Vollständige Version anzeigen : Demo-Tapes
Dj Mike Turner
01.04.2006, 15:57
Moinsen @ll!
Hätte da mal eine Frage an alle...
Nicht selten hört man, wenn man nicht über eine Agentur verbucht wird und auf der suche nach einem Club zum auflegen ist, man solle sich einfach mal mit einem Demo-Tape oder einer Demo CD bewerben.
Jetzt stellt sich mir die Frage, welches Kontingent soll drauf!?
Mach ich eines, wo überwiegend der Style des Clubs abgedeckt wird,
mach ich eines mit meinem Favorstyle, oder mach ich ein Set was mein gesamtes Plattenwerk abdeckt (House, Trance, Hardtrance bis Hardstyle-Techno), wobei sich da ein zeitliches Problem ergibt. Ich kann ja nix dafür, aber die scheiß CD packt halt nur 80 mins! :D
Zudem sind leider meine Recordingmöglichkeiten stark eingeschränkt, durch wohnen in einem Mehrfamilienhaus (Lautstärke), und man hat ja nicht unbedingt grade ein professionelles Studio im Wohnzimmer!? :eek:
Was habt Ihr für Erfahrungen gemacht?
Wie seid Ihr in ein resident-team reingekommen?
Bin für Tips und anregungen immer dankbar!
Greetz
Dj Mike Turner
Ich habe mir Audacity kostenlos gedownloadet und nehme so über PC 75 Min CD's auf.Den Rest mach ich klassisch auf 120 Min Tapes oder 90 Min Tapes.Für Clubs sollte man sich für einen Style entscheiden, Du kannst ja , wenn Du mehrere spielst ja dementsprechend je ein 80 Min Set (Trance, House, Techno zb) und diese zugleich einreichen,Ein Tip: mdr Sputnik sendet auch 1h Set's von Necomer DJ's aller Styles, jeden Sonntag morgen von 1 Uhr bis 4 Uhr ( 3 DJ's).Von mir ist dort schon eine CD in Warteschleife.
jamiethomas
04.04.2006, 15:58
Hmm Demo-Tape....irgendwo hatten wir das Thema glaub ich schon Mal.
Ich habs immer so gemacht, dass ich für nen Demo-Mix mich zwar nicht auf einen Style festgelegt hab, aber halt nicht Kunterbunt gemischt hab.
Bei nem Demo-Mix sollte genau wie bei nem Set im Club ein gewisser Spannungsbogen da sein finde ich. Von der Länge würde ich sagen 40-60 Minuten. Die Tracks gestückelt, weils ultra-nervig ist, wenn man sich von Track zu Track suchen muß.
Auch auf die Aufmachung der CD und Hülle sollte wert gelegt werden. Ist einfach was anderes, wenn man ein gut gemachtes Cover hat. Kontaktdaten sollten auf jeden Fall auf Hülle UND CD sein.
Also aus meiner Erfahrung landen die meisten Tapes,bzw. CD`s alle ausschliesslich im Mülleimer.Soll aber nicht heißen das du keine machen sollst. Kontakt zu den Residents suchen,frag einfach nach was für gute scheiben sie haben,was gut bei den Leuten zieht u.s.w.,small talk halt.Am anfang nicht aufdrängen und mit der Tür ins Haus fallen,zeit lassen.In einem guten Club,braucht man lang reinzukommen und dann läst man sich ungern von einem anderen rauskicken.Wenn du ne gute bekanntschaft aufgebaut hast kannst du ihm dann ne CD in die Hand drücken und er soll mal ein statement abgeben.Anders gehts wohl kaum noch,denn in jedem Laden stehen Dj`s schlange und freiwillig geht von den Residents keiner.
Und da ich selber ab und zu mal Events mache kann ich sagen,das du bei einer Party ungefähr,5 mal am abend gefragt wirst,b.z.w. Cd`s in die Hand gedrückt bekommst.Ich hör grundsätzlich auf meine Dj`s,wenn die sagen sie haben da einen der is gut,bekommt er eine Chance und darf mal für 45 min. an die Teller.Oder bei kleinen Events 1 Std.-Vorprogramm und 1-Std. Hauptprogramm.Mir gehts persönlich weniger ums perfekte auflegen sondern
eher darum wie der auf die Leute eingeht.Wer das erste mal vor ca. 300 Leuten auflegt darf gern mal den ein oder anderen übergang versemmeln.
