Vollständige Version anzeigen : Was denkt ihr wer versagt hat? Staat, Behörden???
NAchdem nun eine neue Diskussion nach Kevin´s (http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,442225,00.html) (2 1/2 Jahre) Tod gestartet wurde, das alle "Problemfälle" vom Jugendamt Besuch bekommen sollen, möcht ich von euch gerne mal wissen was man besser machen könnte und wer in den Fällen versagt hat....
oder zB. der Fall von
Leonie (http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,442641,00.html) (7 Monate)
Marcel (http://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/index.jsp?rubrik=5710&key=standard_document_3862058) (1 Jahr)
oder hier (http://www.agsp.de/html/n366.html) (2 Jahre)
oder 2 ältere Fälle:
Jessica (http://www.sueddeutsche.de/panorama/artikel/768/48720/) (7Jahre)
Dennis (http://www.tagesspiegel.de/brandenburg/archiv/25.06.2004/1206396.asp) (6 Jahre)
und wisst ihr was noch schlimmer ist, die Liste lässt sich fast beliebig fortsetzen....und das in einem Land wie Deutschland... Also wer hat hier versagt und was könnte man ändern? Und das Besuche vom Jugendamt nichts bringen und die zuwenig Mitarbeiter haben ist ja allgemein bekannt. Und selbst wenn "Problemfälle" Besuch bekommen, was wollen die machen. Ne Liste abhaken welche Kinder überhaupt noch leben???
und noch ein Nachtrag, grade kam in den Nachrichten das ein 4jähriger Junge Freitag von seinen Eltern totgeprügelt wurde.....
Das Problem beim Jugenamt ist allerdings auch das es gerne wegsieht. Bei meinem Vater in der Klasse sind 2 Schüler, beide behindert, wo die Eltern nicht mit klarkommen. Das Jugenamt hat mehrmals Meldung darüber erhalten das die beiden besser in Pflegefamilien kommen sollten aber es wurde nichts gemacht. Der eine ist jetzt von seiner Mutter in eine geschlossene Anstalt geliefert worden, der andere leidet immer noch zuhause rum.
Oder mein kleiner Pflegebruder....den hat seine Mutter jahrelang im Schrank oder vorm Fernseher gehalten und es wurde nichts gemacht. Meine Eltern haben über 3 Jahre dafür gekämpft ihn zu uns zu holen. Mein Vater hat das alles live mitbekommen, weil er auch Schüler bei meinem Vater war.
Das Jugenamt sieht auch lieber mal weg als schnell zu handeln, oft handeln die nur wenns fast oder zu spät ist. Genau wie jetzt das alle Problemfälle Besuch bekommen sollen, ja was wollen die dann machen? Strichlisten führen welche Kinder noch leben? Die wissen jetzt auch welche Kinder gefährdet sind und holen sie nicht aus den Familien, also warum sollte sich das ändern? Das Jugenamt redet auch lieber als das es handelt......
meiner meinung nach ist es ein "durch die reihe durch versagen". angefangen von nachbarn ("das geht mich nichts an"),
ueber verwandte und bekannte ("hm, also mir ist garantiert nichts aufgefallen!")
bishin zum kinderarzt ("na, dann glaube ich der mutti mal das der 2-jaehrige klaus-torben beim bergsteigen gestuerzt ist.").
haetten die deutschen kein so grosses persoenliches problem mit zivilcourage saehe die welt ohnehin ganz anders aus.
jm2c
In diesen Punkten stimme ich Dir zu.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass Nachbarn nie etwas mitbekommen haben sollen, wenn Kinder mishandelt werden, denn das macht ja auch Lärm. Wütende Eltern schreien rum, die Kinder sowieso. Leider denken alle, da misch ich mich nicht ein, obwohl man ja auch anonym die Polizei rufen kann. Aber die Beamten werden dann das Kind fragen, welches natürlich aus Angst vor den Eltern, nicht die Wahrheit sagen wird. Es müsste ein Gesetz geben, dass in einem solchen Verdachtsfall die Beamten in Namen des Staates eine ärztliche Untersuchung anordnen dürfen, gegen die die Eltern nicht unternehmen können.
