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Wasdannda
passiertist

OXIDYZING RAVE Hannover
In einer der potentiell geilsten Locations, die es gibt, im Hanomag-Gelände mit seiner abartig großen Halle, fand am 18. März ein weiterer O-Rave statt, eine Reihe, deren Line-ups bisher aus der Masse der Große-Namen-kleiner-Spaß-Veranstaltungen herausragten. Neben Markenartikeln wie Hooligan oder Perplexer gab es hier einige nicht ganz so etablierte DJs und Live-acts wie z.B. Daz Sound oder trope zu begaffen. Mehr als reines Konsumieren der angekündigten Künstler war aus party-und anderen technischen Gründen nicht drin. Der Aufbau war, hannovertypisch, wie bei einer Rockveranstaltung, d.h. die PA war nur auf einer Seite des riesigen Zeltes aufgebaut, in dem sich ca. 2000 Leute etwas verliefen. Auf diese Weise kann man zwar ordentlich aufdrehen, ohne sich um akustische Details kümmern zu müssen, die Raver kriegen aber alle irgendwann Fußpilz und steife Nacken vom Auf-der-Stelle-tanzen und In-eine-Richtung-gucken. Absoluter Tiefpunkt war die kleine Schmuddelecke außerhalb, ausgewiesen als Housearea. Dort kämpften einige Tapfere unter Beschallung von Ata, Heiko, Ian Pooley und Disko gegen die Bedröhnung aus der Ravearea. Als einziger richtig abgeräumt hat dann auch Jeff Mills, der aus Krankheitsgründen gar nicht erst erschien.

RAVE CITY München
Einmal mehr hat der Münchener Veranstalter Rene Vaitl in Kombination mit den Tanzdieben am Flughafen Riem bewiesen, daß eine gute Planung einen erfolgreichen Rave hervorbringt. 18.000 Besucher kamen, ja drängten sich zeitweise in den sechs (nach Schliessung des nichtgenehmigten Chill-Outs fünf) verschiedenen Areas, in denen zu Hardcore, Techno, Jungle, Acid und feinstem House geravt werden konnte. Höhepunkt des Abends war defintiv das von Robert Sakic animierte Geburtsständchen von 6.000 Leuten im Terminal 1 für das Geburtstagskind WestBam, sowie das Set gegen 7.00 h morgens von David Morales im Housefloor.
Abtörnend, wie immer im Flughafen, die abgekapselte VIP-Lounge, in der diesmal auch noch das Schmelzwasser des draußen liegenden Schnees von der Decke tropfte und in hübschen Plastikeimern aufgefangen wurde. Auch nicht besser, die im übermaß gesponsorte merkwürdige Pepsi. Wenn schon zukkerfrei, dann wenigstens Pepsi Light.

WAKE-UP Nürnberg
Der erste große Franken-Rave sollte von Boris Konopka initiiert werden und hatte mit 6500 Besuchern eine amtliche Grösse. Allgemein als übertrieben empfunden, waren die DJ-Sets von 40 min. Nicht nur auf der Seite der DJs nervte das kürzeste Set der Ravegeschichte (Ein Mayday-Set hat 45 min.), sondern gerade beim Publikum bremste das die Stimmung. Kaum hatte man sich auf einen DJ eingestellt, wechselte dieser mit dem nächsten. Problematisch für das doch als lange und ausgiebig bekannte Frankener Feiervolk, welches gleich die Woche darauf einen Rekord zu verzeichnen hatte.

Boot + Belly Cloud Nürnberg
Denn sonst nicht unbedingt in diese Kategorie gehörend, aber aufgrund der herausragenden Leistung eine unbedingte Erwähnung wert, Sven Väths Gastspiel in der Frankenmetropole. War man doch allgemein informiert über des Meisters Kraft, hat er wohl hier alle Grenzen gesprengt. 23 Stunden non-stop aufzulegen, kann wirklich noch niemand von sich sagen, ein Eintrag in das Guiness-Buch der Rekorde wäre fällig.
Wurden doch schon die von P 500 Veranstalter Holgi großzügig verteilten Einladungskarten (kostenloser Eintritt) für 300 DM gehandelt, so hat Sven Väth, mit seinem Boot-Gig und dem ungeahnten Belly Cloud-Auftritt alle Grenzen gesprengt. Mit nur zwei Plattenkoffern konnte er die Meute genauso lange auf den Beinen halten, wie sich selbst hinter den Plattentellern. Auf den Tresen und Boxen im Belly Cloud tanzte allgemein bekanntes Frankfurter und Nürnberger Szene-Volkl, die Gäste wünschten sich das die Zeit niemals zu Ende geht, und das wurde ja auch fast erreicht.

Strictly House Tour Berlin
Eine flächendeckende Werbung in der Stadt zieht ein flächendeckendes Klientel an. In der schon von Dubmission, teils wohl wegen Asozialität, verlassenen Location Cafe Moskau, gastierte am Fr., den 10.03 die Marlboro Strictly House Tour und fand trotz seines noblen Bookings nicht so ganz den Zugang zur sonst ebenso gestylten House-Szene. Ein merkwürdiges Durcheinander von Leuten, die sich an Stromkästenplakaten orientieren, wenn sie weggehen wollen. Na bitte, wenigstens zahlend werden sie gewesen sein. Und wieder einmal wurde die Tür der neuen Musik für die alte Welt da draußen aufgestoßen.

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