Viel glück,auf jeden fall und nur nicht locker lassen.
jamiethomas
05.04.2006, 09:15
@ wellano
Ob wie wild Demo-Mixe durch die Gegend schickn was bringt, sei dahingestellt. Ging ja hier jetzt hauptsächlich darum wie ein Demo-Mix gestaltet werden soll. Du denkst schon wieder einen Schritt weiter.
Ich versende Demo-Mixe auch nur noch Aufforderung.
DJ Yakusa
05.04.2006, 09:43
Also ich weiß nich. N Demo Tape mit 90 min.???
Oder ne Demo CD mit 80 min.???
Vielleicht sollte man die Zeitspanne ein wenig herunter schrauben oder nicht?
Ich kann mir nicht vorstellen das ein Betreiber eines etwas größeren Clubs, der täglich mehrere Demo CD oder Tapes zugesendet bekommt immer und immer wieder die Zeit findet sich solche großen Tapes anzuhören. Das mal zu der Sache das die Dinger meist unangehört im Müll landen.
Zum Aufbau würd ich sagen das du dich ein wenig dem Style im Club anpasst. Klar kann man an geeigneter Stelle mal auch einen seiner Lieblingstracks mit einbauen, aber zum großen Teil schätze ich das, das Demo dem Club entsprechen sollte, da es ja schliesslich nicht nur dir, sondern vorallem dem Clubbetreiber gefallen und zusagen muss. Wenn der nunmal dann mit deinem Favostyle nichts anfangen kann ist es klar das jemand anderes den Job als Resident bekommt. Eben der, der den Vorstellungen des Chefs entspricht.
shi-gung
08.04.2006, 03:42
Klar, einerseits den style auf einem level halten und dann mittels smalltalk die cd´s in die runde bringen. am besten der musikrichtung des clubs anpassen. aber das ist nur eine möglichkeit... auf diese art und weise muss man sich nämlich von club zu club durchkämpfen, was sehr anstrengend sein kann.
Die andere möglichkeit ist es sich einen gescheiten promoter zu suchen, der einem Gig´s verschafft. Da langt dann bei einem promoter mit ahnung auch schon mal ein tape mit 16 min, dass er hört ob der angehende DJ/liveact es drauf hat...--> war zumindest bei mir so! ab und zu zählt nämlich qualität vor quantität!!!!!!!!!! auf diese weise kommt man mit weniger arbeit mehr rum! man muss sich den namen nicht selbst aufbauen, sondern bekommt proffesionelle unterstüzung dabei!
gruß shi-gung
ps: tausend köpfe, tausend meinungen....
Meine Meinung: Find your own Style. Kreative Sachen kommen immer gut an. Wenn du spielst wie tausend vor dir und tausend nach dir, bist du nur einer unter vielen. Laß dir auf jeden ersmal viel Zeit beim Plattenkaufen. 10 Scheiben in 2 Stunden ist da schon ok, wenn du aber dazwischen das zehnfache gehört hast. Las dich da immer ganz von deinem Mann im Ohr leiten, der sagt dir dan was 100% dein Style ist:0063: Das mit dem Spannungsbogen ist auch sehr gut. Kumpel macht ne Welle rein, wie gesagt, deine Kreativität ist gefragt. Such dir am besten ne kleine Pose i deiner Nähe und laß ruhig angehen. Geh zu einer Party von den Leuen, von denen du glaubst, das sie in etwa(!) deinen Syle drehen, quatsch ein bissel mit ihnen und laß "ganz nebenbei" ne Promo rüberkommen. Und die Promo an sich: Denke mal, Cd ist das gängigste Format, da machste nix verkehrt. Und immer dran denken, ein cooles Cover macht noch keine gute Promo!! Außen hui und innen pfui findet keiner cool! 40-80min, je nachdem,wie lange deine Scheiben es hergeben und immer bissel Action machen(Fadercuts, mit dem EQ spielen, ggf. Effekte verwenden) Laß dir beim aufnehmen ruhig Zeit, mach paar mehr Aufnahmen und such die beste aus.Die Mixe sollten schon zu 90% sauber hinhauen, kleine Fehler macht am Ende jeder.Und bloß net aufgeben. Immer schön am Ball bleiben, dann klappts auch mitm Club-Gig.;)
Greeces
twinoddity
01.06.2006, 19:48
Also meiner Meinung nach sollte man seinem eigenen Style treu bleiben. Wenn der Style im CLub nicht dazu passt dann schick ichs halt zu nem anderen.
