
Den Sound dazu liefern die Source-Records, deren Qualitäten sich mittlerweile auch auf anderen Technoplaneten rumgesprochen haben und die übrigens gerade auf Europa-Tour gehen.
Dementsprechend spricht man hier auch nicht von Clubwär sondern eher von Spacewear. Der Mensch verläßt die Erde und so will er jetzt aussehen: Glitzern wie die Sterne soll es, schimmern, leuchten, funkeln und halluzinativ wirken. Alle basteln gerade an ihren Kollektionen (hier Sabotage) und Optics sind angesagt: Ray-D-8-Brillen werden bald unnötig, weil jetzt die Stoffe, das Make-Up und die Dekos für die richtige Optik sorgen werden. Paradiesvögel, Cyber-Feen und Männer mit Röcken - wir sehen wieder schöneren Seiten entgegen. Das hat auch das Swirly geblickt, denen ich an dieser Stelle ein Lob ausspreche (jaja-UFOs are here!).
Wird Highdelberg vollends abheben? Hier gibt es ja noch 2 SpaceCrews, wovon eine sogar behauptet, außerirdisch zu sein! Nein, erstmal noch nicht.
Denn auch hier ist nicht alles heiter und Sonnenschein: Das Whiskey bemüht sich tapfer um eine Konzessionsverlängerung (bald unter der Woche bis 3 und samstags bis 5 Uhr. Auch das Normal gibt sich Mühe, wobei man es irgendwie zu gut mit uns meint: Bei den mittlerweile fast wöchentlichen Star-DJ-Highlights (April: Dag, Mai: Sven V) ist der Laden hoffnungslos überfüllt und es wird anständig abgezockt. Nichts für ungut, aber vielleicht schafft da bald die freiwerdende Halle in Rohrbach-Süd platzmäßig Abhilfe. Die Verarsche des Monats war der riesig angekündigte Der Rave am 25.2. in Sinsheim (da, wo der Monsterboy herkommt): Flyer, Aufkleber wurden verteilt und Karten wurden verkauft - einziger klitzekleiner Haken: Da war gar kein Rave! Irgendwie Abzock-Charts verdächtig.
Highdelberg City Clubtips: Dienstags Computergrooves (Bouillabass) im Whiskey, Donnerstag (Source-) Move-D. im Whiskey oder Goa Records presents-Night im Normal (siehe auch Silverpages)
Durch solche verdammten Trittbrettfahrer wird es für die Technoszene schwieriger. Kein Wunder, daß Veranstalter Schwierigkeiten bei der Hallenanmietung bekommen. Für die Raver diesen Rat: Wenn euch der Veranstalter unbekannt ist, laßt die Hände vom Vorverkauf . Erkundigt euch genau, damit solche schwarzen Schafe nicht mehr ihren Fuß in die Szene setzen können.
Jetzt zu was erfreulicherem: Neu eröffnet hat der Yellow Kitchen Danceclub im ehemaligen OHM. Freitags gehts mit DJ Thunderpussy und samstags mit Gast-DJs aus dem In- und Ausland ab.
Richtig housig war es bei der "History of house". Da Farley "Jackmaster" Funk seinen Auftritt abgesagte, verpflichtete man Marshall Jefferson als Ersatz. Von der Musik her waren die House-Lovers bestens bedient. Nur hätten es ein paar mehr Leute sein können. Herausstechend war wiedermal Derrick May, der die Raver mit seinem Set bezauberte.
Eine Chance von Newcomern DJs aus Mannheim und Umgebung gab das Jugendzentrum Edingen. Sie veranstaltete mit Unterstützung der CYCLON-CREW den Zentauer-Rave. Diue Jungs vom New Skool Jungl Tribe etablieren sich als Newcomer Live-Act langsam aber sicher. Der 1. Auftritt auf der Zentauer Rave war eigentlich schon recht gut. Auch DJ Cosmic C aus Mannheim legte einen abgefahrenen Hardtrance-Set auf.
