David Morales - Der DJ als Lebemann
House-Legende David Morales ist in aller Munde. Er
ist einer der gefragtesten DJs und Remixer der Welt
und bekam kürzlich den Rekordpreis von 23.000
Pfund für einen Set, was viele seiner Kollegen
vor Neid erblassen ließ. Viele Gerüchte
ranken sich seither um den Lifestyle des drahtigen
Kult-DJs und Lebemanns. Grund genug für Frontpage
mit Morales kurz vor seinem Gig auf Rave City ein paar
Worte zu wechseln....
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FP: Waren es wirklich 23.000 Pfund für einen Abend....
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DM: Leicht übertrieben das Ganze, äh, wenn
auch nur geringfügig.
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FP: Würdest Du auch schon für ein bißchen
weniger auflegen.
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DM: Ungern...., aber Quatsch, nun mal ehrlich: Ich mache
sowieso nicht die Money Deals, sondern mein Management.
Wenn ich in einen Club gehe, kanns passieren, daß
ich auch mal umsonst auflege, z.B, mit Little Louie
Vega. Und wenn ich zugestimmt habe zu spielen, egal
zu welchem Preis, ist es mir auch egal, wie lange ich
auflege, ob eine oder 10 Stunden....
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FP: Wie fühlt man sich als bestbezahltester DJ
der Welt....
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DM: Naja, das war ja nicht immer so. All die Jahre denkt,
in denen man wenig bis nichts bekommen hat... Es ist
eine Frage des Respekts, und der ist jetzt eben vorhanden.
Wir DJs sind ja auch ein Teil der Unterhaltungsindustrie.
Die Leute wollen eben immer die besten Entertainer
sehen, egal aus welcher Branche. Und wenn solche Summen
bezahlt werden, dann ist das schon gerecht...
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FP: Wo legst Du zur Zeit am liebsten auf....
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DM: Zuhause.. nein, ich würde sagen, immer noch
in der Sound Factory Bar in New York. Und in Italien.
Ich liebe Italien. Das Essen, die Landschaft, die Frauen....
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FP: Hier in Deutschland hast Du bis jetzt nur auf Rave
City gespielt. Als Headliner im House Room. Wie findest
Du das....
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DM: Es ist großartig. Ich ärgere mich immer
nur, daß sowas in den Staaten nicht möglich
ist.
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FP: Warum eigentlich nicht....
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DM: Die Security, die man dafür bräuchte,
wäre unbezahlbar.
Sie könnte das nicht handeln. Hier gehen die Leute
aus, um zu tanzen, eine gute Zeit zu haben, Mädchen
kennenzulernen. Hier gibt es im Gegensatz zu Amerika
nicht wirklich gewaltätig zu, was man sich wahrscheinlich
schlecht vorstellen kann....
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FP: Was denkst Du über die deutsche House und Technoszene....
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DM: House wird stärker und stärker und es
gibt immer mehr DJs. Der Markt hier ist einfach unvorstellbar
groß. Barrieren, die wir in Amerika noch haben,
sind längst gebrochen. Es ist sehr interessant.
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FP: Kennst oder magst Du einige deutsche DJs
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DM: Dazu kenne ich sie zu wenig....
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FP: Stimmt es das du eine bedeutende Rolex-Sammlung
besitzt.
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DM: Fuckin hell, bedeutend. Also ich hab drei sehr schöne.
Eine davon ist aus den Vierziger Jahren. Aber ich
habe sie alle gleich gern.
FP. Wofür gibst du Dein Geld noch so aus. Teure
Autos, vielleicht....
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DM: BMWs mag ich schon sehr. Aber ich habe selber kein
Auto. Autos sind unpraktisch für mich. In New
York gibt es genug Taxis, aber keine Parkplätze.
Ich würde lauter Parkplätze mieten müssen,
vor meiner Wohnung, vor dem Studio.
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FP: Wie ist Deine Wohnung?
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DM: Oh, meine Wohnung ist "nice", nichts übertriebenes.
Entgegen aller Gerüchte nur ein Schlafzimmer.
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FP: Du hast ein eigenes Fitness-Studio bei Dir zu Hause.
Mit Trainer...
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DM: Er ist nicht mehr mein Trainer, sondern mein Geschäftspartner.
Das war irgendwann günstiger.
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FP: Stimmt es, daß Du nur Seidenunterwäsche
trägst und die dann nach einmal Tragen wegschmeißt....
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DM: Also hier muß ich jetzt mal was richtig stellen:
Ich habe nie Seidenunterwäsche getragen. Niemals.
Ich stehe auf Baumwolle, know what I mean. Außerdem
habe ich überhaupt selten Unterwäsche an.
Es ist jetzt eh gleich Showtime....
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FP: Also, wie gibst Du Deine 23.000 Pfund pro Gig aus..
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DM: Having a good time. I kaufe gerne antike Möbel.
Ich mag Sachen, die 20, 30 Jahre halten. Keinen billigen
Schrott. Ich hasse moderne Scheiße.