Man sollte sich selber treu bleiben und sich nicht fürn gig verbiegen!!!!
Wir suchen übrigens immer gute Dj´s im Raum Berlin Brandenburg.
Weiss ja nicht wo Du herkommst kannst Dich aber gern bei uns Melden.
www.evolution-berlin.de
:0057:
Nicht selten hört man, wenn man nicht über eine Agentur verbucht wird und auf der suche nach einem Club zum auflegen ist, man solle sich einfach mal mit einem Demo-Tape oder einer Demo CD bewerben.
Da kann ich mich den vorangegangenen Beiträgen voll anschließen. Ergänzend vielleicht dies:
Das Hauptproblem ist natürlicher Natur, genau wie bei Frauen: Der Interessent sollte zu Dir kommen... Da Du aber vielleicht unbekannt bist, bringt Dich das nicht weiter! Hier heißt es kreativ werden und "sich drehen" - ohne aufdringlich zu werden.
Wenn der Veranstalter Newcomer sucht oder um Demos gebeten hat, ist alles roger. Wenn nicht empfiehlt es sich vielleicht, sich zu informieren ob und an wen die Bewerbungen zu richten sind. Denn sonst sind vielleicht das Geld und die Mühe umsonst gewesen... Versuche den richtigen Ansprechpartner zu finden. Hoffentlich sagt dieser dann auch die Wahrheit, daß er sich die Zeit nimmt und sich durch den Stapel der CDs durchhört...
Eine zweite Möglichkeit Vitamin B - Beziehungen... B-) Die haben aber natürlich die meisten Newbies nicht.
Also ist es nicht verkehrt, wenn man versucht die Residents oder Crew zu kennenzulernen. Von denen kannst Du am besten erfahren, was Du anstellen mußt, mit wem Du schlafen mußt und welche Chancen Du hast. Nutze die Gelegenheiten zu DJ-Contests.
Die dritte Möglichkeit ist in unserer Zeit leider zu einer etwas exotischen Variante geworden: Die heutige Jugend ist Bestandteil einer reinen Konsumgesellschaft geworden und kann nur noch zur Party gehen, sich über die Preise aufregen, ihren Dreck hinterlassen und hinterher wieder 'rummaulen... Positive Kritiken sind die Ausnahme. Daß sich selbst einmal jemand aktiv mit einbringt und etwas auf die Beine stellt ist eine Seltenheit. Hierbei ist es natürlich, wie mein Vorredner schon richtig feststellte das Beste, wenn Du Dich einer regionalen Posse anschließt und ihr gemeinsam etwas durchzieht. Damit bekommst Du auch im kleinen Stil gleich Deine ersten Erfahrungen, wie es ist, vor Publikum zu spieln, was die Leute richtig anheizt usw.
-> Fazit: Mache auf Dich aufmerksam.
welches Kontingent:
Das mußt natürlich Du beurteilen, was der Empfänger für Erwartungen hat. Im Zweifelsfall 'mal fragen. Titelsprünge sind empfehlenswert. Es sollte auf keinen Fall eine mit mp3-Dateien vollgepackte CD oder DVD sein - die hört sich dann vielleicht gerade Niemand (komplett) an.
Qualität:
Der Empfänger (vorausgesetzt er hat Zeit und Lust sich Dein Demo anzuhören) kann i.d.R. schon heraushören, welche Musik es sein soll und wie die Mixingqualität ist.
NeOpHyTe
21.06.2006, 09:17
:0063: WORD :0063:
@Saxxon: deine Sets sind auf jeden Fall der Hammer