Morrock
Ja, es wird Frühling in unserer Stadt und es regt sich was. Im letzten Monat wurde sie zum Beispiel durch zwei neue Läden bereichert. Als da wären: "Pool" eröffnete in der Müllerstraße im geliebten Glockenbachviertel, wo sich die eine Fraktion der Techno- & Raveläden befindet. Es ist der einzige Laden, der "Frankfurt"Niveau erreicht und hat sich schon zu einer nachmittäglichen hang-out location entwickelt. In abgefahrenem Fliesendesign wird hier Club- und Streatwear präsentiert. Platznehmen kann man in einer halben Wanne oder aufm paar Kloschüsseln, echt strange. Die selfshooting Schaufensterpuppen bringen die jungen Passanten zum Lachen und Mütter zur Weißglut, was die Kommunikation auf den Gehwegen fördert. Über die Wendeltreppe in den Keller gelangt, erwartet uns ein Plattenkontingent, das strictly aus House besteht. Und wer das Delirium jetzt sucht, it just has gone underground, in den Keller von Positive Vibrations, Reichenbachstraße 33, to give house a new home.
Das andere neue "paradies", ein Ableger von Tom Novys Recordstore, eröffnete in Schwabing seine Himmelstüren, wo wir uns auf gecrashtem Fliesenboden mit Clubwear und CDs bereichern können (Die Klamotten zu korrekten Preisen). Eine ansehnliche Auswahl der neuesten Energydrinks gibt's hier auch So look out for the new energy giving drink of the month "afri-guarana"! Leckerschmecker! So just step in.
Nun zum Raveprogramm: Heidenraverspaß gibt's immer Mittwoch zum Wochen-Entrance im Club, trippy acid and more peitscht uns um die Ohren, Spaß vorprogrammiert bei der abfeierwütigen crowd. Wer selbst danach noch nicht genug hat, geht noch zur thursday early morning transmission ins backstage, wenn die Kräfte reichen. Nach unserem Faschingsdebut zum Union-Rave in Düsseldorf (Naja naja) waren wir froh, am Rosenmontag noch im Loop zu landen. Alabama war uns zu hard und oldiemäßig, obwohl selbst dort gestopft voll war, da genug Hardraver abfeiern wollten. Auch wir gaben uns die Classic live von Ultrasonic, Phrenetic System und Eniac. Doch hat es uns im Housetempel wieder mal besser gefallen, wo wir durch Felix Houzer & Housepunk Dirk aufgewärmt zum ersten mal Future funk und deren one tracks live act lauschen durften.
Danach ging es weiter mit Kenny "Dope" Gonzales & Little "Louis" Vega aus New York, die das Tempo erst mal etwas runterschraubten und mit Plattennadelgehüpfe und einige taktlosen Übergängen ihre Professionalität in frage stellten. Aber es wurde besser.
Was die sperrstundenfreie Zeit noch so mit sich brachte konnte man Fasching auch mal erleben. Nach einem Jungl- & House-Karneval im Ultraschall traf man sich dort ab 6 Uhr zur After, um die Zeit von 11 bei Tom Novy bis 16 Uhr im P! zu überbrücken. Wer dann noch nicht genug hatte, ab 16 Uhr wieder mit Rok im Ultraschall, open ended, oder ab 18 Uhr zur Housemania im Parkcafe. Dann war allerdings nicht mehr sichergestellt, ob am Aschermittwoch die Einnahme von Heringen zur Katerbeseitigung auch ohne fremde Hilfe möglich war.
Frisch gestärkt ging es am Freitag wieder ins "taboo" zu DJ Linus gedrehten Housebeats, der sich schon auf Rave City am 4.3. vorbereitete. Lookout for the Ravereport Rave City. Wegen des Wetters und unserer Müdigkeit verpaßten wir Raurent Garniers Debut im Ultraschall. Naja, es soll eh nicht so toll gewesen sein, und ihn gibt es ja jetzt monatlich dort zu hören. Aus dem Ultraschall kommen auch die konzeptionell besten Flyer of the town, Schade, daß es das Faltblatt nicht mehr gibt, die Texte auf der Rückseite gehörten ja zu den wenigen Sachen mit Substanz in unserer Stadt. Sehr zu empfehlen auch der Ravetimer der Partysanen, mit allen dates auch zum selbst Nachtragen.
Am 9. März weihte Sven Väth, back from holiday, seine monatliche homebase, den Wappensaal, mit sciene-fiction-house-music ein. War das ne Party. Seelig die, die seinen Set live auf 89,0 Hit FM "radiactiv" mitgeschnitten haben.
