Face Records
- Wann hast du angefangen, Hardcore zu machen?
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Das war so um 92.
- Mit wem hast du damals gearbeitet?
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Wir hießen damals Bad Influence, das waren ich, Jack Corner und ein Typ, der Cobbler hieß.
- Woher kommst du?
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Aus Wickham.
Hattet ihr erst Probleme, eure Platten zu veröffentlichen?
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Ja. Das Geld aufzutreiben, war nicht einfach. Aber nach dem ersten Release haute alles ganz gut hin. Das war ein Whitelabel, die Thuba EP.
- Wie gings danach weiter?
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Wir haben Bad Influence als Label gemacht und ein paar Tracks veröffentlicht - und dann hab ich mich mit Sponge zusammengetan. Wir haben Face Records gemacht, unsere ersten Releases waren "Nosebleed", "Johnny" und dann viele andere…
- Wie kamt ihr zusammen?
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Wir sind aus der gleichen Stadt und kannten uns schon ewig.
Es scheint eine große Producerszene zu geben in Wickham.
Ja, wir beiden, Wax Doctor, Creative Wax und alle auf Frontline, Rude Bwoy Monte und Thomas alias Hardware. Sponge hat mir Monty vorgestellt.
- Was hast du vor Hardcore gemacht?
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Hiphop, aber wir haben nie was veröffentlicht, das ging gar nicht. Es ist viel schwerer, in England irgendetwas mit Hip Hop machen zu wollen.
- War das für dich auch einer der Gründe, Hardcore zu machen?
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Ja, einer, Hip Hop führt einen nirgendwo hin. Aber Hardcore hatte Breakbeats und das war OK mit mir. House hab ich immer gehaßt. Weil ich Hiphopper bin.
- Was war der tatsächliche Grund, mit Hardcore anzufangen?
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Tatsächlich der Tod einer meiner Freunde. Er war in der Hardcoreszene, noch bevor ich da war, und wir haben immer Tunes zusammen gemacht, aber nie was veröffentlicht, und sein Tod war für mich, seinen Cousin, dieser Cobbler und Jack Corner, der Grund, eine Platte zu seiner Erinnerung zu machen.
- Warum hast du dich später von Sponge getrennt?
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Ich weiß auch nicht genau. Wir hatten beide verschiedene Pläne, er wollte sein Label machen, IQ, und ich meins, Frontline. Irgendwann hatten wir einfach keine Zeit mehr für Face. Doch wir sind immer noch Freunde.
- Wie hat sich deine Musik im Laufe der Zeit entwickelt?
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Es hat sich entwickelt mit der Szene, es gab sehr darke Phasen, ich versuche, mit den Veränderungen Schritt zu halten und lerne eigentlich immer, auch jetzt noch.
- Was sind deine musikalischen Einflüsse?
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Ja, HipHop, das ist Nummer eins, Ragga und Soul.
- Gibt es bestimmte Acts?
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Ja, Wu Tan Clan, Ice Cube, viel Westcoast-Zeug.
- Verfolgst du das noch immer?
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Ja, nicht ganz so viel, wie ich vielleicht möchte, aber immer noch.
- Was denkst du,
wie Hardcore jetzt ist?
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Es ist viel stärker geworden als vor ein paar Jahren. Jeder weiß viel besser, wie er mit seinem Business umgehen muß und läßt sich nicht von den Majors auf der Nase herumtanzen. Wir sind jetzt alle an diesem Punkt, wo wir alle wissen, daß es nie wieder sterben kann, so wie Hip Hop. Jeder hat einfach mehr Ahnung.
- Wie ist die Atmosphäre um Frontline?
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Ich hab gute Reaktionen bekommen bis jetzt, obwohl es Frontline erst seit ein paar Monaten gibt.
- Wie würdest du deinen Style beschreiben?
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Das ist sehr von der Stimmung,
in der ich jeweils bin, abhängig.
- Man kann also nicht sagen, daß es den bestimmten Pascal Style gibt?
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Nicht wirklich, und das kann man vielleicht von außen besser beurteilen. Ich denke an meine Musik eher als andersartig, ein bißchen anders.
- Was heißt Hyperthermic?
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Ich weiß es auch nicht genau. Ich weiß nicht mal, warum ich das gemacht habe. Es ist ein ziemlich aggressiver, düsterer Track.
P Funk dagegen ist ziemlich mellow. Verrückt. Ich kann mich zwischen diesen beiden Extremen hin und her bewegen in wenigen Minuten.
Es wird also keinen Frontlinesound geben.
Nein, das wollen wir auch gar nicht, solange die Tracks gut sind, brauchen wir es auch gar nicht.
- Was denkst du über Leute, die wie Bukem oder Hype sich auf einen Stil festgelegt haben?
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Sie haben ihre Tricks, ihre Formeln und gehen damit von Release zu Release weiter, aber für mich wäre das zu repetitiv. Man kann einen Bukem Track immer erkennen, das möchte ich von mir nicht hören. Ich will niemanden dabei erwischen, daß er sagt: Das muß einfach ein Track von Pascal sein. Ich will, daß sie alle unterschiedlich sind.
- Hast du einen Lieblingstrack von dir selber?
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Eigentlich nicht, aber wenn ich mir einen aussuchen müßte, dann Saxfiend, von der LP. Das war ein Wendepunkt für mich.
- Machst du noch Sachen für andere Labels?
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Ja, ich mache ein paar Sachen für Reinforced, für Suburban Bass, als Johnny Jungle, da mache ich gerade eine LP, und für Metamorphosis, aber die gibt es nicht mehr, glaube ich. Dann auf Ganja, Vol 2, zusammen mit Hardware und einen Remix für Cops. Und gerade einen für "You must Think first".
- Hast du einen Lieblingsclub?
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Mein Lieblingsevent ist Junglefever, die machen das immer irgendwo so alle 3 Monate, und Voodoo Magic, Equinox.
- Lieblingsproducer?
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Einige; Goldie, Hype, L Double, Roni Size, Dillinja, Nookie und einige andere.
- Arbeitest du gerne mit Leuten zusammen?
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Ja, ich hab mal mit Goldie einen Track gemacht, auch für das Face Album, das ist irgendwie spannend, man hat zwei verschiedene Sets von Ideen. Manchmal haut das wohl nicht hin, aber wenn doch, dann ist es sehr gut. Das Ding mit Goldie zum Beispiel, ich mag es, aber ich weiß nicht, wer sonst noch, hab auch keine Ahnung, was wir mit dem Track beweisen wollten. Ein bißchen verrückt. Goldie ist ein wenig anders als alle anderen.
- Wo erwartest du Hardcore in paar Jahren?
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Da, wo es jetzt auch ist. Es hat seine Gefolgschaft, ist eine zu gute Szene, und es wird wohl auch nicht viel größer. Jeder rätselt da rum. Wir sind von England, und wir folgen niemandem, nicht den Amis und Hip Hop, nichts. Es ist unsere Sache.
- Kann es irgendwo in der Welt noch so eine Hardcoreszene wie in England geben?
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In Toronto, Chicago, Detroit und in Deutschland entwickelt sich überall was. Je mehr Leute das hören, desto mehr Leute werden es mögen.

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