Ich habe auch mal soo einen Fall in meinem Bekanntenkreis erlebt. Damals bin ich mit einem jüngeren Mädchen immer zum Sport gegangen, weil ihre Eltern keine Zeit hatten und habe irgendwann mal bemerkt, dass sie ganz schreckliche Striemen an den Beinen hat. Ich habe sie dann darauf angesprochen, worauf sie mir auch erzählt hat, dass sie von ihrem Vater fürchterlich geschlagen wird. Ich bin zwar nicht zur Polizei gegangen, aber weil ich die Familie gut kannte, habe ich sie direkt darauf angesprochen, dass ich etwas unternehmen werde wenn ich sowas nochmal sehe und dann auch nicht mehr mit zum Sport gehe. Natürlich nur auf meine Beobachtung, das Gespräch habe ich nicht erwähnt. Es war ja der Vorschlag der Eltern gewesen, dass ich das Mädchen zum Sport begleite und sie wussten, dass ich von nun an ein Auge darauf haben würde. Hätte ich nochmal was mitbekommen, hätte ich auf jeden Fall was unternommen und das Mädchen wusste auch, dass sie sich jederzeit an mich wenden konnte. Gott sei Dank, habe ich keine solchen Beobachtungen mehr gemacht. Ob das hieß, dass es dann auch vorbei war, weiß ich natürlich nicht, aber ich habe schon verstärkt darauf geachtet.
Was mich aber immer besonders erschreckt, ist, wenn ich dann höre, dass die getöteten Kinder den Behörden schon wegen Mißhandlungen bekannt waren, aber trotzdem niemand was unternommen hat. Die Eltern liefern einfach eine Erklärung und die Behörden glauben es und legen den Fall zu den Akten. Typisches Beamtentum, sich ja nicht mal engagieren, sondern immer den Weg des geringsten Widerstandes gehen. Dabei geht es um Kinder!!!
Genauso, wie mit den beiden schulpflichtigen Opfern. Da lassen sich die Beamten von einer verschlossenen Tür oder den Lügen der Mutter abhalten! Gedanken, dass das eigentlich nicht sein kann; das da irgendwas nicht stimmt, macht sich niemand, das wäre j auch mit Aufwand verbunden. Warum kann es denn keine Gesetze geben, die die Eltern nicht mit so etwas durchkommen lasen, sondern z. B. die Polizei ermächtigen, die immer verschlossene Tür aufzubrechen, wenn es um ein Kind geht, oder die Eltern zu zwingen, ihre Aussagen auch zu beweisen. Ich verstehe zum Beispiel nicht, dass die Schule keine ärztlichen Atteste für den kleinen Dennis verlangt hat. Oder gab es da etwa einen Arzt, der da mitgemacht hat.
Auf der anderen Seite wird bei Kleinigkeiten immer ein riesen Fass aufgemacht, auch vom Jugendamt. Aber in diesen Fällen, ja da versagen die Behörden, nicht zuletzt, weil der Staat bei der Gesetzgebung versagt hat und wir als Nachbarn, Freunde ... aufgrund mangelnder Zivilcourage.
Ich finde, es müssen andere Gesetze her, die nicht die Eltern, sondern die Kinder schützen! Vielleicht auch Aufklärungen in den Schulen, dass sich misshandelte Kinder nicht dafür schämen sollen, sondern sich Hilfe holen, oder Kinder, die das in ihrem Umfeld mitbekommen, mit Lehrern oder Eltern darüber reden, was natürlich auch die Schaffung von Kontaktstellen für diese Kinder einschließt. Betreuungspersonal (Lehrer...) und die Mitarbeiter bei den Behörden müssten speziell darauf geschult werden, ein Auge für solche Fälle zu entwicklen, den Umgang mit den betroffenen Kindern zu lernen, damit sich diese auch öffnen und nicht zuletzt, die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen! Es müssen gesetzliche Grundlagen geschaffen werden, die den Behörden in Verdachtsfällen die Befugnisse geben, sich über die Köpfe der Eltern hinwegzusetzen und Untersuchungen zu verlangen! Vielleicht gibt es auch Eltern, die sich an Beratungsstellen wenden würden, wenn die Möglichkeit besteht, dies anonym zu tun, wenn sie merken, dass sie die Kontrolle verlieren. Vielleicht könnten dann solche Fälle verhindert werden, wenn die Eltern Unterstützung bekommen!