Ich suche auch noch ne Kopie davon und ihr könnt euch bei mir melden (Tel.: 089/202 17 31). Ich habe sogar zum ersten mal einen seiner Bässe verschluckt, tasty tasty. Das schmeckt, stanges gefühl im Magen, genau der richtige Starter in seine sciene-fiction-world. Tony Humphries, der uns ja nur selten aus New York besucht, hätten wir gerne an diesem Abend im P1 gehört, doch war es uns leider unmöglich,
in dritter Reihe auf der Prinzregentenstraße zu parken.
Dieses Jahr wartet München mit dem ersten Munich Union Rave auf. Unsere Loveparade am 27.5. nach Mayday und vor Berlin wird nach einer Demo unter dem Motto "Music ist the only drugs" in den 2. Munich Nightmove münden, bei dem wie schon Weihnachten in allen Locations abgefeiert werden kann.
Deliriums Sonntags-Clubnight wurde uns gecancelt, da einige nach Rave-City im P1 durch unkorrektes Verhalten auffielen. Thanks an diese unbelehrbaren Kaputtmacher.
Legendär a la Interference/Berlin war wohl auch das "What is Ambient"-Festival im Ultraschall. Mal was anderes umspielte unsere Ohren und unsere Augen wurden mit ambitionierten Effecxts gestillt. Es war schön. Wer dort war weiß Bescheid.
Uwe/Protector
Solche Nachrichten fördern natürlich die Lust aufs Raven und motivieren einen für weitere Taten, anders in Nürnberg, wo auf einem gelungenen Großrave (Wake Up) wieder einmal soviel Staatsmacht unterwegs war, daß einem schlecht werden konnte. Ein gefundenes Fressen für alle Boulevard-Blätter, Sender und sonst noch alle, die sich der fairen und objektiven Berichterstattung verschrieben haben. Es wurden ja auch bei sensationellen 50 Raverlein Stoffe festgestellt, die eindeutig gegen das BtmG verstoßen, bei ca. 8000 Besuchern ein sensationeller Erfolg, der auch bei der Überprüfung von 8000 Personen in der Nürnberger Fußgängerzone zustande gekommen wäre, aber was solls zur Party.
Kurz vor der Veranstaltung konnte man ja bei den Veranstaltern des Wake Up`s ein leichtes Unbehagen beobachten. Kein Wunder, fand nicht eine Woche vorher in München Rave City statt mit einer Besucherzahl, die die 20000 wohl überschritt. Aber die großangelegte Werbung der Wake Up-Veranstalter und das geschmackvoll ausgewählte Line-Up hatten dann doch zur Folge, daß die Frankenhalle, die übrigens für eine Veranstaltung dieser Art sehr gut geeignet war, ein voller Erfolg wurde, auch mit einer negativen Presse. Aber wen interressiert die schon...?
Eine positive Presse, aus welchen Grümden auch immer, hat von Anfang an die Alabamahalle Ex Resi. Muß wohl an dem multikulturellen Programm liegen, das dort nun gefahren wird. Es wurde einiges investiert in den alten Komplex, den Umbau der Halle muß man als gelungen betrachten. Sie wirkt nun nicht mehr so prollmäßig und bietet ein besseres Ambiente für Technoveranstaltung.
Auch steigt das Besucherinteresse an den Veranstaltungen dort im Hause. Waren es bei der Eröffnungsveranstaltung ehr weniger Raver, die den Weg in die Alabama fanden, waren es bei der zweiten Veranstaltung mit Genlog, Komakino, Paul van Dyk, Liquid schon ca. 1000 Leute, die korrekt abfeierten und so den Ravecharakter nach Nürnberg brachten, der in Nürnberg noch ein wenig in den Kinderschuhen steckt.
Die dritte Veranstaltung dieser Art mit Ralphie Dee, Thunderball und Sunbeam, die als zukünftiger Mayday-Act kräftig abräumten. O-Ton Sunbeam Micha: "Rave in Nürnberg - alles klar".
Die nächste Veranstaltung dieser Art, Future Shock von Jet Krauß und Michi Kronenberger aus München, organisiert mit BBM, Dave Clarke, Bountyhunter, live CJ Bolland und Ultra Sonic wird in der Alabama stattfinden. In der Lizard Lounge zeigt sich, daß der gemeine "Housenürnberger", obwohl er durch etliche Marlboro Housetouren eigentlich geschult sein müßte im "who is who", wohl doch noch nicht so den Durchblick hat. In Nürnberg zählt vielerorts nur der Name und der Credit des Küstlers in den Köpfen der Musikgenießenden.
