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RAVE CITY München
Einmal mehr hat der Münchener Veranstalter Rene Vaitl in Kombination
mit den Tanzdieben am Flughafen Riem bewiesen, daß eine gute
Planung einen erfolgreichen Rave hervorbringt. 18.000 Besucher kamen,
ja drängten sich zeitweise in den sechs (nach Schliessung des
nichtgenehmigten Chill-Outs fünf) verschiedenen Areas, in denen zu
Hardcore, Techno, Jungle, Acid und feinstem House geravt werden konnte.
Höhepunkt des Abends war defintiv das von Robert Sakic animierte
Geburtsständchen von 6.000 Leuten im Terminal 1 für das
Geburtstagskind WestBam, sowie das Set gegen 7.00 h morgens von
David Morales im Housefloor.
Abtörnend, wie immer im Flughafen, die abgekapselte VIP-Lounge, in
der diesmal auch noch das Schmelzwasser des draußen liegenden
Schnees von der Decke tropfte und in hübschen Plastikeimern
aufgefangen wurde. Auch nicht besser, die im übermaß
gesponsorte merkwürdige Pepsi. Wenn schon zukkerfrei, dann
wenigstens Pepsi Light.
WAKE-UP Nürnberg
Der erste große Franken-Rave sollte von Boris Konopka
initiiert werden und hatte mit 6500 Besuchern eine amtliche Grösse.
Allgemein als übertrieben empfunden, waren die DJ-Sets von 40 min.
Nicht nur auf der Seite der DJs nervte das kürzeste Set der
Ravegeschichte (Ein Mayday-Set hat 45 min.), sondern gerade beim
Publikum bremste das die Stimmung. Kaum hatte man sich auf einen DJ
eingestellt, wechselte dieser mit dem nächsten. Problematisch
für das doch als lange und ausgiebig bekannte Frankener Feiervolk,
welches gleich die Woche darauf einen Rekord zu verzeichnen hatte.
Boot + Belly Cloud Nürnberg
Denn sonst nicht unbedingt in diese Kategorie gehörend, aber
aufgrund der herausragenden Leistung eine unbedingte Erwähnung
wert, Sven Väths Gastspiel in der Frankenmetropole. War man doch
allgemein informiert über des Meisters Kraft, hat er wohl hier
alle Grenzen gesprengt. 23 Stunden non-stop aufzulegen, kann wirklich
noch niemand von sich sagen, ein Eintrag in das Guiness-Buch der Rekorde
wäre fällig.
Wurden doch schon die von P 500 Veranstalter Holgi großzügig
verteilten Einladungskarten (kostenloser Eintritt) für 300 DM gehandelt,
so hat Sven Väth, mit seinem Boot-Gig und dem ungeahnten
Belly Cloud-Auftritt alle Grenzen gesprengt. Mit nur zwei Plattenkoffern
konnte er die Meute genauso lange auf den Beinen halten, wie sich selbst
hinter den Plattentellern. Auf den Tresen und Boxen im Belly Cloud tanzte
allgemein bekanntes Frankfurter und Nürnberger Szene-Volkl, die
Gäste wünschten sich das die Zeit niemals zu Ende geht, und
das wurde ja auch fast erreicht.
Strictly House Tour Berlin
Eine flächendeckende Werbung in der Stadt zieht ein
flächendeckendes Klientel an. In der schon von Dubmission, teils
wohl wegen Asozialität, verlassenen Location Cafe Moskau, gastierte
am Fr., den 10.03 die Marlboro Strictly House Tour und fand trotz seines
noblen Bookings nicht so ganz den Zugang zur sonst ebenso gestylten
House-Szene. Ein merkwürdiges Durcheinander von Leuten, die sich
an Stromkästenplakaten orientieren, wenn sie weggehen wollen.
Na bitte, wenigstens zahlend werden sie gewesen sein. Und wieder einmal
wurde die Tür der neuen Musik für die alte Welt da draußen
aufgestoßen.
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