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Vollständige Version anzeigen : Zieherei tollerieren?


Kein Thema
15.07.2009, 13:48
Hey zusammen,

mein freund und ich sind jetzt seit 9 jahren zusammen. haben schon viel zusammen ausprobiert und haben vor längerer zeit viel zusammen konsumiert. Da viele Dinge in seinem Leben dadurch scheiterten (Ausbildung, Führerscheinentzug,.) hörte er damit auf.. und ich auch gleichzeitig.
Sind seit Jahren ganz clean...... dachte ich..
letzte woche beichtete er mir im total druppen Zustand, dass er seit ca. 1 monat wieder regelmäßig(täglich) konsumiert. Ich kann mich an die ganzen Lügengeschichten von damals erinnern.. und auch den letzten monat hat er mich anscheinend nur belogen...und hab beschlossen, dass ich das nicht mitmache. haben uns also getrennt.
er will mich mit seinem rumgelüge nicht verletzen und ich will nicht angelogen werden...gleichzeitig will ich das alles nicht wahrhaben.. (beziehung vorbei, mein (ex)freund ist ein kaputter suchti) und obwohol es so lange so gut lief seitdem wir beide clean waren( 2 Jahre ) hat er wieder angefangen und kommt nicht mehr davon los

er spricht jetzt davon dass er professonelle hilfe benötigt, aber den schritt dahin nicht schafft..

er ist nach 2 jahren wieder da wo er nie wieder hin wollte..
das ist alles so schwer zu begreifen.

Was soll ich tun? Kontakt abbrechen? Ihn unterstützen wenn er Hilfe braucht? Mir fällt das schwer zu tollerieren, dass er die ganze Zeit über konsumiert obwohl er weiß, dass alles schlimmer dadurch wird.

wieso kapiert er das alles auf einmal nicht mehr?! so verscheppert , dass er nicht mehr normal denken kann?!:eek::confused:

PaulGipson
15.07.2009, 15:32
ich weiß nicht ob du süchtig bist aber wenn ja würde ich keinen kontakt halten das geht nicht gut zumindest meine erfahrung, und den schritt in die hilfe ist nicht so schwer wie man meint ich bin ihn auch gegangen und habe es nicht bereut joa was soll man dir raten wenn er drupp wie jupp ist abstand und im cleanen rahmen kann man dan über hilfs angebote reden mehr fällt mir graden nicht ein

Kein Thema
15.07.2009, 15:54
nein ich bin nicht süchtig. ich nehme seit 2 Jahren nix mehr.. und will es auch nicht. mir gefällt das Leben ohne besser :)
Freut mich dass du clean bist. Hoffe er schafft das auch bald... Ich hab das Gefühl, dass er bei jeder schweren Lebenslage wieder damit anfängt und weitermacht bis er wieder ganz unten ist... ich will das eigentlich nicht mit ansehen, aber "im stich lassen" will ich ihn auch nicht..
ich frage mich wie man sich immerweiter in sein unglück stürzen kann obwohl man begreift, dass das der falsche weg ist..

Axl_X
15.07.2009, 16:11
Die Frage die man sich stellen muss ist:
Welcher Mangel wird mit dem Drogenkonsum kompensiert???

Wenn Du diesen Aspekt hinterfragen kannst, dann begreifst Du auch, warum dies so ist, wie es ist.

PaulGipson
15.07.2009, 17:12
joa wenn man das warum weiß kann man dran arbeiten

naja ne möglichkeit wäre das DU zur drogen beratung gehst und dich da mal beraten lässt was da geht und auch in seinem sinne infos sammeln und dan mal mit ihm drüber reden

R87
15.07.2009, 18:42
Wenn Du diesen Aspekt hinterfragen kannst, dann begreifst Du auch, warum dies so ist, wie es ist.
Gut...und wenn du eine ahnung hast warum es so ist wie es ist, wie geht man dann damit um?
Das mit dem kompensieren lässt mich an meine ex denken, die soweit ich es zumindest weiß kurz nachdem unsere beziehung ende war mit den üblichen partymedikamenten angefangen hat...mehr oder weniger unabhängig von ihr hat es bei mir zu der zeit auch angefangen. allerdings weiß ich, dass sie mit etwas probleme hatte/hat und sich im laufe der zeit auch schnittwunden zugefügt hat und mittlerweile, so wie sie mir es erzählte als wir uns auf einer party mal unterhielten zum psychologen geht...da war mal ne sache vorgefallen bzw ihr wurde was angetan noch als wir zusammen waren also bis vor 2 jahren, das sie wohl lange und wohl auch bis heute nicht richtig loslässt. ich würd nur gern wissen in wiefern das mit dem konsum, der sich definitif bei ihr auf unter der woche ausgeweitet hat und die psychische kriese im zusammenhang stehen bzw wie sehr sie darunter weswegen sie zum arzt geht leidet...hab wenig noch mit ihr zu tun aber bin daran interessiert, dass es ihr gut geht und daher mach ich mir meine gedanken.

Kein Thema
15.07.2009, 19:13
Seine Probleme lassen sich nur dadurch kompensieren, dass er sie ausblendet oder es zumindest versucht. Das was ihm passiert ist, ist mehr oder weniger seine eigene Schuld...(Füherschein etc)und das weiß er. Was der Auslöser ist, dass er direkt zu solchen Mitteln greift weiß ich nicht genau , vllt liegt es an seiner schwierigen kindheit und jugend, wo das mit den Drogen auch schon angefangen hat... Vielleicht ist das der enzige Weg den er bis jetzt kennengelernt hat mit seinen Problemen umzugehn. Das alles begann natürlich als Partykonsum, heute ist es täglicher Konsum... die Psyche leidet meiner Meinung noch mehr drunter als ohne Drogen
Werde natürlich so gut es geht versuchen ihn zu unterstützen und werde mich denke ich auch mal bei der Drogenberatung informieren(danke für den Tip PaulGipson). Erstmal muss ich aber damit zurecht kommen, dass wir nicht mehr zusammen sind und innerlich etwas abstand bekommen, damit ich die Dinge objektiver sehen kann..

electricDELUXEbeauty
15.07.2009, 19:42
Püh.... kommt drauf an, was er sich so reinzieht!?
Es gibt ja Zeug das mehr, und Zeug das weniger süchtig macht.

Aber... wenn er schon mal zu gibt, dass er professionelle Hilfe braucht, hat er ja den ersten Schritt geschafft! Selbsterkenntnis ist ja der erste Weg zur Besserung! :0063:

Jetzt liegt es an dir, wie stark dein Gefühl noch für ihn ist? Ob du dich stark genug fühlst, und genug Geduld mit ihm haben kannst um zu helfen. Wenn das alles nicht gegeben ist, dann lass es lieber gleich! Sonst machst dich kaputt, und wirklich helfen kannst damit auch net! ;)

Kein Thema
15.07.2009, 19:56
Hm, denke es kommt oftmals auf das Suchtpotential des jeweiligen Menschen an... nicht jeder zieht bis er süchtig wird.
Ja, Kraft brauch ich auf jeden Fall ne Menge :) Gefühle hab ich auf jeden Fall für ihn, aber ich weiß/ u. er auch dass ich keinen lügenden Suchti an meiner Seite haben will..Ich muss mich selbst vor seinem suchtverhalten, dass mir wehtut schützen