So ist es wohl zu erklären, daß bei Cle, der sich ja in Nürnberg schon eine beträchtliche Fangemeinde aufgebaut hat, der Laden voll und die Stimmung "housenthusiastisch" war, Cle is auch ein geiler DJ. Bei anderen Bonbons, nämlich bei Fairley Jackmaster Funk, Armando, Johnzon war der Laden nicht so voll,.Vielleicht lag es an den Namen, die ja nicht einfach auszusprechen sind.
Das RAF macht immer noch Urlaub, es gibt in dieser Hinsicht nichts Neues zu berichten. Nur daß die Idee-Inhaber der RAF Idee bester Laune sind und daß die RAF Idee noch lange nicht gestorben ist. Hinsichtlich einer Houseerziehung wäre die RAF jedenfalls dringend nötig. Limes trinken kann man ja woanders, aber eigentlich auch nur im Belly Cloud oder in Ollies Neuer Welt.
In eben dieser neuen Welt traff sich nach dem Union Rave in Düsseldorf die ganze Nürnberger Rave-Prominenz, um dort in gemütlich kleiner Runde den Klängen von Roman To und Oliver Kapp zu lauschen und den köstlichem Limes persönlich von Ollie hergestellt zu genießen. Der Genuß artete wie immer in einem haltlosen Saufgelage aus, thats the way we live !? Limes ist ja momentan das ganz große Modegetränk in Nürnberg. Bloß sollte man hier von so manchem Gebräu abraten, das sich da Limes nennt.
Empfehlen muß man zwingend den eben schon erwähnten Limes von Ollie (Neue Welt) und natürlich den von Thomas Pechert (Chief of da Belly Cloud Bar) der seinen Limes (Ehrensache) natürlich auch selber mixt. Andere Limesstellen sollte der erfahrene Limestrinker meiden oder eßt ihr Schweinebraten vom Rind?
Turbulent gings auch bei P-500 zu. From John Acquaviva über Woody, Carl Cox bis Sven Väth, ein gemischtes und durchaus hochkarätiges Line-Up, das uns da am Kanal geboten wurde. Absolute Highlights waren Carl Cox und Sven Väth. Bei Carl Cox, der uns allen zeigte, warum er der three decks wizard genannt wird, störten nur die allzu Neugierigen, die sich wie ein Schleimbatzen um Carl postierten, um ihm beim Auflegen zu beobachten. Das die Tanzläche im Boot aber gerademal 5 Quadratmeter groß ist, zum Abtörn der Tanzenden, daran dachten sie nicht. Also liebe Gaffer, Voyeure bitte macht Platz zum Tanzen, sonst müssen wir euch die Kehle durchschneiden und in den Kanal werfen, Sorry!?. Sven Väth, Legendär! Aber dazu später mehr!
Erst mal zur Dschungelfraktion der Stadt. In Nürnberg bekannt unter dem Namen IDD gab es ein paar dschungelige Veranstaltungen im Lancia Odeon. Am 03.03 legten dort Mad Spirit, Beatmaster X, Whizzcor auf. Am 10.03 fand eine Party mit Mad Spin, Scario und Funky Typ, auch im Lania Odeon statt.
Auch wenn es in good old germany nicht so gut klappt mit dem Dschungel-Hype, so bleibt doch die Hoffnung, das durch die Aktivitäten von IDD sich auch in Nürnberg eine ehrlich gewachsene Dschunglscene entwickelt. Im Housebereich ist auch noch etwas zu berichten: Im Mach findet demnächst die Redical fear Tour mit Felix da Housecat, Roy Davis etc. statt, watch out for Flyers.
Nun zum Thema Sven Väth. Man kann ja über Sven Väth denken was man möchte, vom Guru bis hin zum Kommerzpapst wurde Ihm ja schon alles angedichtet. Anyway nicht mein Thema, denn was sich der gute alte Sven in Nürnberg geleistet hat, sprengt alle Rahmen. Es fing an auf dem gut gefüllten Boot, nach Worm up von Beillie und einem kurzen Set von BBM, stellte sich Sven um 2 Uhr an die Plattenspieler. Nach 13 Stunden wirklicher Abfahrt, 13 Stunden Abfeiern vom Feinsten, schloß P-500 um 15 Uhr Nachmittag.
