< Vinyl UK Frontpage Charts >
Joey Beltram - Presents Odyssey Nine (Visible Records)
Vorab-Promo-Picture Disc zur kommenden LP, mit zwei Stücken. Das erste Stück, wenn auch von der Ästethik mehr Oldschool Acid, erinnert verdächtig stark an "Del Motimiento" von Edge Of Motions - Motionz Beyond. Das Stück basiert auf einem Frequenzton, mit starker Signalwirkung, änlich einer Sirene, und einem Beat mit Drum Drops zwischen den 4/4 Beats, was den Eindruck eines Hip Hop Beats vermittelt. Der zweite Track ist stark angelehnt an Jeff Mills und bewirkt durch diverse Stereo- Effekte eine willkommende Räumlichkeit. Nostalgisch gut. (*** ***) RRR
SIN Remixes - He Man Who Hates Himself (Inner Sanctum)
Kommt mit Kirlian, IO L.A. Niuw-School Mix, Indust We Trust und Gerhart Potuznik Mix. Was sich schon auf den Cheap Platten abzeichnete, ist jetzt wahrgeworden; IO veröffentlicht mit ihrem Mix, zum ersten Mal ein reines, cooles Jazz Stück mit Vocals, ohne jegliche Techno-Ambitionen und empfiehlt sich damit für zukünftige MO'Wax Platten. Kirlian kommt ultra-slow und sinnlich, ohne jemals etwas von Trip Hop wissen gewollt zu haben. Der Indust We Trust Mix springt kopfüber in ein Schlammloch von Hunderten von Stilrichtungen und feiert die Auferstehung mit Hard Rock Klängen. Nicht völlig davon losgelöst ist die Nirvana-303-Basic Channel Fusion von Potuznik. Lieber cool sterben als doof raven. (*** **1/2) RRR
Groove Quantize - Transitional Flux Part I (Synewave 12 Promo)
Kraftvoller Acid House- vergleichbar mit der Business Card EP von Walker, auch wenn etwas mehr flächenorientiert. Produziert von Micheal Miquel, der früher bei EX anderes Material veröffentlichte. (*** ** 1/2) RRR
Button (Rancho Relaxo)
Sphärische new yorker Ambientplatte im 70ger Jahre Stil, so glaubt man und wird durch den nächsten, moderner klingenden, sich modulierenden Track eines besseren belehrt. Vielseitig, harmonisch wirkende Platte, zum Teil mit Electro Beats.
(*** ***) RRR
Maurizio (MO 4)
Etwas ist es her, seit der letzten Maurizio und man muß sagen, daß trotz des thematischen Anknüpfens an die vorrausgegangenen Platten, sich hier eine brisante Veränderung in der Dynamik der Stücke vollzogen hat. Von der atmosphärischen Verdunklung der Vergangenheit macht man hier einen Schritt in die Offenherzigkeit des Lichts und das ganz ohne Pathos, versteht sich von selbst. Keine falsch verstandene Dancefloor-Mobilität, sondern eine mit Akribie und Sensibilität betriebene Umstrukturierung, die sich mit Wuchtigkeit und prikendelndem Ambiente auf den Dancefloor spielt. Eine überraschende Wendung, die manchen geradezu vor den Kopf stoßen wird. Die Platte kommt in rotem Vinyl mit neuem, wunderschönem Innenlogo- Design, das auch stilistisch völlig anders wirkt, als bei den anderen Platten der Reihe. Musikalisch eine kleine Revolution, für den, der es zu schätzen weiß und teuflisch gut für alle anderen! (*** ***1/2) RRR
Quadri-Locular EP (Metamorphic)
Die Rückkehr von Metamorphic Records, dem Label von Dan Curtin, wird eingeleitet von Morgan Geist und der tut es, als wäre er mit Dan's Sound aufgewachsen. Leidenschaftliche, blumige Detroit Strings, wie von Nachtigallen im Stimmbruch, oder auch zischend wie Greyhound Busse in der Nacht, you never know. Einst wurden wir überschwemmt mit englischen Versuchen, diese Art von Musik zu machen, nicht immer ohne Erfolg, jetzt steht diese Musik aber wieder völlig frei für sich und man weiß sie erneut zu schätzen. (*** ***) RRR
White Flight EP- Detroit Sampler : Fade II Black, Chance, Vice, Endangered Tech (Black Nation Records)
Die erste Platte seit langem, die wieder das chaotisch-roughe an Detroit widerspiegelt. Fade II Black sind genauso schräg und betont schwarz, wie vor Jahren auf Incognito und Chance, warten mit einer schon fast surrealen Verschrobenheit auf, die uns die Entwicklung von Techno in den letzten Jahren vergessen macht und unsere Erinnerung auf das Jahr 1991 zurückschrauben läßt, als URs Riot EP die Gedanken im Sturm nahm. Ultra-unmodern, regressiv, aber superb! (*** ***) RRR
Claude Young ( US Promo)
