Mal was für PC-Leute ...
War bisher die Musikproduktion per Computer eine Domäne
der Firmen Atari, Apple und
partiell auch Amiga, so holt das Betriebssystem Window
immer weiter auf. Nicht zuletzt deshalb, weil sich
zahlreiche auch kleinere Firmen auf diesem Sektor engagieren
und zum Teil sehr preiswerte Tools zur Verfügung
stellen.
Eines dieser Unternehmen ist das Softwarehaus Magix
in München, das jetzt mit einem völlig neuen
und dabei äußerst preiswerten Programm auf
den Markt kommt: "music studio". Dabei handelt
es sich um eine Klangverarbeitungs- und
4-Spur-Harddisc-Recording Software.
Angesprochen werden soll mit dieser Software Anfänger.
Für den Preis von unter DM 100,- erhält der
Anwender ein bemerkenswertes Software-Paket. Echtes
4-Spur-Recording, Einbindung von MIDI-Files sowie den
Export und Import
von WAV-Files. Zusätzlich ist sogar ein Btx/Datex-
J Decoder in dem Preis
enthalten.
>>>Zu den einzelnen Möglichkeiten des
Programms:
Für die einfache Bedienung sorgt eine gelungene
graphische Benutzeroberfläche. Die Grundfunktionen
wie Einfügen, Kopieren, Schneiden usw. werden
einem
Grafikprogramm ähnlich durch Drag&Drop-Funktionen
erledigt.
Lautstärke sowie Ein- und Ausblenden der Samples
erfolgt in Echtzeit und wird gleichfalls mit einfachen
Tools bewerkstelligt.
Zu dem günstigen Preis kommen bei "music studio"
noch die geringen Systemanforderungen. Das Programm
verlangt für die Bearbeitung in CD-Qualität
lediglich eine Window kompatible 16-Bit-Soundkarte
und einen 486er Prozessor, der mit 33 MHz getaktet
ist, 4 MB RAM und eine Festplatte. Zu empfehlen ist
natürlich eine möglichst große Festplatte,
da beim Sample von Audio-Daten bekanntermaßen
sehr schnell große Datenmengen anfallen.
>>>Was kann die Software nun im einzelnen?
Musikstücke können mit Hilfe der Software
und natürlich der Soundkarte auf die Festplatte
des
Computer aufgenommen und von dort auch wieder abgespielt
werden. Dazu muß einfach eine Tonquelle, also
beispielsweise Turntables bzw. ein CD-Player, an die
Soundkarte angeschlossen werden. Auch sind Aufnahmen
mit dem Mikrofon möglich. Die
so aufgenommenen
Samples sind als WAVE-File - ein Standardfile also -
abzuspeichern.
Wenn Samples und Klänge bearbeitet werden sollen,
um sie beispielsweise in Synthesizern, Soundkarten
oder Tracker zu verwenden, können diese auf der
Festplatte geschnitten und geloopt werden.
Die Soundschleifen (Loops) sind direkt von der Festplatte
oder aus dem RAM abspielbar. Selbstverständlich
können Anfangs- und Endpunkte des
Samples verändert
werden, um einen optimalen Sound zu erzeugen. Die Loops
sind weiterhin mit einer Cross-fader-Funktion zu glätten
und anschließend als fertige Standard-WAVE-Datei
zu exportieren.
Damit sind aber die Bearbeitungsmöglichkeiten,
die die Software bietet, noch nicht erschöpft.
Jedem Sample-Objekt kann eine eigene Lautstärke
gegeben werden. Fades, also Ausblenden und Einblenden,
werden sehr bedienerfreundlich mit sogenannten Anfassern
gesteuert. Echo- und Halleffekte mit einem frei zu
wählenden Pegel sind ein
weiteres High-Light des Programms.
Hat man einen Fehler gemacht, dann lassen sie sich mit
der Undo-Funktion korrigieren. Auch hier wieder sehr
fein: Die Undo-Funktion läßt sich einstellen
und bis zu 100 Arbeitsschritte sind wieder rückgängig
zu machen.
Übrigens: Die nochmalige Kurzbesprechung der Software
hat einen kleinen Grund: Leser können bei uns
anrufen und die ersten zehn erhalten von uns kostenlos
das Programm zugeschickt. Greift zum Hörer und
wählt: 030/ 235 555 -21 FP-Redaktion, Technologix.
Ach so, die Erfahrungen besagen, daß man ganz
fix sein sollte, sonst sind die Programme
nämlich weg.