Die Karawane der Partypeople zog weiter ins Belly Cloud, in dem Sven so gegen 16.30 auftauchte. Dort ging er zielstrebig zu den Turntables, um noch einmal bis 3 Uhr nachts aufzulegen. Zusammengezählt kommt man auf eine reine Auflegzeit von 23 Stunden!!! Das muß erst mal einer nachmachen, und wer sich bei P-500 und im Belly Cloud aufhielt, der weiß, was für ein Sound und was für eine Abfahrt dort geboten war.
Ich erinnere mich mit Schaudern an die Tänzer auf der Bar des Belly`s. Eine Neuerung im Belly ist die Fun Area gleich rechts am Eingang, abgetrennt durch einen Vorhang. Eintritt nur bei uneingeschränkter Bereitschaft zu purem dreckigem und zeitweise auch nicht jugendfreiem Spaß. Stars der Area Hank Hoffmaster, genannt der Öltonendrummer el Rhytm Maaan, der über zwei Stunden den Takt im Belly angab bis seine Handballen blutig und das Belly ohne Rhythm war.
Ein weiterer Prominenter des Ecks war El Rastaman, genannt der Alleinunterhalter. Spezialität des El ist wohl seine einzigartige Reifenperformance, die bei manchen Zuschauern den Lach mit einem Kotzflasch verbanden, ein einzigartiges Erlebniss. Auch nicht von schlechten Eltern K aus N, die mit ihrer "Schick den, der vor dir sitzt" Gala so manchen aus den Träumen riß, mit ihrem unverwechselbaren "Pst, Hey, Pst, Hey" in tiefe psychische Sphären von eben vor ihr Sitzenden eindrang und ein lustiges Kopfdrehen bei den Beschickten auslöste. Weltklasse!!
Laut Betreiberseite liegt der Sinn der Fun Area im Fördern junger Spaßvögel. Eben für alle, die sich für so eine Aufgabe berufen fühlen. Eine tolle Sache für jung und alt und eine Bereicherung für Nürnberg. Ich glaube nicht, daß hier, wie von böser Zunge behauptet, ein paar Leute den Aufruf "schick mich", der auf manchen Belly-Cloud-Flyern vermerkt war, zu ernst genommen haben. Ich sehe hier andere Gründe, die aber in einer anderen Geschichte erzählt werden sollen.
John Boujaka
Genau eine Woche später feierte man im Nabburger MED.-RO den Space Rave '95. In gewohnt guter, um nicht zu sagen genialer Manier gaben die DJ's ihre Vorstellungen. Die rekrutierten sich ausnahmslos aus dem Aufgebot des FLeXIBLe ReSPONSe Raves an Sylvester und leisteten wieder einmal einen Überblick über die ganze Palette der Techno- und Housemusikstile. Gut gefüllt ging es wieder auf drei Etagen ab. Auf die Frage, wer denn nun der beste war, konnte man sich nicht einheitlich festlegen. Meistgenannt: Dozhead von Maniax und Marc von NONAMe.
Drei Tage darauf, am Rosenmontag, gab es gleicherorts, diesmal im Para, wieder einen Riesenevent. Nun ja, they are different. Geladen hatte man den Berliner Dubmission-DJ Paul van Dyk, die Fire-Performance Raver's Nature sowie den Regensburger DJ Jörg. Letzterer hatte sogar eine Merchandise-Area aufgebaut, sozusagen als Außenstelle seines Andromeda-Record-Ladens, und auch sonst hatte sich deko- als auch publikumsmäßig im Vergleich zu den letzten beiden Raves einiges verbessert. Musikalisch glänzten vor allem der Berliner und der Regensburger, während die Richtung der Hofer Combo vielleicht nicht jedermans, aber doch wohl jederkids Geschmacks war. Allerdings mußte diesmal eine etwas abnehmende Besucherzahl verzeichnet werden.
Ansonsten weiterhin freitags und sonntags FACTORY, freitags MED.-RO und neuerdings im Stückchen von Regensburg entfernten Straubing MAXBASE im MAX.
Matthew, Dir nachträglich alles Gute zum Geburtstag und Ihr anderen laßt euch überraschen, was als nächstes kommt.
