stefan brügesch

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FP:
Seit wann bist du DJ und wie hast du den Zugang zu House/Techno bekommen?
Stefan Brügesch
Seit '91 spiele ich in Clubs, vorher habe ich mir zu Hause einen Wolf gemixt. '87 schleppte mich meine damalige Freundin ins Hamburger Front, dort hab ich mich mit dem Housevirus infiziert, bin ihn bis heute nicht los.

FP:
Aus welcher Gegend kommt die Inspiration für Dein erstklassiges Debut auf Superstition?
SB:
Ein großer Teil kommt, glaub ich aus einer mir unbekannten Gegend in meinem Kopf, ich glaube es heißt Gehirn. Ein anderer Teil aus dem Bauch und den Hüften und der Rest sind Einflüsse von allen möglichen Dingen, die um mich herum passieren.

FP:
Hast du ein eigenes Studio, oder hat dein Label es dir zur Verfügung gestellt?
SB:
Ein eigenes Studio hab ich nicht, aber neben meinem Bett stehen ein paar Maschinen mit denen man tolle Sachen machen kann.


FP:
Bist du exclusiv bei Superstition?
SB:
Nein, Superstition signt zwar gerade neben "Steve Bug" und "Goldfinger", meinem Projekt mit Gerret Frehrichs (Humate), ein drittes Projekt namens "Clever `N' Smart", das ich zusammen mit P. Kjon Berg ebenfalls von Humate gemacht habe. Aber ich habe z.B. demnächst noch ein Release unter meinem Namen auf einem neuen Label aus München "Subfunktion", ein Unterlabel von Funktion. Die Delirium Leute machen das. Außerdem wird es bald ein neues Label aus Hamburg geben, für die ich auch etwas gemacht habe.

FP:
Was hast du vorher gemacht?
SB:
Bevor ich mich ganz der Musik verschrieben habe, war ich Haircutter, heute cutte ich nur noch Platten, HöHö!

FP:
Stimmt es, daß Bea, die Frau von DJ Cle, Dich zum DJ gemacht hat?
SB:
Das erzählt sie überall herum, sie möchte unbedingt eine Scheibe von meinem Erfolg abkriegen. Wahr ist: Ich habe sie zur DJ-Frau gemacht, nebenbei erwähnt: "Bea, Cle isch libbe Eusch!"

FP:
Woher kommt der Name Steve Bug?
SB:
Aus dem Englischen: Steve ist das Kürzel für Stefan, Bug heißt Käfer, deswegen auch der Käfer auf dem Labeletikett.

FP:
Legst du lieber auf, oder gehst du lieber privat in Clubs?
SB:
Im Moment lege ich lieber auf, sonst langweile ich mich. Nein, mal im Ernst, es kommt ganz darauf an.

FP:
Wer aus Deutschland wäre der ideale Kollege als DJ oder Producer?
SB:
Wer der ideale Partner wäre, kann ich nicht sagen, ich glaube es gibt viele gute Kombinationen.


FP:
Was machst Du außer Musik?
SB:
Nichts, mein Leben besteht nur aus Love, Sex and Bug'n Roll.

FP:
Erzähl dein spannenendstes Erlebnis mit Octopussies.
SB:
Wir waren mal zusammen in der Sense.

FP:
Deine Verbindung zu München, Berlin, Hamburg, Bremen und ein Statement zu den einzelnen Szenen?
SB:
Also, in München habe ich viele Freunde, die habe ich vor Jahren auf der Insel vor Mentera kennengelernt. Außerdem gab es die besten privaten After Hours dort. "Oberpframmern", München ist für mich wie nach Hause kommen.
Berlin: Cle, Bea E-Werch ... Ich wollte mal nach Berlin ziehen, konnte mich aber nie so richtig entscheiden.
Hamburg: Da wohn isch.
Bremen: Dort hab ich angefangen aufzulegen und 20 Jahre gewohnt, schee wars. Seit ich weg bin, gehts leider total Berg ab, aber 1 mal im Monat ist ja T-Dance mit Jens Mahlstedt und mir, ein Lichtblick! Außerdem wohnt meine Freundin dort.

FP:
Deine all-time top five?
SB:
  1. Roxeanne Shante > Sharp as a knife
  2. DJ Hell > My definition of house (FEOS Mix)
  3. Bam Bam > Where is your child
  4. Exstacy Club > Jesus love the Acid
  5. K-Alexi > My Medusa
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