Die Platte ist weder in Stil seiner traditionelleren DOW Releases produziert, noch in der Art seiner Claude Young - A Complete Revolution, obwohl diese mit seinen sechs verschiedenen Stücken wohl am ehesten in die Richtung deutet, die ihn momentan interessiert und das sind zumindest auch `loose' im Sinne von `frei', arrangierte Stücke mit Stringsounds. Selbst für den ausschließlich nach Dancefloor- Aspekten beurteilenden DJ, findet sich aber hier ein sehr gutes Jeff Mills angelehntes Stück, sowie ein House- und ein Carl Craig typisches Stück, welche man in seinem Repertoire nicht missen möchte. (*** ***) RRR
The Connection Machine (Planet E)
Es ist verdammt schwierig, die Platte in den Kontext der Techoszene zu bringen. Vom Stil her finden wir von Gospel bis zu Brigitte Bardot Chanson Flair alles auf der Platte. Manche stilistischen Mittel sind eindeutig den späten Achtzigern zuzuordnen, alles kommt aber in einer äußerst ungewöhnlichen Mischung. Die Stücke kommen von den Neuzugängen Jereon Brandjes und Nastassja Hagemeier, die auch schon ein Stück auf der Planet E- CD hatten, das auch hier wieder auftaucht, aber das schwächste der Platte markiert. Bizarre! (*** **1/2) RRR
Perceptrons Presents: Remnants- The National Ballet Of Canada Production (Switch)
Obskures Ambientwerk, mit Klangcollagen, großräumig und epochal, die klingen, als hätte man Töne durch unendliche viele Täler geschickt. Die Stücke sind bei allem industriellem Gedankengut von geradezu zärtlicher und romantischer Natur. Ein langsames Acidstück rundet die Platte ab. (*** ***) RRR
Optic Nerve- Trilogy Wave 1.0 & 2.0 (Direct Beat)
Optic Nerve sind keine Neulinge, waren sie schon zuvor auf Detroit Compilations vertreten. Auf den beiden Platten, die getrennt verkauft werden, sind Technostücke, Technostücke im Electro-Feeling und Electro Stücke. Viele der Stücke klingen stark nach Red Planet und ich würde behaupten, daß es da auf jeden Fall eine Beziehung geben muß. Nicht alle Stücke sind Dancefloorstücke, viele sind ohne Beat oder nur teilweise mit Rythmus. 2.0 ist etwas traditioneller, nimmt man das 10 Minuten Stück. Beide Platten kennzeichnet dieses schreiende und zugleich romantisch zwitschernde ETWAS, das sich klanglich am deutlichsten auf den allerersten Red Planet Platten manifestiert hat. Zwei Platten, mit zum Teil herzzereißenden Stücken! (*** ***) RRR
Optic Nerve - Trilogy Wave 3.0 (Direct Beat)
Die letzte Platte der Trilogy, die mit "Light Span" zugleich den dancefloorfreundlichsten Track der Reihe geschaffen hat. Ein Stück, das moderner klingt als das zehnminütige "Deadly Galaxy" Techno-Urgestein auf der 2.0, dennoch mit Elementen wie den EBM Painochords (die hier irgendwie schnuckelig altmodisch klingen) stark in Richtung Jahrgang 91 hinweist. Auf der Rückseite befinden sich zwei ruhige Stücke im Stil der beiden anderen Platten! (*** ***) RRR
Last Generation (Sonic Mind Records)
Acidplatte aus Detroit von uns unbekannten Produzenten. Die Logoseite zeigt eine Synthese aus 303 Acid und Detroit Stringsounds, die etwas gewagt ist, sprich, nicht wirklich ineinander greift. "Mantram", auf der Rückseite, moduliert zu tiefer 808 Bassdrum, läßt aber nichts nachweislich neues entstehen. Dennoch könnte es Late Night Qualitäten haben, die so nicht direkt spürbar sind. (**** 1/2) RRR
Element 1 -Hydrogen (21/22 Corporation)
Drum & Bass Platte nach englischem Vorbild, ambient säuselnd, mit leicht psychedelischer Einfärbung. Ein Stück dagegen erinnert an älteres Break Beat Material von Carl Craig. (*** **) RRR
Detrechno - Sole Waves Remixes (Detrechno)
Superhotta Electro, weniger ein Bekenntnis zum Oldschool als progressives Begreifen von schrägem Funk. Kratzig wie ein Füller ohne Tinte; Mike Ink made by General Motors. Todbringend geil! (*** *** 1/2) RRR
Future Legends (Definitive)
Heute Köln morgen Wien. Nach deutschen Produzenten auf Definitive und auf Stickman, nun eine Wiener Platte auf dem Traditionslabel. Alle Stücke, von hartem Tribal bis zum minimalistischem "Dope Track", sind äußerst druckvoll und Magneten auf dem Dancefloor. Alleine 'TheWip`, mit seinen von Jeff Mills entliehenen Sequenzen, wirkt hier unnötig. (*** **) RRR