Günthi, das schreibende Raverlein!
Dabei hat vor allem das KIWI mit seiner strengen Tür-Politik und aufklärenden Plakaten in der Diskothek mehr als genug gegen den Drogenmißbrauch getan. Wahrscheinlich ist das KIWI letztendlich darüber gestolpert, daß mehrere Dealer von der Geschäftsleitung der Polizei übergeben und angezeigt wurden. Daraufhin nämlich verstärkte die Polizei ihre Kontrollen und nahm verschiedene Personen vorübergehend fest, allerdings außerhalb des KIWI.
Gegen die behördlichen Maßnahmen blieb das KIWI nicht untätig. Nachdem ein Eilverfahren vor dem Verwaltungsgerichtshof Karsruhe, die Verfügung der Stadt aufheben zu lassen, erfolglos war, organisierte das KIWI in Kooperation mit dem neu gegründeten Verein "Save Techno on Our Planet" eine große Demo auf dem Pforzheimer Marktplatz, bei der 2.000 Raver, unterstützt von der Musik eines eigens dafür aufgestellten Trucks, ihren Protest lautstark artikulierten.
Anschließend gab es im KIWI eine Abschiedsveranstaltung mit Pascal F.E.O.S.
Soviel Wirbel und Presserummel diese Aktion auch mit sich zog, so gering war bisher der Erfolg. Trotz des absolut friedlichen Verlaufs dieser einzigartigen Musikdemonstration ließen sich die Stadtoberen nicht erweichen und stimmten der Neueröffnung des KIWI mit einem neuen Sicherheitskonzept nicht zu. Von finanzieller Not getrieben wurde das KIWI am 17. März unter dem Namen "Tanzhalle Johann Strauß" wieder geöffnet.
Das neue Konzept verbietet offiziell, daß Techno gespielt wird. Deshalb wird Resident DJ Peter Pan auch nur samstags gewohnte Klänge spielen, wenn auch nicht den ganzen Abend, was aber die Techno-Crew nicht daran hindern sollte, gegen später in Richtung KIWI, Verzeihung "Tanzhalle Johann Strauß" zu
pilgern.
Abschließend noch einige Facts zu dem im Januar gegründeten Verein "Save Techno on Our Planet". Gegründet wurde der Verein als Reaktion auf die Schließung mehrerer Diskotheken in einem Zeitraum weniger Wochen. Hauptanliegen des Vereins, der mittlerweile mehrere Hundert Mitglieder hat, ist es, gegen die Willkür von Behörden in Zusammenhang mit Techno anzugehen. Dabei hat sich das Team um den Vorsitzenden Ralf zur Aufgabe gemacht, das Mißverständnis eines kausalen Zusammenhanges zwischen Techno und Drogen aufzuklären. Ebenso steht die Drogenaufklärung und Drogenprävention im Mittelpunkt der Vereinsarbeit. Hierzu wurde ein Drogenausschuß gegründet. Dem Verein bleibt viel Erfolg zu wünschen.
Future Sound Factory
Mit Spannung erwartet wird bereits die Schiffsparty auf der Donau am Pfingstsonntag (An- und Ablegeplatz ist der Regensburger Dultplatz). Zugesagt haben bereits: Pascal F.E.O.S., Jens Lissat, Amenophis und weitere lokale DJ-Größen. Man darf gespannt sein.
C.M.S.
Ein weiterer DJ-Stern wurde am Stuttgarter Himmel mit kometenhaftem Aufstieg namens R.O.O.D.Y. geboren. Tagsüber im Delirium, Samstag und Sonntag im Planet an der Seite von Commander Tom hat er sich in kürzester Zeit einen Namen gemacht.
Im Nexus 6 gehen unterdessen die Star-DJs wieder ein und aus wie eh und je: Rok, Mex, Andy Trex, Peter Pan, High-Speed etc.
Leider ist der Freitag noch etwas schlecht besucht, da die Öffnungszeit bis 3.00 Uhr begrenzt ist. Bis zum Erscheinen dieser FP-Ausgabe dürfte aber auch das Problem behoben sein. Die Chancen stehen gut, da der vorbildliche Ablauf der Polizei keinen Grund mehr für Bedenken liefert.
