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Zitat von Hate |
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hm..angeregt durch die Diskussion in einem andern Forum, stell ich den Artikel hier mal rein....lest ihn bitte erstmal ohne Vorurteile bis zum Ende und postet dann eure Meinung....
PS: Ich schreib meine Meinung später, ihr sollt ja unvoreingenommen lesen...
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Ein ziemlich guter Artikel, weil er auch die Sichtweise von Marco als Betroffenem verständlich macht. Meist wird doch über das Thema nur von außen geurteilt mit Vorurteilen und Hass ohne mal nach dem Menschen hinter dem Problem zu fragen, wie die Reaktionen, die Marco im Internet bekam, ja auch zeigen. Ich persönlich finde an Pädophilen zunächst nichts schlimmes (Trotz, dass ich selbst Mutter bin und die Vorstellung, dass meiner Tochter so etwas passieren könnte, für mich unerträglich ist), solange sie so verantwortungsbewusst wie Marco damit umgehen und versuchen, Hilfe zu finden und nicht zulassen, dass diese Neigung Macht über sie bekommt. Pädophilie ist nicht strafbar, sondern wie der Artikel zeigt, eine Neigung, für die der Betroffene im Grunde gar nichts kann.Strafbar und verabscheuenswert wird es erst, wenn der Pädophile die Grenze überschreitet und versucht, seine Neigungen auszuleben , oft auch noch mit dem selbsteingeredeten Argument, das Kind habe es ja auch gewollt, mit dem sie sich zu rechtfertigen versuchen.
Ich finde auch, dass es in Deutschland zuwenig Anlaufstellen für Betroffene gibt, um Hilfe zu erhalten und sich mit anderen Betroffenen auszutauschen, denn dann könnten solche Straftaten vielleicht häufiger verhindert werden. Viele, die so verantwortungsbewusst wie Marco sind, wollen Hilfe, bekommen sie aber nicht. Wenn sie dann von der Gesellschaft fallengelassen, verabscheut und vorverurteilt werden; ihres Ansehens und Respektes von anderen und damit auch ihrer Macht beraubt werden, werden sie schlimmstenfalls wirklich zu Straftätern, einfach, weil es die einzige Form ist, seine Macht zu zeigen. Kinder sind leider leichte Opfer. Diese Entwicklung trifft auf Sexualstraftäter im Allgemeinen zu, die keinen Rückhalt im Leben haben oder selbst unterdrückt und gedemütigt wurden und daher keine andere Möglichkeit mehr sehen, sich Macht im Leben zu verschaffen. Wenn sie sich aber austauschn oder jemandem anvertrauen können und trotzdem Rückhalt von Freunden und/oder Familie haben ist es doch viel leichter, seinen Neigungen zu widerstehen.
Also, ich bewundere Marco für sein Verantwortungsbewusstsein und sein Engagement. Gleichzeitig bedaure ich ihn, denn zu wissen, dass man niemals ein sexuell wirklich erfülltes Leben haben wird, da man seine Neigungen nicht ausleben darf und auch nicht in der Lage sein wird, andere befriedigende Neigungen zu entwickeln, ist eine echt trostlose Vorstellung, die man erstmal verkraften muss.
Ich persönlich würde jedem Menschen zunächst eine Chance ohne Vorurteile geben, urteilen kann man dann immer noch. (Natürlich würde ich dabei, wenn ich über die Neigungen informiert bin, als Mutter schon ein Auge darauf haben, dass meiner Tochter nichts angetan wird. Das ist kein Vorurteil, sondern die Verantwortung für mein Kind!)