muzak

< Dan Curtin                                                      Stefan Brügesch >

FP:
Wer steht hinter Muzak Records?
Max Farutti:
Muzak trat 1993 ins Leben und ist ein Ergebnis einer Gruppe von DJs und Produzenten, die bekannt sind unter den Namen A. Gemolotto, Leo Mas und Fabrice, alias Big Brother Production.

FP:
Was ist die Intention des Labels?
MF:
Innovative Musik herauszubringen, die entstanden ist durch Forschung und deshalb anders geartet ist als das, was in unserem Land gemeinhin produziert und konsumiert wird.

FP:
Wie sieht das Interesse der Italiener für eure Musik aus?
MF:
Momentan ist man hier sehr aufgeregt und besonders interessiert an Fashion, Kino und gegenständlicher Kunst. Wir betrachten uns selbst als das richtige Vehikel, diese Art von neuer italienischer Musik grenzüberschreitend zu verbreiten.

FP:
Welches Image hat Muzak dort?
MF:
Eins, das sehr weit entfernt ist von bekannten und gewöhnlichen Kategorien. Wir sehen uns als Orientierungspunkt für all diejenigen, die einer ernstzunehmenden Musikrichtung folgen wollen.

FP:
Warum der Name Muzak?
MF:
Um dir die Wahrheit zu sagen, wir haben uns einen Namen ausgesucht, der auf ironische Art und Weise auf die Hörgewohnheiten einer Gruppe abzielt, die sich ausschließlich von kommerziellem Radio hier ernährt. Eine leicht zufriedenzustellende Masse mit kleinen Ansprüchen, einem verwässerten Geschmack, die Musik bevorzugen, die leichtlebig ist und die Sprache des Erfolgs spricht. Diese Leute würden sich gestört fühlen von unserer Musik und würden sie als seltsam bezeichnen.

Unsere Platten zielen ab auf Qualität und obwohl unsere Stücke auch vielleicht Dancefloor-Charakter haben, könnten einige hier meinen: "Dies ist Scheiß Musik". Wir finden, daß gut informierte Leute unsere präzise musikalische Linie erkennen und schätzen, und dieser Effekt führt zu einer Identifikation zwischen unserer Musik und dem Labelnamen.


FP:
Habt ihr ein festes Team von Produzenten?
MF:
Über die letzten Jahre hat sich ein äußerst produktives Team gebildet. Muzak zieht auch außenstehende Produzenten ein, soweit sie unsere Sichtweise teilen.

FP:
Warum ist euer Label nicht in Deutschland vertrieben worden?
MF:
Weil deutsche Distributer vorzugsweise kommerzielle Musik aus Italien importieren. Wir haben aber durch NEUTON einem Weg gefunden, unsere Musik nach Deutschland kommen zu lassen.

FP:
Über welche Wege habt ihr schon vorher internationalen Kontakt aufnehmen können?
MF:
Unser Plattenladen "Zero Gravity" erlaubte uns, mit vielen Label und Läden in Europa Kontakt aufzunehmen. Zudem haben wir einen Club, in dem internationale DJs auftreten.

FP:
Kennen wir vielleicht noch andere eurer Label nicht?
MF:
Muzak ist nicht das einzige Label, dem wir uns widmen. Unsere Gruppe hat weitere Labels geschaffen, die eine bestimmte Musikrichtung kennzeichnen. Informal steht für Garage House, Pin Up für experimentellen House, Models-Inc und Spock werden wir bald starten, die in eine änliche Richtung gehen werden wie Muzak, um das Label nicht zu überlasten und den einzelnen Projekte in der Produktionskette besser unterscheiden zu können.

FP:
Was passiert in Zukunft?
MF:
Unser Ziel ist es, im Rest der Welt so bekannt zu werden, wie wir jetzt in Italien sind. Wir haben hier eine große Fangemeinde! Wir glauben, daß die Suche nach einer ganzheitlichen Persönlichkeit und dem klangvollen Sound der beste Weg ist, erfolgreich zu sein. Wir haben investiert in die Zukunft und in naher Zukunft wird es sich zeigen und auszahlen für uns.
< Dan Curtin                                                      Stefan Brügesch >

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