Das Delirium von Mike Schmidt und Marco Zaffarano hat sich vergrößert. Record und Clubwear sind jetzt durch verschiedene Eingänge getrennt. Jens hat bei den neuen Räumlichkeiten seinem künstlerischen Drang freien Lauf gelassen. Mit Erfolg, wie man deutlich sehen kann.
Besonders stolz sind wir in Stuttgart auf Commander Tom und Peter Pan, die sich derzeit "geschäftlich" in Australien aufhalten. In verschiedenen Radiosendern und Discotheken bringen sie dort ein wenig Stuttgart-Flair zur Geltung.
Na, wenn das nichts ist?
Anja D.
Eine gute Nachricht habe ich aber auch noch, nach soviel Ärger. Eine Disko in Ulms berüchtigter Straße, der Keltergasse, hat den finanziellen Trend der Zeit erkannt und ihre Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit Ulms wichtigsten DJs erklärt. Frucht dieser Sache ist, daß jeden Freitag The Cave Club Ulm eine neue zukunftsträchtige Locations bietet. A step into the underground! Vielleicht der einzige Weg?
Judy
Samstag wird das "Raverglück"-Programm gefahren mit den Resident-DJs SebBo, Mirco und Steve Acme (Stefan, du kannst es dir abschminken, daß ich jedesmal A.C.M.E. schreibe). Am Eröffnungsabend wird zusätzlich noch Logarhythms live acten, die in absehbarer Zukunft übrigens ihre erste CD vorstellen werden.
Um den Würzburger Technohassern zu zeigen, wo und wer hier die Musik spielt, gibt's am 17. April den dritten Aufguß des "Milky Way"-Raves mit Sven Väth, Carl Cox, Laboratoire Garnier und den Homie-DJs. Wie immer wird der Rockpalast miteinbezogen und man kann nur jedem empfehlen, sich eine Karte im Vorverkauf zu sichern. Ihr erinnert euch noch ans letzte Jahr? Kriegen wir auch wieder eine schöne süße verstrahlte After-hour im Labyrinth? Wär schon schön!
Am 29.4. wird Oliver Lieb und Marcos Lopez zu Gast sein. Ansonsten schaut es programmäßig so aus, daß nur einmal im Monat Gast-DJs gebucht werden.
Das Freitags-Programm im "Airport" nennt sich "House"-Vergnügen und wird von Sabine Christ bestritten. Dann dürfen wir also wieder hoffen, daß unser Petaa vielleicht doch wieder so eine kleine Bar, eventuell, wäre schön, wenn....Es soll aber mehr so 70er/80er House (mit Geschmarr) gespielt werden. Ich warne also alle, die mit der Hoffnung freitags ins Air gehen, doch dann irgendwann Techno zu hören!
Freitags Techno-Hören kann man weiterhin im Kitzinger Voodoo-Club, der nach Holgers Deko-Anfall um 1000% attraktiver geworden ist. Holger for Toys! Nix mehr mit Spiegelsäulen und so. Angemalte Teppichrollen und sonstige phantasievolle Dinge schmücken den einst so ungemütlichen Club. Es werden übrigens freitags (nach dem Feiern, also genau Samstagmorgen) Freiweillige gesucht, die helfen, den Krempel wieder abzubauen. Ihr könnt euch bei Holger an der Bar melden. Ein Gratis-Ramazzotti ist auf jeden Fall drin.
Am 7. April feiern die Aqua-Traxx-Jungs ihr einjähriges Bestehen. Mitfeiern werden M-Phaser und DJ Sonic aus dem Subway in Kassel. Ein Jahr - Mädels wie die Zeit vergeht! Ende April (28.) kommt Paule Cooper (der Sohn von Gary), um sich in Kitzingen mal umzuschauen.
Im Mai schickt uns Oliver Bondzio Frühlingsgrüße aus Köln, voll Hardfloor, ey! In den Kreisen, in denen ich verkehre, munkelt man, daß die Aqua Traxxler in Verhandlungen mit Tanith stehen, um ihn von Berlin nach Kitzingen zu locken. Ein Panzer-Konvoi ist schon gechartert, mal schauen, ob's klappt...
Ansonsten, wer die Licence to Chill hat, kann sonntags immer noch kurz in der Zone vorbeischauen, die allerdings donnerstags ihren Haupttag hat. Sehen und gesehen werden, bzw. trinken und sehen, stimmt's Henne, Hörner, KC....!
Das war's einstweilen
Schnittchen