Und natürlich sind wir alle gefragt, nicht unsere Augen zu verschließen, sondern endlich unsere Zivilcourage wieder nutzen und wenn es anonym ist!
Auf jeden Fall muss man sich bei jedem getöteten Kind vor Augen führen, dass es so nicht weitergehen kann und dass man vielleicht mit bestimmten Maßnahmen, die Regierung diesbezüglich unter Druck zu setzen versucht, hier endlich andere gesetzliche Grundlagen zu schaffen!
Scheiß auf die Nachbarn und scheiß auch auf das Jugendamt.
Alles fängt immer bei den Eltern an und die meisten gehören entweder
1. auf die Couch oder
2. auf einem Erziehungskurs
Bei 1. meine ich alle seelische Krüppel die voller Komplexe stecken und sich dann bei ihren Kindern ''abreagieren'' müßen, darunter gehören vor allem Drogen- und Alkoholproblembehaftete Menschen oder Schläger die nix anderes zu tun haben als Kinder zu prügeln.
Da müßte der Gesetzgeber härter durchgreifen und einen größeren Freiraum für Jugendamt und Polizei bieten, aber in Deutschland würde es sofort einen Aufschrei geben und man fängt an zu diskutieren.......solange bis die nächsten Opfer kommen, dann ist man sich einig es muß jetzt was geschehen, bis man merkt die Kassen sind leer und man kann nicht machen........dann kommt ein kleiner Appell an die Eltern und Nachbarn, besser die Augen aufzumachen........und dann kehrt man das leidige Thema unterm Teppich.
Zu 2. meine ich, wie einfach Erziehung sein kann, zeigt doch u.a. die Serie die Supernanny auf RTL. Mit ein bischen Disziplin und einen einfach geregelten Plan kann man Kinder so beenflußen, daß es beiden zu Gute kommt, Eltern wie Kindern.
Als es zum ersten Mal im TV kam, war ich erstaunt wie einfach doch Erziehung sein kann.
Kinder wollen in erster Linie Aufmerksamkeit von Eltern, die wiederrum wollen eher ihre Ruhe und verwöhnen ihre Kinder mit nem haufen Spielsachen oder Süßigkeiten.
Es gibt auch viele Gegner die die Serie kritisieren und von Drill und Zucht sprechen........die sind in meinen Augen Vollidioten.
Ich denke Kinder brauchen eine gewisse Disziplin und Ordnung in ihrem Leben und selbstverständlich auch Liebe, man muß alles unter einem Hut bringen.
Tun die Eltern aber etwas vernachläßigen, dann sieht man anhand von z.B. Berliner Schulen zu was es noch kommen kann: Jeder macht was er will, aber keiner hat wirklich ne Ahnung wo es lang geht.
Alles fängt immer bei den Eltern an und die meisten gehören entweder
1. auf die Couch oder .....
Bei 1. meine ich alle seelische Krüppel die voller Komplexe stecken und sich dann bei ihren Kindern ''abreagieren'' müßen........
Also ich bin auch ein "Seelischer Krüppel" (schönes Wort) und trotzdem schlag ich meinen Sohn nicht....ich denke hier sollte man vorsichtig sein mit dem was man sagt, abe rja der Staat/Behörden sollten sich darum bemühen das diesen Eltern geholfen wird....und sei´s durch Hilfen die einmal täglich in die familie kommen ect.....
Zu 2. meine ich, wie einfach Erziehung sein kann, zeigt doch u.a. die Serie die Supernanny auf RTL.
Absolut falsch!!!!! In den gezeigten Problemfällen mag die supernanny durchaus helfen, aber das sind keine normalen Erziehungsmethoden......ob Erziehungswissenschaftler o. Kinderpsychologen alle halten dieses Konzept für gefährlich für die normale Entwicklung....allerdings achtet man von Anfang an auf die Erziehung müsste man Methoden wie die der Supernanny nicht brauchen......die ich persönlich auch total furchtbar find, aber in gezeigten Problemfällen durchaus hilfreich.
Mit ein bischen Disziplin und einen einfach geregelten Plan kann man Kinder so beenflußen, daß es beiden zu Gute kommt, Eltern wie Kindern.
Ich denke Kinder brauchen eine gewisse Disziplin und Ordnung in ihrem Leben und selbstverständlich auch Liebe, man muß alles unter einem Hut bringen.
