etwas japanisches darübergestreut.
- Wer vertreibt Made in Hongkong?
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Die Platten werden in Italien von Flying vertrieben. In Deutschland haben wir viele Kontakte, aber noch keinen Exklusivvertrieb. Das heißt, wir haben noch keinen Vertrag unterschrieben. Zur Zeit sind die Platten bei "Rave Age Berlin" erhältlich.
- Eure erste Platte war rot, die zweite blau, wird die nächste wieder farbig sein und auch nach der Farbe benannt sein?
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Die verschiedenen Farben sind als Image gedacht. Sie stehen aber auch für die unterschiedlichen Stile der Releases.
Rot > harter Sound
Blau > mental
Gelb > alter Detroit Stil
Grün > Trance
Weiß > --............
- Ihr kommt aus Südtirol, gibt es dort eine Technoszene?
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Wir kommen aus Italien, aber wir wollen nicht, daß das Image italienisch ist. Unser Sound ist neu. Man kann ihn nicht als italienisch klassifizieren. Wenn Du klassifizieren willst, kannst Du auch sagen, daß wir vom Mars sind, oder, auf Mami bezogen, aus Japan.
- Wie schätzt ihr allgemein die italienische Szene ein, es gibt den Italo-House Kommerz und die Avangardisten wie Muzak, ACV und Orbit. Gibt es irgendwas dazwischen, vor allem im Nachtleben, als Clubszene?
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Lieber als in Italien würden wir die Platten in allen anderen Ländern verkaufen. In diesem Moment ist die Situation der Techno-Musik nicht sehr gut. Für diese Situation gibt es zwei Erklärungen:
> Erstens kommt zu 70% aller Raves die Polizei. Die Konsequenz ist, daß die Besitzer der Locations lieber Kommerzmusik spielen, da sie mit der Masse arbeiten und somit keine Probleme haben.
> Zweitens sind die Besitzer der nationalen Radiosender auch meist Besitzer kommerzieller Dance-Labels. Aus diesem Grunde wird natürlich nur diese Musik auch im Radio gespielt. Somit sind die Leute an diese Musik auch gewöhnt. Wenn sie dann in den Clubs Techno hören, fragen sie sich, was das ist. Es hängt immer von der Sensibilität der Leute ab. Einige verstehen die Musik, andere nicht. Das heißt nicht, daß es keine Techno-Lokale gibt. Diejenigen, die Techno spielen, haben politische Beziehungen. Somit kommt die Polizei nicht.
- Wie kamt ihr zu Techno?
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Robert Livesu hat mit 13 Jahren begonnen, als DJ zu arbeiten. Joe Montana mit 10. Als beide zu spielen begannen, gab es Funky Soul, Dance. Mit 17 begannen wir dann House zu spielen. Bei dem Stil sind wir auch geblieben, da uns diese Musik viele Eindrücke gibt.
- Ich finde, daß es bei italienischen Producern oft den Anschein macht, als seien sie eher Soundbastler und Entwickler neuer elektronischer Musik, und kämen nicht aus dem Clubkontext oder hätten sich vom Nightlife inspirieren lassen. Wie ist es bei Euch?
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Wir machen die Musik, wie sie aus uns hervorkommt. Es ist nicht so, daß wir unbedingt das machen, was in den Clubs gespielt wird. Jede unserer Platten soll einzigartig sein. Viele unsere Tracks veröffentlichen wir nicht, weil wir nicht von deren Besonderheit überzeugt sind. Wir löschen sie dann. Unsere Platten zeigen, wie wir in uns sind. Wie die Bilder eines Malers.
- Wie arbeitet Roberto, digital oder analog?
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Wir arbeiten analog und digital. Wir wollen, daß sich unsere Platten von denen anderer Labels unterscheiden. Wir sind auf der Suche nach etwas neuem. Die Straße, auf der wir neuen Sound finden, ist analog. In Zukunft wollen wir unsere eigenen Geräte bauen, um unsere Sounds zu erzeugen.
Wir danken Marco Sartorello, ohne den das Label nicht existieren würde. Er hat uns sehr geholfen.

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