DJ Joe T. Vanelli Remixes (Sorted)
An Geschmacklosigkeit kaum noch zu überbieten sind diese beiden Hardtrance Remixe von Paul Van Dyk. Wer im Fernsehen schon einmal Werbung für einen dieser Technosampler gesehen hat, weiß, was ich meine: klopfende, pappige Bassdrum, zappelige Sequenzen und hier im speziellen Liselotte Pulver 1-2-3 Fertiggericht-Stimmensüppchen. Elend schlecht. (*) RRR
Dancemania 93
Überwältigt von Lil Lois "Video Clash", wird hier das Stück in mannigfaltiger Weise verwurstet......... Man kann das mögen. (****) RRR
Felix Da Housecat Remixes -Storm (Power Music)
Das Hauptstück, "I` m a sex maniac", ist in diesem Genre von ihm selbst schon tausendfach übertroffen worden, allerdings muß sich ein Remix von einem DJ Duke Stück wohl genauso anhören. Der Tribal Venture Mix von "Freedom" dagegen zeigt einen sehr humorvollen, beschwingten und witzigen Felix Da Housecat. (****) RRR
Unsilent Minority -Give Into the Rythm (Vestry Records)
N.Y. Houseplatte mit einem langen Mix, der ein wenig in die Ron Trend/Chez Damier Ecke schielt. nicht schlecht! (*** **) RRR
Deep Transportation Vol I (Harmonie Park)
Detroiter Vocalhouse, angenehm deep und relaxt. Nett. (**** 1/2) FR
Delta 9 -Wehrmacht (Industrial Strenght Promo)
5 Track EP mit Fanfaren und Trompeten- Stücken. (**) RRR
Lolita Cocaine (?)
Durchschnittliche Houseproduktion, die sich nicht wirklich durchsetzt, obwohl sie nicht eigentlich schlecht ist, eher beliebig, durchschnittlich halt. Abgesehen von B2, "cocaine"- vocalmix, der immerhin neben dem simplen four2thefloor ganz coole samples bringt. (*** *) dis
Romanthony - The Wanderer (Cajual)
Zweifellos DER Househit der nächsten Wochen. Anthony Moore, Ron Trent und Chez Damier stehen hinter einer unfassbar pumpenden Tanzmaschinerie, die Dich erst wieder loslässt, wenn der DJ den nächsten Mix versaut. Einen Sonderpunkt für die Kickdrum des Monats. (*** *** *) dis
MD Connection - tracks that move ya pt.2 (radikal fear)
Mike Dunn ist unbenommen ein Mann der ersten Stunden. Trotzdem gelingt es ihm nicht immer, den Zauber seiner alten Produktionen zu wiederholen. Allein "beam me up" hat den typischen MD frenzy-sound, der eine volle Tanzfläche zum durchdrehen bringt. Bei den Vocaltrax auf der flipside bedient sich Dunn bei der bassline seines letzten phunky Hits und quatscht einfach einen anderen Text drüber. So richtig moven tut es nicht. (*** **) dis
Unreleased Vibe Sessions (Vibe)
Gewohnt satter Samplehouse mit disco-Versatz aus dem Hause mit dem besonderen Vibe, mitgeschnitten bei einer Session, in der Pascal FEOS an den Acidknöpfen drehte. Wenn das nicht auf dem Label stünde, hätte ich es allerdings nie gewußt, hören kann man da jedenfalls nichts von. Eher bescheiden humpelt ein fetter Bass durch ein lockeres Beatland, rechts und links flattern ein paar Orgeln um Deinen Kopf, Frankfurt ist weit weg. Nur bei "acido" knarzt die Dose und man ahnt etwas von Oldskool. (*** **) dis
Markey - Jazz Man (Cajual)
Obwohl Markey zu den besten Chicago-Produzenten im Moment zählt, reicht er mit diesen trax nicht an seinen eigenen Maßstab ran. Als basics durchaus tauglich, entwickelt sich keiner zum Label-typischen frenzy, das wir alle so lieben. (*** *1/2) dis
Markey (Cajual )
Die Northside ist wie immer, mehr Disco. "Jazz Man" ist ein Dajae Abklatsch, wenn man so sagen kann und "5 Minute Workout" ein slow Tempo Bonus Track. Die South Side ist ungebrochener "Clap auf Bass und geradeaus Stil", wie man ihn von Armani kennt und in seiner Art schon fast ein Dinosaurier, vergleicht man es mit den neuen Platten auf Relief. (**** 1/2) RRR
Paul Johnson - Stop trippin' (Relief)
Der Hexenmeister des trockenen beats war nie richtig weg und trotzdem ist er wieder da (versteht das jemand?). Sittenlose vocals, aufgestachelt von trudelnden drums, beten Dir den Rhythmus vor. Mix hard and cum. (*** ***) dis
Gemini - You got to believe... (Cajual)
Die easydisco-Könige swingen, was der dancefloor hergibt. Wenn Du schon glaubst, dann wenigstens an das hier. Wieso können die das so gut? (***)
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