Japp....vollkommen richtig....aber wenn man das selbst nicht von Haus aus mitbekommen hat kann man das auch nicht seinen Kindern zeigen....Ich denke ein "Elternführerschein" wäre eine sehr gute Idee.....und sei´s nur um die grundlegenden Erziehungsmethoden jemand beizubringen....wie nicht schlagen, loben, viel Liebe....ect.
Außerdem fänd ich Zwangssterilisation eine gute Idee....wie oft hört man das diese Mütter schon mal Kinder hatten, die denen schon weggenommen wurden....oder bestes Beispiel: Hier im Dorf wohnen 2 Mädels- beide ca. 19-20. Beide 3-fache Mutter...nachdem ersten Kind war schon abzusehn das die nicht mit den Kindern klarkommen, beide haben ewig das Jugendamt da, der Kindergarten ruft nach Hilfe wegen der älternen Kinder und trotzdem haben beide wieder Kinder in die welt gesetzt! Da sollte man eingreifen, es kann net sein das sich solche.......vermehren wie Karnickel......
Aber solang unser Staat nicht mehr Geld für die Kinder ausgeben will und das Jugenamt die Augen verschließt, und /oder nicht mehr Mitarbeiter bekommt wird sich wohl nichts ändern.....dabei gibt es z.B. auch in jeder Stadt von der Diakonie oder ähnlichem Familienberatungsstellen....
Also ich bin auch ein "Seelischer Krüppel" (schönes Wort) und trotzdem schlag ich meinen Sohn nicht....
Nein, nein, so mein ich das auch nicht. Ich meine Seelische Krüppel ist ein umfaßendes Wort und eigentlich jeder hat irgendwelche Macken, manche mehr manche weniger.
Nee, ich meine nur die Gruppierung von Leuten die sich Hauptsächlich an ihren Kindern abreagieren müßen, weil sie Wahrscheinlich anderswo so gehemmt sind und ihre aggresionen an ihnen auslassen müßen.
Es sind Menschen die den ganzen Tag alles schlucken müßen (z.B. Arbeit-Chef) und dann nach Hause kommen und regelrecht sich an den Kleinen vergreifen...
Das sind die großen Helden unserer Gesellschft:0138: :mad:
Außerdem fänd ich Zwangssterilisation eine gute Idee....wie oft hört man das diese Mütter schon mal Kinder hatten, die denen schon weggenommen wurden....oder bestes Beispiel: Hier im Dorf wohnen 2 Mädels- beide ca. 19-20. Beide 3-fache Mutter...nachdem ersten Kind war schon abzusehn das die nicht mit den Kindern klarkommen, beide haben ewig das Jugendamt da, der Kindergarten ruft nach Hilfe wegen der älternen Kinder und trotzdem haben beide wieder Kinder in die welt gesetzt! Da sollte man eingreifen, es kann net sein das sich solche.......vermehren wie Karnickel......
Aber solang unser Staat nicht mehr Geld für die Kinder ausgeben will und das Jugenamt die Augen verschließt, und /oder nicht mehr Mitarbeiter bekommt wird sich wohl nichts ändern.....dabei gibt es z.B. auch in jeder Stadt von der Diakonie oder ähnlichem Familienberatungsstellen....
Kenn leider auch so n Fall, sie ist 25, hat 3 Kinder von 3 verschiedenen Männern, wobei sie von zweien nich einmal wer weiß, wer die Väter eigentlich waren. Sie hat ihre Kinder bei ihren Verwandten ''verteilt'' und zieht weiterhin um die Häuser.
Sie ist Zigeunerin (Roma) und ihre Cousine ist mit nem Freund von mir verheiratet.
Und einmal hat sie sogar folgendes zu uns gesagt:
Wenn ihr mal jemand Geld für ihre Kinder anbietet, Gutes Geld! würde sie auch eines verkaufen......
Du kannst dir gar nicht vorstellen, was das für ne heftige Diskussion gab......
Ihre Argumentation: Sie tut in 2-facher Hinsicht was gutes:
einmal für sich: Das Geld
und einmal für die elternlose Paare, die sich Kinder wünschen und keine bekommen können.
Ich hätte sie am liebsten beim Jugendamt...........