the fight for our right to party
< E und kein Ende Rave View >

Großes Aufsehen hat unser "Raven-verboten"-Artikel in der
letzten Ausgabe erregt, in dem Sascha Lazimbat zusammen mit Gregor
Wildermann die Praxis von Clubschließungen in Deutschland untersuchte,
mit dem Drogenbeauftragten der Bundesregierung Eduard Lintner sprach und
das Leben unter dem Criminal Justice Bill in England unter die Lupe
nahm ...
fight
Beim ersten Frontpage Forum am 9.3.95 erklärte Sascha Lazimbat
für die anwesenden 40 Veranstalter aus den Top-Technolocations der
Republik noch einmal die Konsequenzen des derzeitigen
Gaststättengesetzes in Deutschland.
Schlußfolgerung seines Vortrages und seiner Recherchen: Gesetze
sind eine Sache, ihre Anwendung noch mal eine ganz andere. Da insbesondere
die Forumulierungen des Gesetzes sehr schwammig sind, kommt alles auf die
Auslegung an.
Und die erfolgt mal so, mal so. Die Staatsmacht ist jedoch weiter auf dem
Vormarsch und insbesondere im Schwabenland und in Bayern soll jetzt mal
wieder "Schluß mit Lustig" gemacht werden.
Wie haben wir die Möglichkeit uns dagegen zu wehren! Lazimbats
Vorschlag: die Gründung einer IG Techno, der
Interessengemeinschaft aller Techno-Aktivisten (Veranstalter, Labels,
DJs etc.).
Denn während ein einzelner Clubbetreiber, dessen Club vor der
Schließung bedroht ist, oftmals hilflos Polizei und Presse
ausgeliefert ist, und durch offensive Statements seine Lage eher
verschlechtert, könnte eine IG Techno dazu beitragen, ihm
weiterzuhelfen.
Und wenn es denn schon einmal eine solche IG Techno geben würde,
könnte sie auch noch jede Menge andere Aufgaben wahrnehmen. Das
ist das erste Thesenpapier zur Gründung einer IG Techno, daß
Lazimbat und die Rechtsanwältin Jantina Nord unter Mitwirkung der
Frontpage Redaktion aufgestellt haben.
Die Idee IG Techno
- Zusammenschluß zunächst von Clubbetreibern
aus der ganzen Bundesrepublik; später zugänglich für
Labels, DJs, Produzenten, und alle, die im Business mit House und Techno
aktiv sind.
Aufgaben:
- Aufklärung nach Außen:
- Öffentlichkeitsarbeit
- Reaktion auf Presseberichte
- Ansprechpartner für die Presse
- Pressemitteilungen
- Workshops für Journalisten
- Formulierung von gemeinsamen Standpunkten
- Aufklärung nach Innen:
- detaillierte Informationen über die Rechtslage; Rechtstips
- Vermittlung von Fachanwälten vor Ort
- Sprachrohrfunktion:
- Lobby-Arbeit bei den örtlichen Behörden
- Aktionen vor Ort
- Politische Arbeit in allen relevanten Fragen
- weitere Aufgaben:
- Standardverträge
- Techno-Archiv/Info-Pool
- jederzeit erweiterbar
Gründung:
- Eingetragener Verein als beste Organisationsform
- Ausarbeitung einer Vereinssatzung nach den Vorschlägen der Mitglieder
- Abstimmung bei der nächsten Versammlung
So könnte es gehen. Das Ganze soll natürlich keine Initiative
der Frontpage Redaktion bleiben, sondern ein allgemeiner, unabhängiger
Verband sein.
Aus diesem Grund lädt Frontpage am 14.4.95 zum ersten
Techno-Journalisten-Forum Vertreter aller anderen Magazine ein,
damit ein breiter Zusammenschluß aller Fanzines die Idee der
IG Techno supportet. Die Gründung soll dann innerhalb eines Monats
erfolgen und von allen Gründungsmitgliedern soll ein gemeinsamer
Vorstand gewählt werden.
Bis die Gründung der IG Techno erfolgt ist, hat Frontpage ein
Sonderkonto zur Verfügung gestellt, mit dem Anlaufkosten bezahlt
werden.
Wer Gründungsmitglied der IG Techno werden will, sende uns bitte ein
Fax und bekommt alle vorliegenden Unterlagen:

Bitte sendet mir alle Infos zur IG Techno
Company...........
Name...........
Straße...........
PLZ/Ort...........
Telefon..... Fax.....

Senden oder faxen an:
Technomedia Stichwort IG Techno
Tauentzienstr. 7 b/c
10789 Berlin
Fax: 030-264 53 40
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